Abstimmung über neue Euro-Banknoten
: So sehen die Designs der Scheine aus

Die EU will neue Euro-Scheine einführen. Über die Designs kann jetzt abgestimmt werden.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Eine Auswahl der neuen Euro-Banknoten-Designs

Eine Auswahl der neuen Euro-Banknoten-Designs

Europäische Zentralbank

Die Euro-Banknoten sollen ein neues Erscheinungsbild bekommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zehn Gestaltungsvorschläge für die nächste Banknotenserie vorgestellt. Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa können die Entwürfe nun bewerten und ihre Favoriten auswählen. Eine Übersicht der Designs finden Sie in unserer Bildergalerie:

  • Design A - Studio Joost Grootens

    Design A - Studio Joost Grootens

    Europäische Zentralbank
  • Design B - PunktFormStrich

    Design B - PunktFormStrich

    Europäische Zentralbank
  • Proposal C - Neue Gestaltung GmbH

    Proposal C - Neue Gestaltung GmbH

    Europäische Zentralbank
  • Proposal D - Rudy Guedj and François Girard-Meunier

    Proposal D - Rudy Guedj and François Girard-Meunier

    Europäische Zentralbank
  • Proposal E - Myrsini Vardopoulou

    Proposal E - Myrsini Vardopoulou

    Europäische Zentralbank
  • Proposal F - Jan Robert Dünnweller

    Proposal F - Jan Robert Dünnweller

    Europäische Zentralbank
  • Proposal G - Rubio & del Amo and Cruz más Cruz

    Proposal G - Rubio & del Amo and Cruz más Cruz

    Europäische Zentralbank
  • Proposal H - Atelier Goppel-Toperngpong

    Proposal H - Atelier Goppel-Toperngpong

    Europäische Zentralbank
  • Proposal I - Isabelle Daëron

    Proposal I - Isabelle Daëron

    Europäische Zentralbank
  • Proposal J - Ville Tietäväinen

    Proposal J - Ville Tietäväinen

    Europäische Zentralbank
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Die öffentliche Online-Umfrage läuft bis zum 21. September 2026. Die endgültige Entscheidung über das künftige Design will der EZB-Rat voraussichtlich gegen Ende des Jahres treffen. Die Teilnahme an der Umfrage erfolgt unter diesem Link.

Zehn Entwürfe stehen zur Auswahl

Die zehn Gestaltungsvorschläge basieren auf zwei Themen: „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“. Die Motive sollen unterschiedliche Seiten Europas zeigen und gleichzeitig eine gemeinsame europäische Identität vermitteln.

Beim Thema „Europäische Kultur“ stehen das kulturelle Erbe und das gesellschaftliche Leben in Europa im Mittelpunkt. Die Entwürfe können beispielsweise Persönlichkeiten, kulturelle Orte oder gemeinschaftliche Aktivitäten zeigen.

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Das Thema „Flüsse und Vögel“ verbindet europäische Naturlandschaften mit Tiermotiven. Flüsse stehen dabei sinnbildlich für Verbindungen über Ländergrenzen hinweg. Die Vogelmotive sollen unter anderem Freiheit und die Vielfalt Europas darstellen.

Die Entwürfe umfassen die verschiedenen Stückelungen der Euro-Banknoten. Dazu gehören die Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Euro. Die Gestaltungsvorschläge unterscheiden sich unter anderem durch ihre Farbgebung, die Auswahl der Motive und die grafische Umsetzung.

Bei den bisher veröffentlichten Entwürfen handelt es sich noch nicht um die endgültigen Banknoten. Das ausgewählte Konzept soll nach der Entscheidung weiterentwickelt und technisch geprüft werden.

So läuft die Abstimmung ab

Menschen aus ganz Europa können an der Online-Umfrage teilnehmen und ihre Einschätzung zu den zehn Entwürfen abgeben. Die öffentliche Beteiligung ist ein Bestandteil des Auswahlverfahrens. Die Ergebnisse der Umfrage entscheiden jedoch nicht allein darüber, welches Design künftig auf den Euro-Scheinen zu sehen sein wird.

Parallel zur offenen Befragung lässt die EZB dieselben Fragen von einem unabhängigen Meinungsforschungsinstitut stellen. Dafür soll eine repräsentative Stichprobe von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Euroraum befragt werden.

Bei der endgültigen Auswahl berücksichtigt der EZB-Rat neben den Umfrageergebnissen auch die Einschätzung der Fachjury und eine technische Bewertung der Entwürfe.

Mehr als 1.200 Bewerbungen für den Design-Wettbewerb

Die Gestaltungsvorschläge wurden im Rahmen eines europaweiten Design-Wettbewerbs ausgewählt. Nach Angaben der EZB hatten sich mehr als 1.200 Grafikdesignerinnen und Grafikdesigner beworben.

25 Bewerberinnen und Bewerber wurden eingeladen, konkrete Vorschläge für eines oder beide Themen zu entwickeln. Eine unabhängige Jury wählte anschließend die zehn Entwürfe aus, die nun der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der Jury gehörten 21 Fachleute aus verschiedenen Bereichen an. Dazu zählten unter anderem Grafikdesign, Kommunikation, Geschichte und Neurowissenschaft. Die Mitglieder waren jeweils von einer Zentralbank des Euroraums nominiert worden.

Wann kommen die neuen Euro-Banknoten?

Ein genauer Einführungstermin steht noch nicht fest. Nach der Auswahl muss das siegreiche Design weiter ausgearbeitet und umfassend getestet werden. Erst danach kann die Produktion der neuen Banknoten beginnen.

Die EZB geht davon aus, dass die Scheine in den darauffolgenden Jahren schrittweise in Umlauf gebracht werden. Bis die neuen Banknoten tatsächlich im Portemonnaie landen, dürfte es daher noch einige Zeit dauern.

Die bisherigen Euro-Banknoten behalten ihren Wert. Sie sollen auch nach der Einführung der neuen Serie gültig bleiben und zunächst parallel zu den neuen Scheinen verwendet werden können.

Es ist die erste vollständige Neugestaltung der Euro-Banknoten seit ihrer Einführung im Jahr 2002.

Neue Sicherheitsmerkmale und bessere Erkennbarkeit

Bei der Neugestaltung geht es nicht nur um das Aussehen der Scheine. Die neue Banknotenserie soll auch modernere und verbesserte Sicherheitsmerkmale erhalten. Dadurch soll die Echtheit der Banknoten leichter überprüft und der Schutz vor Fälschungen erhöht werden.

Zudem will die EZB die Nutzung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen verbessern. Auch ökologische Aspekte spielen bei der Entwicklung eine Rolle. Die Banknoten sollen langlebiger werden und mit nachhaltigeren Materialien und Produktionsverfahren hergestellt werden.

Die neuen Scheine sollen damit nicht nur moderner aussehen, sondern auch sicherer, zugänglicher und umweltfreundlicher werden.