Vorschauf auf „Die Kanlzei“ heute Abend im ARD
: Diese übersehene Spur könnte einen Unschuldigen retten

In der heutigen Folge von „Die Kanzlei“ übernimmt Markus Gellert einen Fall, in dem die Schuldfrage längst geklärt scheint. Bis eine übersehene Spur alles infrage stellt.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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ARD DIE KANZLEI VI. STAFFEL, FOLGE 69 (WH.), "Unter Druck", am Dienstag (21.07.26) um 20:15 Uhr im ERSTEN.
Anwalt Markus Gellert (Herbert Knaup, l.) vertritt den Rettungssanitäter Jens Kolbe (Tom Böttcher, r.), der mit seinem Wagen einen Unfall verursacht haben soll.
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ARD DIE KANZLEI VI. STAFFEL, FOLGE 69 (WH.), "Unter Druck", am Dienstag (21.07.26) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Anwalt Markus Gellert (Herbert Knaup, l.) vertritt den Rettungssanitäter Jens Kolbe (Tom Böttcher, r.), der mit seinem Wagen einen Unfall verursacht haben soll.

ARD/Georges Pauly

Jens Kolbe ist mit einem Herzinfarktpatienten auf dem Weg ins Krankenhaus, als sein Rettungswagen außerhalb Hamburgs von der Straße abkommt und gegen einen Baum prallt. Der Patient stirbt, Kolbes Kollegin Sandra fällt schwer verletzt ins Koma.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Rettungssanitäter fahrlässige Tötung und schwere Körperverletzung vor. Kolbe beteuert jedoch seine Unschuld: In der Kurve sei ihm ein Auto auf seiner Fahrbahn entgegengekommen. Er habe ausweichen müssen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern.

Gellert zweifelt an den Ermittlungen

Spuren eines zweiten Fahrzeugs gibt es zunächst nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft halten Kolbes Aussage deshalb für eine Ausrede. Selbst sein bisheriger Anwalt rät ihm, die Schuld einzugestehen und auf eine Bewährungsstrafe zu hoffen.

Markus Gellert übernimmt den Fall und stellt die Ermittlungen infrage. Wurde wirklich gründlich nach dem anderen Auto gesucht – oder stand Kolbes Schuld zu früh fest?

Charlie entdeckt schließlich einen wichtigen Hinweis: Etwa zur Unfallzeit wurde in einem benachbarten Ort ein Fahrzeug geblitzt. Die Aufnahme könnte Kolbes Geschichte bestätigen. Nun muss Gellert den Fahrer finden und beweisen, dass er tatsächlich am Unfall beteiligt war.

Vor Gericht kommt zudem ein persönliches Geheimnis ans Licht: Sandra war nicht nur Kolbes Kollegin. Die beiden waren ein Paar und wollten heiraten.

Isa legt sich mit der Justiz an

Parallel vertritt Isa von Brede Richter Greinert. Ihm wird vorgeworfen, zu langsam zu arbeiten und zu wenige Verfahren abzuschließen. Greinert hält dagegen: Er sei nicht langsam, sondern gründlich.

Seine Urteile brauchen mehr Zeit, werden dafür aber seltener in höheren Instanzen korrigiert. Isa stellt deshalb eine grundsätzliche Frage: Darf die Justiz Richter zu mehr Tempo drängen, wenn dadurch die Sorgfalt leidet?

Beide Fälle drehen sich damit um dasselbe Problem: Greinert wird kritisiert, weil er sich zu viel Zeit nimmt. Kolbe droht eine Verurteilung, weil sich die Ermittler möglicherweise zu wenig Zeit genommen haben.

Auch privat bleibt es angespannt. Gellert und Staatsanwältin Barbara Geldermann stehen sich im Gerichtssaal auf gegnerischen Seiten gegenüber – und müssen Beruf und Beziehung voneinander trennen.