Firma Pfisterer: Wie ein Hidden Champion international wächst

Am Stammsitz in Winterbach entwickelt Pfisterer Technologien, die weltweit zum Einsatz kommen.
PfistererWenn über die Zukunft des Industriestandorts Baden-Württemberg gesprochen wird, fallen meist die Namen der großen Konzerne. Die Entwicklungen bei Automobilherstellern, Zulieferern und Technologiekonzernen bestimmen die Schlagzeilen. Doch die Zukunft der Wirtschaft entsteht nicht nur in den bekannten Unternehmenszentralen zwischen Stuttgart, Sindelfingen und Untertürkheim.
Nur wenige Kilometer östlich der Landeshauptstadt schreibt ein Unternehmen eine andere Geschichte. Die Pfisterer Gruppe mit Sitz in Winterbach wächst seit Jahren kontinuierlich, investiert Millionenbeträge in neue Technologien und baut ihre internationale Präsenz aus.
Dabei kennen die wenigsten den Namen des Unternehmens. Die Produkte des Energieinfrastrukturspezialisten sind für die meisten Menschen unsichtbar – und doch kommen sie überall dort zum Einsatz, wo Strom zuverlässig übertragen werden muss: in Umspannwerken, Windparks, Stromtrassen und urbanen Verteilernetzen auf der ganzen Welt.

Konstantin Kurfiss, der zweite Mann im Vorstand.
PfistererVom Familienunternehmen zum Global Player
Was einst als regional verwurzeltes Familienunternehmen begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem internationalen Anbieter entwickelt. Mittlerweile ist die Firma Pfister an 19 Standorten in 15 Ländern vertreten und beliefert Kunden in mehr als 90 Ländern.
Besonders stark wächst aktuell die Nachfrage nach Lösungen für die Energiewende und den weltweiten Ausbau der Stromnetze. Der wirtschaftliche Erfolg spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im Geschäftsjahr 2025 das Unternehmen seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen auf rund 450 Millionen Euro.
„Wir dürfen uns in Deutschland nicht kleinreden“, sagt Johannes Linden, Vorstand bei Pfitzer. „Wenn man international unterwegs ist, erfährt man viel Anerkennung für Made in Germany“.

Vorstand Dr. Johannes Linden.
PfistererFachkräfte gesucht
Mit dem Wachstum der Firma steigt auch der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern. Gesucht werden unter anderem Elektroingenieure, Techniker, Facharbeiter und Spezialisten für internationale Projekte.
Aktuell beschäftigt Pfisterer weltweit rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den kommenden Jahren soll die Belegschaft weiter wachsen.
Millioneninvestition in Zukunftstechnologien
Aktuell investiert Pfister in eines der modernsten Hochspannungslabore Europas. Dort sollen künftig Komponenten für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HVDC) getestet werden – eine Schlüsseltechnologie für Transport großer Strommengen über weite Entfernungen.
Mit solchen Investitionen will das Unternehmen seine Rolle beim Ausbau moderner Stromnetze weiter stärken. Denn der Bedarf an leistungsfähiger Energieinfrastruktur wächst weltweit.
Während viele Debatten von den Herausforderungen der Industrie geprägt sind, zeigt Pfisterer eine andere Seite des Standorts Baden-Württemberg: Innovation, Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit entstehen häufig dort, wo sie außerhalb der Branche kaum jemand vermutet.
Der Hidden Champion aus Winterbach steht stellvertretend für zahlreiche mittelständische Unternehmen, die mit technologischem Know-how und langfristigem Denken dazu beitragen, die Zukunft des Industriestandorts Deutschland zu gestalten – oft fernab der großen öffentlichen Aufmerksamkeit.
Weitere Informationen rund um die Firma Pfisterer finden Interessierte auf der Webseite des Unternehmens.