Die Höhle der Löwen
: Kein Höhepunkt für Naturally Naughty

Zum Auftakt der neuen „Die Höhle der Löwen“-Staffel stellte ein Gründer sein Start-up Naturally Naughty gemeinsam mit Realitystar Micaela Schäfer vor. Doch der Pitch wurde härter als erwartet.
Von
Daniela Westermayer
Köln
Jetzt in der App anhören
Ingwer Sörensen präsentierte mit Micaela Schäfer Naturally Naughty in „Die Höhle der Löwen“.

Ingwer Sörensen präsentierte mit Micaela Schäfer Naturally Naughty in „Die Höhle der Löwen“.

RTL / Bernd-Michael Maurer

Die berühmteste Arena im deutschen Fernsehen hat ihre Tore wieder für innovative Start-ups geöffnet: Bereits zum 20. Mal stellen kreative Gründerinnen und Gründer bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX ihre Produkte den Investorinnen und Investoren vor und hoffen auf einen Deal.

Zum Auftakt der Jubiläumsstaffel am 7. September 2026 kam direkt prominenter Besuch: Erotik-Queen und Realitystar Micaela Schäfer unterstützte Naturally Naughty als Markenbotschafterin beim Pitch. Gründer Ingwer Sörensen präsentierte sein aphrodisierendes Ingwer-Spray und Massageöl. Es kam zu einer hitzigen Debatte unter den Löwinnen und Löwen – aber kam es auch zum Deal?

Das steckt hinter Naturally Naughty

Naturally Naughty bringt Schärfe ins Schlafzimmer: „Wir haben verführerische Produkte, die die Sinne beleben“, erklärte Ingwer Sörensen. Das Sortiment besteht derzeit aus einem Ingwer-Spray und einem Massageöl. Beide versprechen eine aphrodisierende Wirkung.

Das Spray wird direkt in den Mund oder in den Intimbereich gesprüht und regt so die Durchblutung an. Es soll den Höhepunkt intensivieren.

Der Gründer erhoffte sich 75.000 Euro für zehn Prozent seiner Firmenanteile.

Interesse und Kritik an Inwger-Spray

Die Investorinnen und Investoren waren an den Produkten interessiert, probierten das Spray sogar alle im Mund aus. „Es ist wirklich scharf“, fand Janna Ensthaler. Judith Williams machte sich Sorgen um das andere Anwendungsgebiet. Micaela Schäfer beteuerte jedoch, dass es untenrum lediglich kribbele und ein angenehmes Gefühl auslöse.

Dass das Produkt über den Webshop, auf Messen und in Boutiquen verkauft wird, kam bei den Löwinnen und Löwen gut an. Auch, dass das Start-up bereits beim österreichischen Pendant „2 Minuten 2 Millionen“ erfolgreich war, nahmen sie anerkennend wahr. Doch als der Gründer seine Umsätze nannte – bis dato im fünfstelligen Bereich –, waren sie schockiert.

75.000 Euro im vierten Jahr seien zu wenig. Janna Ensthaler schob es auf die Nische, in der sich das Start-up bewege. Doch Judith Williams hielt dagegen, der Erotikmarkt sei riesig. Es entbrannte eine teils hitzige Debatte.

„Das ist ja katastrophal“

„Das ist ja katastrophal“, fand Frank Thelen schließlich. „Ganz ehrlich, das ist ein ganz schwacher Auftritt.“ Für ihn war das Thema damit erledigt. Janna Ensthaler konnte dem nur zustimmen und erklärte: „Ich bin raus.“

Judith Williams glaubte, die potenziellen Käuferinnen und Käufer seien schlicht verwirrt, was die Produkte anginge. „Eure Markenpositionierung, euer ganzes Storytelling ist nicht on point.“ Ihr Tipp: „Ihr müsst die Marke schärfen. Ihr müsst die USPs der Produkte schärfen.“ Anschließend erklärte sie, dass sie raus sei. Ralf Dümmel gab ebenfalls kein Angebot ab.

Und was sagte Neu-Löwe Andreas Herb? „Mir fehlt bei dem Produkt die klare Botschaft [...] Es muss deutlicher werden und mehr aussagen, was es wirklich bringt.“ Dann kam die niederschmetternde Nachricht: „Ich bin raus.“ Fünfmal ein klares Nein – bitter! Alles andere als ein Höhepunkt für den Gründer.

Die Enttäuschung war Ingwer Sörensen und seiner Markenbotschafterin ins Gesicht geschrieben.