Börse
: Berkshire kauft nach Kurssturz zu: Buffett-Nachfolger setzt Milliarden auf diese Aktie

Die Lennar-Aktie hat binnen eines Jahres rund ein Drittel ihres Wertes verloren. Berkshire Hathaway lässt sich davon nicht abschrecken. Unter Konzernchef Greg Abel baut die Beteiligungsgesellschaft ihre Position weiter aus.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Warren Buffett: Warren Buffett, damals noch CEO von Berkshire Hathaway, spricht während eines Interviews in der Fox Business Network-Sendung «Countdown to the Closing Bell» im Mai 2018. (zu dpa: «Buffett gibt Verwaltungsratsvorsitz bei Berkshire ab»)

Nach Kurssturz baut Berkshire Hathaway seine Beteiligung an Lennar aus. Warum Greg Abel trotz hoher Zinsen Milliarden auf die Aktie setzt.

Nati Harnik/AP/dpa

Laut einer Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC kaufte Berkshire Hathaway an drei Handelstagen bis Montag knapp 2,7 Millionen Lennar-A-Aktien. Damit hält der Konzern inzwischen rund 23,7 Millionen A-Aktien im Wert von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommen rund 528.000 B-Aktien, die jeweils über zehnmal so viele Stimmrechte verfügen. Die Beteiligung an Lennar nähert sich damit der Marke von zehn Prozent. Die Aktie reagierte positiv und stieg am Dienstag zeitweise um 6,6 Prozent auf 83,24 US-Dollar.

Lennar kämpft mit hohen Zinsen

Operativ bleibt das Umfeld schwierig. Hohe Hypothekenzinsen verteuern den Immobilienkauf und belasten die Nachfrage nach neuen Häusern. Der durchschnittliche Zinssatz für US-Hypotheken mit 30 Jahren Laufzeit stieg laut Freddie Mac zuletzt auf 6,95 Prozent. Vor einem Jahr lag er noch bei 6,26 Prozent. Auch die Geschäftszahlen zeigen den Druck: Lennars Umsatz sank im dritten Quartal von 8,81 auf 8,05 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,23 US-Dollar unter den Analystenerwartungen von 1,29 US-Dollar.

Berkshire setzt auf eine Erholung

Warum kauft Berkshire trotzdem weiter zu? CFRA-Analystin Catherine Seifert sieht darin eine klassische Value-Wette auf einen günstiger gewordenen Titel. Dazu passt, dass Berkshire bereits stark im Bau- und Immobiliengeschäft engagiert ist. Zum Firmenreich gehören unter anderem Clayton Homes, Benjamin Moore und Johns Manville. Zudem übernahm Berkshire im Juli Taylor Morrison.

Das Risiko bleibt

Lennar hat seine Prognose für die im laufenden Geschäftsjahr übergebenen Häuser bereits von 82.000 bis 83.000 auf 80.000 bis 81.000 Einheiten gesenkt. Bleiben die Hypothekenzinsen hoch, könnte sich die Erholung des US-Immobilienmarkts weiter verzögern. Berkshire setzt dennoch Milliarden auf Lennar und nutzt den deutlichen Kursrückgang für weitere Zukäufe.