VfB Stuttgart
: Goodbye, Stuttgart – was aus den Abgängen des VfB wurde

In den vergangenen zwölf Monaten haben zehn Spieler den VfB Stuttgart verlassen. Wir stellen die Frage: Haben Sie ihr Glück beim neuen Club gefunden? Ein Faktencheck.
Von
Maximilian Gropp
Stuttgart
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  • Zeigen unterschiedliche Leistungen beim gleichen Verein: Serhou Guirassy (links) und Waldemar Anton, die beide vom VfB nach Dortmund gewechselt sind.

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  • Anthony Rouault, Stade Rennes: In der Winterpause machte der Innenverteidiger Platz im Kader für die Neuzugänge Finn Jeltsch (1. FC Nürnberg) und Luca Jaquez (FC Luzern). Stade Rennes lotste den Franzosen für 15 Millionen Euro einschließlich Boni zurück in die Heimat. Rouault hat sich schnell in die Mannschaft integriert – und ist ein Stabilisator der sonst eher schwächelnden Defensive des Clubs aus der Ligue 1.

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  • Waldemar Anton, Borussia Dortmund: Der Abgang des einstigen Kapitäns sorgte bei vielen Fans des VfB Stuttgart für großes Unverständnis. Der 22-Millionen-Mann startete mit immensen Schwierigkeiten in seine erste Saison beim BVB. Lange war der 28-Jährige kein unumstrittener Stammspieler. Seit dem Amtsantritt von Trainer Niko Kovac ist Anton wieder gesetzt. Durch die akute Formstärke könnte sich Schwarz-Gelb am letzten Spieltag noch für die Champions League qualifizieren. Das wäre ein versöhnliches Saisonende für Anton.

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  • Mahmoud Dahoud, Eintracht Frankfurt: Der Spielmacher war letzte Saison von Brighton & Hove Albion an den VfB ausgeliehen und wechselte im Sommer 2024 ablösefrei zur Eintracht. Bestimmt hat sich der Mittelfeldmann diesen Tapetenwechsel anders vorgestellt: bei den Hessen kommt der 29-Jährige kaum zum Zug. Dahoud absolvierte lediglich zwei Spiele über 90 Minuten für die Frankfurter und stand zuletzt nicht mehr im Kader.

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  • Lilian Egloff, Karlsruher SC: Im Nachwuchsbereich galt der Zehner lange als großes Talent. Beim VfB Stuttgart sammelte Egloff als Jungprofi immer wieder Einsatzzeit, konnte sich aber nie im Bundesliga-Team durchsetzen, was neben seiner Verletzungsanfälligkeit auch an seiner Einstellung lag. Vergangenen Sommer folgte die Luftveränderung: ein Transfer zum Stuttgarter Erzrivalen aus Karlsruhe. Bei den Badenern enttäuschte Egloff erneut, denn er schaffte es diese Saison nur zu Kurzeinsätzen. Zeit für einen erneuten Tapetenwechsel?

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  • Serhou Guirassy, Borussia Dortmund: Der Stürmer aus Guinea macht da weiter, wo er aufgehört hat. In einer verkorksten Saison des BVB war Guirassy einer der wenigen Lichtblicke. Nach kurzen Startschwierigkeiten im Trikot von Schwarz-Gelb entwickelte sich der 28-Jährige schnell zum wichtigsten Mann in der Dortmunder Offensive. Besonders in der Champions League weist Guirassy beeindruckende Statistiken auf: 18 Torbeteiligungen in 14 Spielen sprechen Bände. Einzig und allein seine Konstanz ist nicht ganz auf dem Level des Vorjahres.

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  • Hiroki Ito, FC Bayern München: Viel bitterer kann eine Saison nicht verlaufen. Der Innenverteidiger zog sich kurz nach seinem Wechsel zum Rekordmeister einen Mittelfußbruch zu. Kurz nach seiner Genesung Ende März kam im Bundesligaspiel gegen St. Pauli die zweite Hiobsbotschaft: ein erneuter Mittelfußbruch. Die nächste Saison wird wegweisend für den weiteren Werdegang des Japaners an der Säbener Straße. Immerhin kostete Ito die Münchner stolze 23,5 Millionen Euro. Ito kommt saisonübergreifend auf gerade einmal 282 Minuten Fußball.

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  • Genki Haraguchi, Urawa Reds: Nach anderthalb Spielzeiten in Stuttgart kehrte der Bundesliga-Veteran im Sommer 2024 zurück zu seinem Jugendverein Urawa Reds in Japan. Beim ehemaligen Verein von Guido Buchwald lässt der 34-Jährige seine Karriere ausklingen und kommt hauptsächlich auf Kurzeinsatze.

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  • Woo-yeong Jeong, 1. FC Union Berlin: Die Leihe des südkoreanischen Nationalspielers in die Bundeshauptstadt verlief ähnlich wie seine vorherige Saison bei den Stuttgartern: Viele Einsätze, aber wenig Spielzeit bedeuten unterm Strich keinen Stammplatz. Der Offensivspieler kommt auf drei Tore und zwei Vorlagen für die Mannschaft von Steffen Baumgart. Seine Zukunft bleibt offen.

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  • Roberto Massimo, Greuther Fürth: Nach fünf Jahren beim VfB wechselte der Flügelspieler im Sommer 2024 ablösefrei zum Zweitligisten aus Fürth. Der Offensivmann rückte eine Position nach hinten – und avancierte beim Kleeblatt zum Schienenspieler, der auf beiden Seiten der Fünferkette einsetzbar ist. Massimos Saison ist geprägt von Inkonstanz. Trotz allem hat der 24-Jährige nach 29 Spielen neun direkte Torbeteiligungen auf dem Konto.

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  • Silas, FK Roter Stern Belgrad: Nach einer Hängepartie zu Saisonbeginn verlieh der VfB den Flügelstürmer letztlich für ein Jahr in die serbische Hauptstadt. Mit dem Champions-League-Sieger von 1991 (damals: Europapokal der Landesmeister) gewann Silas (Mitte) in dieser Saison die Meisterschaft, zu deren Gewinn er fünf Tore beisteuerte. Zwei weitere Male traf er in der Champions League, einmal davon gegen den VfB Stuttgart. Doch trotz solider Statistiken hat der 26-Jährige immer wieder mit Fitnessproblemen zu kämpfen und bestritt kaum eine Partie über 90 Minuten.

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Das Fußballgeschäft sucht beim Thema Schnelllebigkeit seinesgleichen. Das zeigt sich etwa beim Trikotkauf – hier stellen sich die Fans alljährlich dieselbe Frage: „Spielt mein Spieler nächstes Jahr noch bei meinem Herzensclub?“

Die Fluktuation bei den Bundesliga-Vereinen ist groß: Nur drei Profis des VfB Stuttgart standen beispielsweise bereits vor fünf Jahren im Kader: Atakan Karazor, Pascal Stenzel und Fabian Bredlow. Alle anderen sind kürzer da. Allein innerhalb des vergangenen Jahres verließen zehn Stuttgarter Edelkicker die Landeshauptstadt.

Die Zukunft hielt für die Ex-VfBler dabei Unterschiedliches bereit: die Spanne reicht von Roberto Massimo, dem Abstiegskämpfer in der 2. Bundesliga, bis hin zu Serhou Guirassy, dem Toptorschützen der Champions League.

In unserer Bildergalerie blicken wir auf die Leistungen der Abgänge in der vergangenen Spielzeit zurück – inklusive einer Bewertung. Viel Spaß beim Durchklicken!

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