Jürgen Vogel, eines der bekanntesten deutschen Filmgesichter, spricht im Interview mit der StZ über Kampfsport, Schönheits-OPs, seinen Tauchschein und seine Vorbilder. Und er verrät, warum er so gerne Kriminelle spielt.
Typisch Jürgen Vogel: der Schauspieler zeigt Zähne.
dpa
Jürgen, ist es wahr, dass du den Tauchschein gemacht hast, um deine Angst vor dem Ertrinken zu bekämpfen?
Du hattest Todesangst?
Dabei wirkst du wie jemand, den so leicht nichts erschüttern kann.
Erklärt das deine Affinität zu gebrochenen Figuren?
Vergewaltiger, Sterbender, Killer, Selbstmörder. Suchst du dir die Rollen aus, oder suchen sich die Rollen dich aus?
Was ist deine Schwäche?
Deine erste Casterin hat über dich gesagt: Der kann gut Kriminelle. Ist das ein Kompliment – oder ein Stigma?
Wie kam die Casterin darauf?
. . . die Zähne . . . ?
Stimmt es, dass einige herausgeschlagen wurden?
Täter oder Opfer, was ist leichter zu spielen?
In dem Thriller „Tod einer Polizistin“ spielst du jetzt einen Mann, der zu Unrecht im Gefängnis sitzt und ausbricht, um sich zu rächen. Ist das die größte Herausforderung, wenn die Grenze zwischen Opfer und Täter fließend ist?
Wie hast du es geschafft, dich in den Mann reinzufühlen?
Dein Gegenspieler ist Götz George. Warum war es dein Traum, mit ihm zusammenzuarbeiten?
Hast du dich ihm am Set auf Augenhöhe genähert?
Was kann der jüngere Bad Boy vom älteren lernen?
Welche anderen Schauspieler haben dich geprägt?
Könntest du – als Vater von fünf Kindern – auch einen Pädophilen spielen?
Sich zu trauen, über den eigenen Schatten zu springen, ist das eine. Sich dabei der Kamera auszuliefern, das andere. Hast du gar keine Angst davor, dich zu entblößen?
Hat „Der freie Wille“ das geschafft?
Was wäre aus dir geworden, wenn du nicht die Schauspielerei für dich entdeckt hättest?
Du machst seit deinem 14. Lebensjahr Jiu-Jitsu. Was hat das mit der Schauspielerei gemein?
Wie bist du überhaupt zur Schauspielerei gekommen?
. . . so fing es also an mit dem Bad Boy. Spätestens seit der Komödie „Keinohrhase“ (2007) weiß man auch: der Bad Boy hat Humor. Du trittst auf mit perfektem Gebiss. Wie hat sich das angefühlt?
. . . einer Po-gelifteten Jürgen-Vogel-Parodie. Was ist so schlimm an Schönheitsoperationen?