Elyas M'Barek in Erklärungsnot
: „Ich bin kein Deutscher“

Ein falsch ausgesprochener Schauspielername brachte Elyas M'Barek in Erklärungsnot. Der Filmstar nahm es mit Humor.
Von
Katrin Jokic
Berlin
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Elyas M'Barek.

Elyas M'Barek.

© NDR/Thorsten Jander

Elyas M’Barek (44) ist aus der deutschen Kinolandschaft kaum wegzudenken. Doch ausgerechnet bei einem Duell rund um deutsche Filmkomödien geriet der Schauspieler am Samstagabend in der ARD-Sendung „Klein gegen Groß“ ins Stolpern. Der Grund: Ein Schauspielerkollege, dessen Namen M’Barek einfach nicht richtig aussprechen wollte.

Bei dem von Kai Pflaume moderierten Duell trat M’Barek gegen die junge Kandidatin Lilienne an. Die Aufgabe: Bekannte Dialoge aus erfolgreichen deutschen Filmkomödien wurden von Kindern neu synchronisiert. Anhand der ungewöhnlichen Junior-Versionen mussten die beiden Kontrahenten erkennen, aus welchem Film die jeweiligen Szenen stammten.

Elyas M’Barek scheitert am Namen von Bjarne Mädel

Gleich bei seinem ersten Versuch erkannte M’Barek den Film „25 km/h“ richtig. Auch einen der beiden Hauptdarsteller konnte er problemlos benennen: Lars Eidinger. Beim Namen des zweiten Schauspielers wurde es allerdings schwierig.

„Björne Madel“, versuchte es M’Barek zunächst. Weil er selbst merkte, dass etwas nicht stimmte, korrigierte er sich auf „Björne Mädel“. Doch auch das war nicht ganz richtig. Der gesuchte Schauspieler heißt schließlich Bjarne Mädel.

Moderator Kai Pflaume hakte prompt nach und wollte wissen, wie der Kollege denn nun genau heiße und ob M’Barek schon einmal mit ihm gedreht habe. Als der Schauspieler weiterhin mit dem Namen kämpfte, scherzte Pflaume, dass es wohl auch künftig nicht zu einer gemeinsamen Produktion kommen werde.

„Heute ist Payback“: M’Barek rechtfertigt seinen Patzer

M’Barek ließ die kleine Namenspanne allerdings nicht auf sich sitzen und hatte sofort eine Erklärung parat. Schließlich sei sein eigener Name schon unzählige Male falsch geschrieben oder ausgesprochen worden. Von „Elyas Mubarak“ bis „Mibarek“ habe er sich bereits einiges anhören müssen - sogar bei Preisverleihungen.

Deshalb habe er sich mittlerweile einen gewissen Freifahrtschein verdient, auch einmal einen deutschen Namen falsch auszusprechen. „Heute ist Payback“, scherzte der Schauspieler.

Und legte mit einem weiteren Spruch nach: „Ich bin kein Deutscher.“ Die Aussage war erkennbar nicht ernst gemeint, sondern Teil seiner humorvollen Verteidigung.

Tatsächlich wurde M’Barek in München geboren und wuchs dort auf. Seine Mutter stammt aus Österreich, sein Vater aus Tunesien. In der Sendung bezeichnete er sich selbst als „halben Österreicher“.

Kai Pflaume zeigte sich schließlich gnädig und ließ M’Barek den Punkt trotz des falsch ausgesprochenen Namens. Allerdings nicht ohne eine Einschränkung: „Wenn's am Ende unentschieden steht, ziehe ich den wieder ab.“

Junge Kandidatin Lilienne schlägt den Kinostar

So weit sollte es allerdings gar nicht kommen. Denn Lilienne erwies sich als die bessere Kennerin deutscher Filmkomödien und setzte sich am Ende mit 4:2 Punkten gegen den prominenten Schauspieler durch.

Für ihren Sieg erhielt sie einen ganz besonderen Preis: sämtliche Bücher ihrer Lieblingsreihe „Woodwalkers“ von Autorin Katja Brandis. Bislang hatte sich Lilienne die Bücher immer ausleihen müssen. Nun darf sie die gesamte Reihe ihr Eigen nennen.

Damit nicht genug: Die junge Kandidatin bekam außerdem eine persönliche Videobotschaft von Katja Brandis, die sie zu einem Treffen einlud.

Und auch wenn Elyas M’Barek das Duell verlor, sorgte er mit seinem charmanten Versuch, sich aus dem Namenspatzer herauszureden, für einen der unterhaltsamen Momente des Abends.