: Als der VfB das große Manchester United besiegte
Vor 20 Jahren gelang dem VfB Stuttgart einer der größten Siege der Vereinsgeschichte. Beim seinem ersten Champions-League-Heimspiel überhaupt gewann der Außenseiter mit 2:1 gegen Manchester United. Wir blicken auf die Sensation zurück.
Kevin Kuranyi bejubelt das zwischenzeitliche 2:0 für den VfB. Weitere Spielszenen von dem Heimsieg gegen Manchester United gibt es in der Bildergalerie.
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Beim allerersten Champions-League-Heimspiel im Gottlieb-Daimler-Stadion herrscht bereits vor Anpfiff ausgelassene Stimmung. Rund 50 000 Fans sind gekommen, um ihre Mannschaft zu unterstützen und die Stars von der Insel zu sehen. Das Stadion ist restlos ausverkauft. Wer keine Karte ergattern konnte, fiebert in der Kneipe oder Zuhause vor dem Fernseher mit.
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Vor dem Spiel gibt es eine Choreografie in der Fankurve. In dieser erinnern die Ultras an die vielen Erfolge, die der VfB in seiner langen Geschichte bereits gefeiert hat.
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Felix Magath und seine Mannschaft gehen als Tabellenführer der Bundesliga mit breiter Brust in die Partie gegen den großen Favoriten aus Manchester. Nach der 1:2-Niederlage gegen die Glasgow Rangers zum Auftakt der Champions League steht der VfB jedoch bereits etwas unter Druck. Drei Punkte gegen die Red Devils erwartet dennoch keiner.
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Vereinsikonen unter sich: Roy Keane (links) und Zvonimir Soldo tauschen vor der Partie die Vereinswimpel aus. Beide Mittelfeldspieler absolvierten in ihrer Karriere mehr als 300 Partien für ihren jeweiligen Verein.
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Dann kann es auch schon losgehen. Der VfB steht von Beginn an kompakt, lässt kaum gegnerische Chancen zu. Darunter leiden jedoch auch die eigenen Offensivbemühungen. Die Partie spielt sich in der ersten Hälfte vor allem im Mittelfeld ab.
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Auf Außen kommt es immer wieder zum Duell zwischen Andreas Hinkel und Cristiano Ronaldo. Der Rechtsverteidiger des VfB hat den 18-jährigen Portugiesen über weite Strecken gut im Griff. Großchancen bleiben auf beiden Seiten Mangelware. Mit 0:0 geht es in die Pause.
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Nach der Pause dreht der VfB dann auf und geht in der 50. Minute mit 1:0 in Führung. Philipp Lahm verlängert einen Kopfball, Rio Ferdinand rutscht aus und so taucht Imre Szabics plötzlich frei vor United-Keeper Tim Howard auf. Szabics behält die Ruhe und schiebt den Ball aus 16 Metern ins lange Eck.
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Keine zwei Minuten später zappelt der Ball erneut im Netz von Tim Howard. Wieder ist Imre Szabics beteiligt. Diesmal leitet der Ungar einen Pass von Alexander Hleb direkt weiter auf seinen Sturmpartner Kevin Kuranyi. Der Nationalspieler kommt vor Howard an den Ball und lupft diesen an die Unterkante der Latte, von wo aus dieser ins Tor springt.
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Seine Teamkollegen rennen zu Kuranyi und umarmen den Torschützen. Auf der Tribüne feiern die Fans das 2:0, als hätte der VfB gerade die Champions League gewonnen.
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In der 67. Minute macht Ruud van Nistelrooy die Partie wieder spannend. Nach einem Schubser von Timo Hildebrand gegen Cristiano Ronaldo zeigt der italienische Schiedsrichter Cosimo Bolognino auf den Elfmeterpunkt. Der Niederländer verwandelt den fälligen Strafstoß sicher und verkürzt auf 1:2.
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Zwölf Minuten später hat der VfB die große Chance, die Zwei-Tore-Führung wiederherzustellen. Nach einem Foul an Kevin Kuranyi gibt es Elfmeter für den VfB. Fernando Meira schnappt sich den Ball und visiert das aus seiner Sicht linke untere Eck an. Tim Howard ahnt das und kann den Strafstoß parieren. So muss der VfB weiter zittern.
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In der 89. Minute hat der eingewechselte Diego Forlan den Ausgleich auf dem Fuß, doch Timo Hildebrand rettet die Führung. Auf der Gegenseite kann Kevin Kuranyi alles klarmachen, doch der Stürmer scheitert im Eins-gegen-eins an Tim Howard.
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Dann ist Schluss. Schiedsrichter Cosimo Bolognino pfeift die Partie ab. Die Sensation ist geglückt. Der VfB besiegt den englischen Rekordmeister. Timo Hildebrand sackt vor Freude zu Boden.
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Dann geht die Mannschaft in die Cannstatter Kurve. Gemeinsam mit den Fans feiern sie minutenlang den historischen Sieg.
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Ein Spieler wird besonders umjubelt: Imre Szabics. Der Ungar avancierte mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner.
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United-Trainer Sir Alex Ferguson ist bedient. Der Schotte sieht nach dem 5:0-Sieg gegen Panathinaikos Athen zum Auftakt der Champions League in Stuttgart eine schwache Leistung seiner Mannschaft.
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Die VfB-Fans feiern bis tief in die Nacht den historischen Erfolg. Stolz zeigen sie ihre Schals.
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Die Euphorie vor dem ersten Champions-League-Heimspiel im damaligen Gottlieb-Daimler-Stadion am 1. Oktober 2003 hätte größer nicht sein können. Seit der Auslosung der Gruppenphase hatten alle VfB-Fans auf die Begegnung mit Manchester United hingefiebert. Der Andrang auf Karten für das Spiel war riesig.
Jeder wollte das Starensemble aus der Premier League sehen. Im Kader des englischen Rekordmeisters standen damals Weltstars wie Ruud van Nistelrooy, Ryan Giggs, Paul Scholes oder Roy Keane. Auf dem linken Flügel begann ein 18-jähriger Portugiese namens Cristiano Ronaldo auf sich aufmerksam zu machen. Und auf der Trainerbank saß niemand Geringeres als die Trainerlegende Sir Alex Ferguson.
VfB Stuttgart gelingt gegen Manchester United Sensation
Die Rollen vor dem Spiel waren klar verteilt. Alles andere als ein Sieg von United, da waren sich die Experten einig, wäre eine faustdicke Überraschung. Und das, obwohl der VfB als ungeschlagener Tabellenführer der Bundesliga in das Duell mit dem Starensemble ging.
Entgegen aller Prognosen schaffte die Mannschaft von Trainer Felix Magath die Sensation und siegte mit 2:1. In unserer Bildergalerie blicken wir ausführlich auf das Spiel zurück. Viel Spaß beim Schwelgen in Erinnerungen!