Autozulieferer aus Friedrichshafen: ZF kommt mit Sparprogramm voran – Schulden bleiben hoch

Der Konzern hat mehr als 10 Milliarden Euro Schulden. (Symbolbild)
Felix Kästle/dpa- ZF steigert das bereinigte EBIT in neun Monaten von 1,0 auf 1,4 Milliarden Euro.
- Der Umsatz liegt bei 28,9 Milliarden Euro, organisch wächst er um 1,4 Prozent.
- Neue Aufträge aus Nordamerika treiben das Geschäft – Europa und Asien-Pazifik stagnieren.
- Restrukturierung und Effizienzmaßnahmen wirken laut Finanzvorstand Michael Frick.
- Nettoverschuldung beträgt 10,1 Milliarden Euro, Zinszahlungen bremsen den Abbau.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der Autozulieferer ZF hat sein bereinigtes operatives Ergebnis in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von einer Milliarde auf 1,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Friedrichshafen mitteilte. Wie hoch der Gewinn nach Steuern ausfiel, gab der Konzern nicht bekannt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, man gehe von einem positiven Nachsteuerergebnis aus.
Der Umsatz lag von Januar bis September nominal auf dem Niveau des Vorjahres und belief sich auf 28,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte, legte er um 1,4 Prozent zu.
Neue Aufträge aus Nordamerika sorgen für Auftrieb
Das Umsatzplus geht laut ZF vor allem auf neue Aufträge aus Nordamerika zurück. In Europa und im asiatisch-pazifischen Raum stagnierte das Geschäft dagegen. Andauernde geopolitische Spannungen sorgten weiterhin für Unsicherheit auf den weltweiten Fahrzeugmärkten.
ZF führt die Ergebnisverbesserung auch auf konzernweite Restrukturierungs- und Effizienzmaßnahmen zurück. „Wir sehen deutlich, dass unsere Maßnahmen wirken“, erklärte Finanzvorstand Michael Frick.
Schuldenlast bleibt hoch
Die Nettoverschuldung belief sich Ende September auf 10,1 Milliarden Euro. Damit lag sie rund 130 Millionen Euro unter dem Stand zum Jahresende 2025. Zu den Ursachen der hohen Schulden zählen unter anderem die Übernahmen des Autozulieferers TRW und des Bremsenspezialisten Wabco. Die Finanzierung war in der Niedrigzinsphase vergleichsweise günstig.
Dass die Schulden trotz der verbesserten operativen Entwicklung nur geringfügig zurückgingen, erklärte ein ZF-Sprecher mit den laufenden Zinszahlungen. Diese seien im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Nettoverschuldung nicht stärker reduziert worden sei.
Die Jahreszahlen für 2026 will ZF am 18. März 2027 vorstellen. „Den eingeschlagenen Weg von Restrukturierung, Kostensenkung, Schuldenabbau und höherer Geschwindigkeit gehen wir entschlossen weiter“, erklärte Frick.