VfB Stuttgart im DFB-Pokal
: Prämien und Ticket-Anteil – so viel Geld winkt dem VfB

Die Siegprämien sind nicht alles. Auch an den Erlösen aus dem Ticketverkauf ist ein Auswärtsteam im Pokal beteiligt, wohingegen eine Übertragung im Free-TV keine Mehreinnahmen mehr bringt. Die Details.
Von
David Scheu
Stuttgart
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Sebastian Hoeneß und der VfB kamen in der Vorsaison bis ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

imago/Sven Simon//Frank Hoermann

Mit dem Auswärtsspiel beim Zweitliga-Aufsteiger Preußen Münster startet der VfB Stuttgart am Dienstagabend (20.45 Uhr) in den DFB-Pokal, in dem sich auch in dieser Saison wieder gutes Geld verdienen lässt. Ein Blick auf die Einnahmequellen.

Prämien Der DFB zeigt sich erneut spendabel und schüttet Prämien aus, die auf dem Rekord-Niveau der vergangenen Saison liegen. Für die Teilnahme am Wettbewerb erhält jeder der 64 Vereine 209 000 Euro. Dieser Betrag verdoppelt sich dann jeweils für das Erreichen der zweiten Runde (419 000), des Achtelfinals (838 000), des Viertelfinals (1,68 Millionen) und des Halbfinals (3,35 Millionen). Im Endspiel gibt es dann nochmals 2,88 Millionen für den Verlierer und 4,32 Millionen für den Gewinner. Dieser wird damit am Ende mehr als zehn Millionen Euro durch Prämien eingenommen haben.

Tickets Anders als in der Bundesliga gehen die Einnahmen aus den Kartenverkäufen nicht an den Heimverein, sondern werden unter beiden Clubs aufgeteilt. So soll verhindert werden, dass zum sportlichen Vorteil eines ausgelosten Heimspiels noch ein finanzieller kommt. Jeder Club erhält 45 Prozent – zehn Prozent gehen an den DFB, der unter anderem den Ordnungsdienst und die Schiedsrichter stellt.

Irrelevant ist der Spielort aber trotz der Gleichverteilung nicht. Je größer die Kapazität des Stadions (und des VIP-Bereichs), desto höher die Einnahmen für beide Vereine. Bei einem Pokalspiel in der heimischen MHP-Arena ist im Fall einer guten Auslastung eine niedrige einstellige Millionensumme für den VfB drin.

Ab der zweiten Runde sind Heimpartien für die Bundesligisten möglich, in der ersten Runde haben die 32 gesetzten Teams dagegen stets ein Auswärtsspiel. Das wird oft in kleineren Stadien ausgetragen – was in aller Regel stimmungsvoll ist, zugleich aber auch weniger Fans Platz bietet. In der Vorsaison spendete der VfB die ihm zustehenden 75 000 Euro aus der Partie im Reutlinger Kreuzeiche-Stadion an den Erstrunden-Gegner TSG Balingen.

Übertragung Die Partie des VfB an diesem Dienstag (20.45 Uhr) bei Preußen Münster läuft live in der ARD. Einen finanziellen Vorteil haben die Stuttgarter aber durch die Präsenz im Free-TV nicht. Schon seit 2014 werden diese Erlöse aus diesen frei empfangbaren Live-Spielen nicht mehr an die beiden beteiligten Vereine ausgeschüttet, sondern landen zur Wahrung der Chancengleichheit im Prämientopf des DFB für alle 64 Teams.

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