Zughunderennen in Renningen
: Hohe Temperaturen sind beim Schwabentrail nicht willkommen

Das Zughunde-Rennen Schwabentrail feiert am Wochenende seine zehnte Auflage – beim Jubiläum starten 223 Hunde und 183 Menschen. Das Wetter macht ein wenig Sorgen.
Von
Jürgen Kemmner
Stuttgart
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Die Zughunderennen in Renningen haben sich etabliert: Bei der Jubiläums-Ausgabe gibt es keine freien Startplätze mehr.

privat

Der Blick auf Wetter-Apps hat bei den Organisatoren des Schwabentrails Hochkonjunktur: Fürs Wochenende, wenn die Jubiläumsausgabe der Zughunde-Veranstaltung in Renningen ansteht, sind frühlingshafte Temperaturen angekündigt – das mag angenehm sein für Spaziergänger, nicht aber für Zughunde.

Steigt das Thermometer auf mehr als 14 Grad Celsius, wird es zu warm für die sportlichen Vierbeiner. Und da in der Szene der Tierschutz an oberster Stelle rangiert, müssen die Organisatoren vom Veranstalter Dogsportsandmore handeln: Entweder werden die Startzeiten früher in den Tag gelegt oder die Strecken werden verkürzt. So geschehen 2024, als es in Renningen mehr als 15 Grad hatte. Manche Rennen wurden damals auch ohne Wertung durchgeführt.

Erste Veranstaltung war 2015

„Wir sind entsprechend gewappnet“, verspricht Luca Rohlmann, die für die Öffentlichkeitsarbeit im Club zuständig ist und sich ganz besonders auf das Wochenende freut. Denn der Schwabentrail feiert Jubiläum, zum zehnten Mal gehen menschliche und tierische Sportler in Renningen an den Start. 2015 fand die erste Rundenhatz statt, in zwei Corona-Jahren fiel die Veranstaltung aus, die auf die Initiative der aktuellen Club-Vorsitzenden Melanie Steger zurückgeht.

Das Kostümrennen erfreute sich 2025 großer Beliebtheit und wird dieses Jahr wiederholt.

Foto: privat

In diesen zehn Jahren hat es der Schwabentrail weit gebracht und ist mittlerweile einer der größten Zughunde-Events in Deutschland, klammert man die Schlittenhunderennen auf Schnee einmal aus. 183 Starter mit insgesamt 223 Hunden aus Deutschland, Belgien und der Schweiz haben sich für 2026 angemeldet, die Liste wurde längst geschlossen. „Einige Leute haben keinen Startplatz mehr ergattern können“, sagt Luca Rohlmann. Manche reisen dennoch an in der Hoffnung, dass der eine oder andere Gemeldete aus welchen Gründen auch immer nicht auftaucht und ein Platz frei wird.

Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Die Strecken durch den Wald wurden abgegangen, um mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen und um den Untergrund an manchen Stellen zu verfestigen. Die Wiesen, auf denen die Teilnehmer ihre Wohnmobile oder Zelte aufstellen, wurden überprüft, die nötigen Dixi-Toiletten, Müllcontainer und Wassertanks aufgestellt sowie die gesamte Verpflegung für Mensch und Tier organisiert. „Das stellt einen großen logistischen Aufwand dar“, unterstreicht Luca Rohlmann.

Ein Zughund vor dem Mountainbike – eine rasante Angelegenheit.

Foto: privat

Ohne eine ordentlich Zahl an Helfern ist die Mammutveranstaltung nicht mehr zu bewältigen. An den beiden Wettkampftagen Samstag (ab 10 Uhr) und Sonntag (ab 9 Uhr) sind 86 Freiwillige im Einsatz, die sich um Auf- und Abbau kümmern, die die Parkplätze überwachen, die die Impfpässe der Tier kontrollieren und Startnummern ausgeben sowie pro Tag zwölf Streckenposten, die die Gespanne in den Kategorien Lauf, Bike und Scooter über die drei Distanzen Short (2,0 km), Regular (4,3 km), Long (7,8 km) überwachen. Und selbstverständlich gibt es vier Personen, die regelmäßig Kotbeutel ausgeben und die Kotbeuteleimer leeren.

Buntes Rahmenprogramm

„Wir bieten zum Jubiläum ein buntes Rahmenprogramm“, betont Luca Rohlmann und verweist auf Kostümlauf, Ballonkünstler, Vorführungen, Gewinnspiel und Livemusik am Samstagabend. Die steigenden Temperaturen – des einen Leid, des anderen Freud: Für die sportlichen Vierbeiner sind weniger erfreulich, die Zuschauer dagegen empfinden sie als höchst angenehm.

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