VfB Stuttgart
: Wie Tiago Tomas seinen Abend mit einer Aktion retten konnte

VfB-Neuzugang Tiago Tomas zeigte in Braunschweig eine überschaubare Leistung, rettete seine Abend aber mit einer Aktion. Und die konnte sich sehen lassen.
Von
Philipp Maisel
Stuttgart
  • Erwischte in Braunschweig keinen guten Abend: Tiago Tomas

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  • Vor Anpfiff der Partie zeigten beide Fanlager, was sie sich ausgedacht hatten für die Pokalpartie. Die Heimkurve zeigte eine Choreo nebst Pyroshow.

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  • Auch die Stuttgarter hatten Pyrotechnik im Gepäck, dazu zeigte man eine riesige „Pokalsieger“-Zaunfahne.

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  • Schnell fiel das erste Tor – für Braunschweig. In der 8. Minute beförderte Sven Köhler den Ball ins Netz.

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  • Doch der Ausgleich lies nicht lange auf sich warte: Nur vier Minuten später, in der 12. Minute, schoss Ermedin Demirović (links) den VfB zum 1:1.

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  • Zur Pause in Braunschweig ging die Eintracht mit einem 1:1 gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart in die Kabine.

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  • In der 60. Minute dann die Führung für den VfB.

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  • Und wieder beförderte Ermedin Demirović den Ball ins Tor.

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  • Doch der VfB konnte sein Führung nicht lange halten: In der 77. Minute schoss Fabio Di Michele Sanchez den Ausgleich für Braunschweig. Und in der 85. Minute folgte von ihm direkt das dritte Tor. Es stand 3:2 für den Gastgeber.

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  • Doch auch dieser Spielstand sollte sich nicht lange halten: In der 89. Minute erzielte Nick Woltemade das 3:3 für den VfB.

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  • Damit ging es in die Verlängerung in Braunschweig.

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  • Zwei Minuten lief die Verlängerung, da fiel ein unglückliches Eigentor von Sanoussy Ba (Eintracht Braunschweig), das den VfB zum 4:3 führte.

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  • Doch damit war das Spiel nicht entschieden: In der 105. Minute haute Christian Conteh den Ball am chancenlosen Nübel vorbei in die Maschen.

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  • Am Ende ging es ins Elfmeterschießen.

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  • Nach 20 Elfmetern musste sich dann Braunschweig geschlagen geben. Sieg für den VfB Stuttgart.

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Der VfB Stuttgart hat sich in einem wahren Krimi in der ersten Pokalrunde bei Eintracht Braunschweig durchgesetzt. Mit 8:7 im Elfmeterschießen, nach 120 Minuten hatte es 4:4 gestanden. Ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird. Und der so einige Geschichten produziert hat. Eine davon schrieb Tiago Tomas. Der Neuzugang, der am Wochenende an der Alten Försterei bereits mit einem Hackentor Aufmerksamkeit erregt hatte, stand erstmals seit seinem Wechsel in der Startformation der Weiß-Roten.

Und erwischte keinen guten Abend. Tomas hatte Probleme mit der robusten Körperlichkeit der Gastgeber. Der filigrane Portugiese wirkte fahrig, verzettelte sich ein ums andere Mal und leistete immer wieder mit einfachen Ballverlusten den Braunschweiger Bemühungen Vortrieb.

Immerhin: Der Portugiese hatte offenbar gute Beine, war viel unterwegs und blieb so im Spiel, Trainer Sebastian Hoeneß verzichtete daher auch auf eine Herausnahme. Die Belohnung dafür gab es in der zweiten Minute der Verlängerung. Für Tomas, für Hoeneß und somit für den VfB. Einen Steilpass von Lorenz Assignon auf dem rechten Flügel ließ Tomas über die Hacke seines Standfußes hinter seinem Rücken abprallen, düpierte so seinen Gegenspieler, wand sich um ihn herum und hatte plötzlich freie Sicht auf das Tor und die Situation im Strafraum direkt vor Braunschweigs Keeper Ron-Thorben Hoffmann.

Ein scharfer Pass nach innen, gedacht für den einlaufenden Ermedin Demirovic, zwang Braunschweigs Verteidiger Sanoussy Ba zu einem Eigentor – es war das zwischenzeitliche 4:3 in der wilden Nacht von Braunschweig. Lob gab es hinterher trotz insgesamt überschaubarer Leistung vom Trainer. „Es war eine Super-Aktion. Auch er ist einer derjenigen, die den VfB in die nächste Runde gebracht haben“, bilanzierte Hoeneß nach dem Spiel.

Tomas selbst, der noch am Wochenende viel vor den Kameras und Mikrofonen gefragt war, hielt sich in Braunschweig öffentlich zurück. Ob er am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach wieder Taten sprechen lassen wird, bleibt abzuwarten.

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