WM in der Rhythmischen Sportgymnastik: „Taktisch denken“: Varfolomeev feilt an WM-Form

Darja Varfolomeev bei der Weltmeisterschaft 2025 in Rio de Janeiro.
Claudia Martini/XinHua/dpa- Darja Varfolomeev bleibt trotz wechselhafter DM optimistisch für die Heim-WM in Frankfurt.
- Sie gewann den Mehrkampf, Reifen und Ball, zeigte aber Schwächen mit Band und Keulen.
- Feinschliff in Kienbaum: Fokus auf Artistik und Ausführung – taktische Anpassungen möglich.
- Teamchefin Isabell Sawade sieht Medaillenchancen, konkrete Goldziele werden nicht ausgerufen.
- Im Einzel starten neben Varfolomeev auch Lada Pusch und Anastasia Simakova; Gruppe peilt Top acht an.
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Olympiasiegerin Darja Varfolomeev blickt trotz der wechselhaft verlaufenen deutschen Meisterschaft in der Rhythmischen Sportgymnastik am vergangenen Wochenende optimistisch in Richtung Heim-WM, die am 12. August in Frankfurt am Main beginnt. Es sei „nicht alles perfekt“ gelaufen, sagte die 19-Jährige bei einem Medientermin des Deutschen Turner-Bundes (DTB) über die nationalen Titelkämpfe in Hannover, jedoch wisse sie nun, „woran wir arbeiten müssen und warum die Fehler passiert sind“.
Varfolomeev, 2024 in Paris im Alter von 17 Jahren Olympiasiegerin, hatte sich am Wochenende zur deutschen Meisterin im Mehrkampf sowie mit dem Reifen und dem Ball gekürt. Vor allem in den Einzelfinals mit dem Band und den Keulen zeigte sie aber auch ungewohnte Schwächen. In Frankfurt geht die elfmalige Weltmeisterin als Titelverteidigerin im Mehrkampf sowie mit den Keulen, dem Ball und dem Band an den Start.
Feinschliff vor der Heim-WM
In der kommenden Woche wird Varfolomeev mit ihren Teamkolleginnen am Trainingszentrum in Kienbaum am Feinschliff für die WM arbeiten. Wert gelegt werde dabei auf die „Artistik und die Ausführung“, wie sie sagte: „Ich habe noch ein paar Unsicherheiten. Vielleicht nehmen wir bei der Schwierigkeit etwas weg, vielleicht nehmen wir bei den Elementen etwas dazu. Wir müssen jetzt einfach taktisch denken.“
Dass sie sich bis zum Beginn der WM nochmal steigern kann, glaubt auch Isabell Sawade, Teamchefin der Rhythmischen Sportgymnastik im DTB: „Wir wissen, wenn Darja durchturnt, hat sie Medaillenchancen“, sagte sie dem SID. „Aber es kommt auch immer darauf an, was die Konkurrenz macht. Das können wir nicht beeinflussen“, ergänzte sie. Goldmedaillen würden daher auch innerhalb des Teams nicht als konkretes Ziel ausgerufen: „Wir sagen auch intern: Wir möchten zum Jahreshöhepunkt unsere Bestleistung abliefern“, erklärte Sawade.
Im Einzel wird das deutsche Team bei der WM neben Varfolomeev von Lada Pusch und Anastasia Simakova vertreten. Mit der Gruppe peilt Sawade eine Platzierung unter den Top acht an.