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: Unser VfB-Zwischenzeugnis – heute: Torhüter und Abwehr

25 Spiele hat der VfB Stuttgart in der bisherigen Saison bestritten. Wir geben den Profis zur Winterpause ein Zwischenzeugnis – und starten mit den Torhütern und Abwehrspielern.
Von
Dirk Preiß
Stuttgart
  • Alexander Nübel im Tor und Abwehrchef Jeff Chabot gehören zu den Dauerbrennern der bisherigen VfB-Saison. In unserer Bildergalerie geben wir den Torhütern und den Abwehrspielern ein Zwischenzeugnis.

    dpa/Jan-Philipp Strobel
  • Alexander Nübel (Note 3): Der 28-Jährige kommt auf 23 Einsätze in der bisherigen Saison, hat in der Bundesliga und in der Champions League sowie im Supercup sämtliche möglichen Partien bestritten. Er gilt nach wie vor als Stabilisator und ruhender Pol der VfB-Mannschaft, hat auch teils richtig starke Spiele gezeigt. Das alles hat dazu geführt, dass Alexander Nübel in dieser Saison zum Nationalspieler wurde. Allerdings: Gegen Ende der ersten Saisonhälfte leistete sich der Keeper auch einige Patzer, weshalb das Zwischenzeugnis besser hätte ausfallen können.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Fabian Bredlow (Note 3): Der 29-Jährige spielt weiter zuverlässig seine Rolle als loyaler, aber stets bereiter Ersatzmann für Alexander Nübel. Der Torhüter ist zudem der Pokal-Keeper des VfB, zeigte in den Partien gegen den 1. FC Kaiserslautern und gegen den SSV Jahn Regensburg gute Leistungen.

    IMAGO/Zink/IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink
  • Stefan Drljaca (ohne Note): Der Neuzugang von Dynamo Dresden füllt seine Rolle als Ersatz- und Trainingskeeper aus. Bis auf zwei Partien in der Dritten Liga kam er nicht zum Einsatz. Daher bleibt er hier ohne Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Dennis Seimen (ohne Note): Der 19-Jährige soll in dieser Saison Konstanz in sein Spiel bringen, was zuvor wegen einer Verletzung nicht möglich gewesen war. 17 Spiele in der Dritten Liga hat Seimen bestritten, zeigte meist gute Leistungen, leistete sich erst kürzlich aber auch einen Patzer beim riskanten Spielaufbau. Der Plan, der für den Nachwuchskeeper vorgesehenen ist, geht auf Drittliganiveau derzeit aber auf. Zudem reist Seimen mit dem Profiteam zu den Champions-League-Spielen. Weil er keinen Einsatz für die Profimannschaft vorzuweisen hat, bleibt er hier ohne Bewertung.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Jeff Chabot (Note 3): Die Aufgabe, die der 26-Jährige bislang bewältigen musste, ist keine kleine. Der Ex-Kölner muss Waldemar Anton als Abwehrchef ersetzen, sich selbst auf Topniveau steigern und im Spielaufbau das Kombinationsspiel des VfB initiieren. Weil Dan-Axel Zagadou noch fehlt und Ameen Al-Dakhil wegen Krankheiten überhaupt nicht in Schwung kam, musste Chabot zudem fast alle Spiele machen (23 Einsätze). Solange er richtig frisch war, spielte der Innenverteidiger zahlreiche gute Partien, je länger die Hinserie dauerte, desto mehr Unsicherheiten leistete er sich aber. Vor allem im Spielaufbau muss er sich deutlich steigern.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Anthony Rouault (Note 3): Auch der Franzose muss mit der Rolle als Dauerbrenner klarkommen, ist nun kein Ergänzungs-, sondern Stammspieler. Der 23-Jährige kommt auf 22 Einsätze in der VfB-Abwehr und zeigte teils richtig starke Leistungen, dabei trat er auch oft als Organisator der Defensive auf. Im letzten Spiel gegen den FC St. Pauli erwischte er einen seiner wenigen ganz schwachen Tage. Insgesamt eine gute erste Saisonhälfte – auch wenn die Abwehr zuletzt zur Problemzone des VfB wurde.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Maximilian Mittelstädt (Note 2): Der Linksverteidiger hat sich auf sehr hohem Niveau stabilisiert und bietet sehr konstante Leistungen an. Zu seinen 23 Einsätzen für den VfB kommen noch Länderspiele, weshalb auch für den 27-Jährigen das Pensum in der ersten Saisonhälfte hoch war. In der Bundesliga erzielte er einen Treffer, insgesamt bereitete er sechs Treffer vor.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Josha Vagnoman (Note 3,5): Der Rechtsverteidiger kam in 20 Partien zum Einsatz, zeigte dabei eher schwankende Leistungen – was auch daran liegt, dass er ab der Endphase der vergangenen Saison wieder einmal Verletzungssorgen hatte. Der 24-Jährige erzielte je einen Treffer in der Bundesliga und in der Champions League – in der Champions League gilt das gleiche.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Anrie Chase (Note 3,5): Der 20-Jährige war zunächst gar nicht als fester Bestandteil der Bundesligamannschaft vorgesehen, schaffte dann aber regelmäßig den Sprung in den Kader, oft sogar in die Startelf. Er kommt auf 19 Einsätze für das Profiteam. Insgesamt passt die Entwicklung des Japaners also, auf Topniveau unterliefen ihm aber immer wieder Fehler und Unsicherheiten. Zudem ist sein Aufbauspiel noch sehr ausbaufähig.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Pascal Stenzel (Note 4,5): Der Rechtsverteidiger ist nach wie vor wichtiger Kaderspieler, kommt über die Rolle der Ergänzungskraft aber weiter nicht hinaus. In der Bundesliga spielte er lediglich 130 Minuten, insgesamt kommt er auf zwölf Einsätze, erzielte im Pokal ein Tor. Sein Startelf-Auftritt in der Champions League bei Roter Stern Belgrad misslang komplett.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Ramon Hendriks (Note 3,5): In der Bundesliga ist der Niederländer Teilzeitkraft, kommt auf acht Einwechslungen und einen Startelf-Einsatz. Im Pokal zählte er dagegen zum Stammpersonal. Der 23-Jährige zeigte gute Ansätze, lief Frans Krätzig hinten links den Rang ab und ist dort mittlerweile erster Ersatzmann für Maximilian Mittelstädt. Hendriks muss sich aber weiter steigern.

    Pressefoto Baumann/Julia Rahn
  • Leonidas Stergiou (Note 3,5): Der Schweizer war eine der positiven Überraschungen der vergangenen Saison, wurde daher auch fest verpflichtet. Er kommt lediglich auf sechs Einsätze, weil er wegen Rückenproblemen lange ausgefallen ist. Dass er dennoch auf drei Startelf-Einsätze kommt, spricht für ihn. In der zweiten Saisonhälfte muss er sich körperlich aber erst wieder komplett stabilisieren.

    Pressefoto Baumann/Volker Müller
  • Ameen Al-Dakhil (Note 5): Der Belgier ist zwar erst 22 Jahre alt, sollte für den VfB dennoch eine zügige Verstärkung darstellen. Doch nach seiner auskurierten Muskelverletzung warfen ihn ständig Krankheiten aus der Bahn. So kommt er für die Profimannschaft des VfB lediglich auf 24 Einsatzminuten – und kann die ihm angedachte Rolle noch in keiner Weise ausfüllen.

    Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
  • Frans Krätzig (Note 5): Die Leihgabe vom FC Bayern galt zunächst als einer der Gewinner der Vorbereitung. Mit dem Start der Pflichtspielsaison war es aber vorbei mit der Herrlichkeit. Nur ein Bundesliga-Teileinsatz steht zubuche. Dazu kommen zwei Pokalspiele und ein Einsatz im Supercup. Er konnte keinerlei Druck auf Maximilian Mittelstädt ausüben. Gut möglich, dass sich im Winter die Wege schon wieder trennen.

    Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
  • Dan-Axel Zagadou (keine Bewertung): Der Abwehrhüne wird schmerzlich vermisst. Wegen der Reha nach seiner Kreuzbandverletzung war er bislang keine Option.

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