: „Wir wissen, wo wir herkommen“: Der Startpunkt des VfB-Höhenflugs
Am 1. Juni 2023 stand der VfB an der Schwelle zur zweiten Liga. Doch mit der Relegation gegen den Hamburger SV startete vor zwei Jahren ein ungeahnter Höhenflug.
Jubel gegen den HSV, heute spielt keiner mehr für den VfB: Konstantinos Mavropanos, Serhou Guirassy, Wataru Endo (v.li.)
Baumann
Relegation 2023: Stimmungsvoll ging es zu. Sowohl in der Kurve des VfB . . .
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. . . als auch bei den Gästefans aus Hamburg.
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Andere Zeiten: Die Stuttgarter Arena, die damals noch Mercedes-Benz-Arena hieß, musste aus sponsoring-rechtlichen Gründen an diesem Abend auf ihr Namensrecht verzichten.
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Sieht heute aus wie damals: Sebastian Hoeneß. Im April 2023, zwei Monate vor der Relegation, war er als neuer VfB-Trainer verpflichtet worden.
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Auch er war erst frisch im Amt und gilt heute neben Hoeneß als einer der Baumeister des Erfolgs: Sportvorstand Fabian Wohlgemuth.
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Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit: Konstantinos Mavropanos brachte den VfB bereits nach einer Minute in Führung.
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Der Ex-Hamburger Josha Vagnoman (51.) und Serhou Guirassy (54./im Bild) sorgten schließlich für klare Verhältnisse.
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Guirassy leistete sich sich sogar noch den Luxus eines Fehlschusses vom Elfmeterpunkt. Der VfB ließ beim 3:0-Sieg leichtfertig die Chance auf weitere Tore liegen.
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Zu heute ist die Mannschaft komplett runderneuert. Damals stand noch ein gewisser Florian Müller im Tor.
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Borna Sosa war auch noch da. Die Startelf im Hinspiel lautete: Müller – Mavropanos, Anton, Ito – Vagnoman, Karazor, Endo, Sosa – Millot, Guirassy, Führich.
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Er war damals HSV-Trainer, ist heute an der Elbe aber auch schon wieder Geschichte: Tim Walter.
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Der Jubel nach dem 3:0-Hinspielsieg war grenzenlos.
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Was sollte nach einem 3:0 noch schiefgehen, dachten sich auch die Fans.
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Doch beim Rückspiel schockte Sonny Kittel den VfB mit seinem Treffer zum 1:0 früh.
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Der Bundesligist kämpfte sich souverän zurück.
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Enzo Millot avancierte mit zwei Treffern im Rückspiel zum Matchwinner. Silas setzte mit seinem Treffer zum 3:1 den Schlusspunkt.
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Am Ende herrschte Jubel und Erleichterung. Der VfB blieb in der Bundesliga – und der märchenhafte Aufstieg begann.
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1. Juni 2023: VfB Stuttgart gegen Hamburger SV. Showdown in der Stuttgarter Arena. Nervenkitzel und Anspannung pur im Lager der Weiß-Roten. Es droht der dritte Abstieg binnen sieben Jahren. Wenige Tage zuvor hatte der VfB unter dem kurz zuvor verpflichteten Trainer Sebastian Hoeneß durch ein 1:1 im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (mit Ex-Coach Pellegrino Matarazzo) die Chance auf die direkte Rettung verspielt. Andererseits drohte im Fernduell mit dem FC Schalke noch der direkte Abstieg. Am Ende rettete sich das Hoeneß-Team in die Relegation gegen den Hamburger SV.
Am Tag genau vor zwei Jahren, am 1. Juni 2023, stand in Stuttgart das Hinspiel der Bundesliga-Ausscheidung auf dem Programm. Die Hamburger traten mit einem anderen Ex-VfB-Trainer an (selbstbewusst wie immer: Tim Walter) und träumten von der Rückkehr in die Bundesliga. Doch der Traum war schnell ausgeträumt. Selten lief eine Bundesliga-Relegation so eindeutig wie nach jener Spielzeit. Mit in Summe 6:1-Toren setzte sich der Bundes- gegen den Zweitligisten durch und durfte sich über ein weiteres Jahr in der Beletage des Fußballs freuen.
Ein Rückblick in Bildern
Mit der in der Saison 2023/24 ein ungeahnter Siegeszug begann. Am Ende stand mit Platz zwei die Vizemeisterschaft – nie zuvor hatte ein Team in der Bundesliga binnen eines Jahres 14 Tabellenplätze gutgemacht. Auch wenn es in der abgelaufenen Spielzeit wieder bergab auf Platz neun ging, war es mit dem Pokalsieg unter dem Strich doch eine gute Saison.
In unserer Bildergalerie blicken wir noch einmal auf die Relegation vor zwei Jahren zurück. Stichwort: „Wir wissen, wo wir herkommen“. Viel Spaß beim Durchklicken!