Börse
: Warum steigt die Rheinmetall-Aktie? - Das ist der Grund

Die Rheinmetall-Aktie setzt ihre Erholung am Donnerstag fort und steigt wieder über die Marke von 1.000 €. Nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Monate greifen Anleger erneut zu. Doch was steckt hinter dem Kursanstieg?
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Grundsteinlegung für Rheinmetall AG Pulverwerk: 22.07.2026, Bayern, Aschau A. Inn: Eine Flagge der Rheinmetall AG weht anlässlich der Grundsteinlegung für ein Pulverwerk der Firma über dem Werksgelände. Foto: Uwe Lein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warum steigt die Rheinmetall-Aktie? US-Geschäft, Analysten und technische Signale treiben den Kurs über 1.000 €. Ist jetzt die Trendwende in Sicht?

Uwe Lein/dpa

Am Donnerstag notiert die Rheinmetall-Aktie am frühen Nachmittag bei rund 1.020 € und damit mehr als +2% im Plus. Bereits am Mittwoch hatte der DAX-Titel deutlich zugelegt. Trotz der jüngsten Erholung steht seit Jahresbeginn allerdings weiterhin ein Kursverlust von rund -37% zu Buche.

US-Geschäft weckt neue Fantasie

Ein möglicher Treiber der Kurserholung ist die Aussicht auf zusätzliche Aufträge aus den USA. Rheinmetall präsentierte sich vom 12. bis 14. Oktober auf der US-Rüstungsmesse AUSA in Washington. Dort stellte der Konzern unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, autonome Systeme und Flugabwehrtechnik vor. Der US-Verteidigungsmarkt bietet Rheinmetall langfristig erhebliche Wachstumschancen. Neue Großaufträge wurden im Zusammenhang mit der Messe allerdings bislang nicht gemeldet. Zusätzliche Unterstützung liefert die verbesserte Finanzierung. Erst kürzlich verdoppelte Rheinmetall seine Kreditlinie auf 1,5 Milliarden €. Damit verfügt der Konzern über mehr finanziellen Spielraum für den Ausbau seiner Produktionskapazitäten.

Analysten bleiben überwiegend optimistisch

Trotz des starken Kursrückgangs sieht die Mehrheit der Analysten weiterhin erhebliches Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 1.580 € und damit mehr als 50% über dem aktuellen Kursniveau. Allerdings gibt es auch skeptische Stimmen. Die Privatbank Berenberg senkte ihr Kursziel zuletzt von 1.600 auf 1.020 € und stufte die Aktie auf „Hold“ ab. Die Experten zweifeln insbesondere an den Wachstumsaussichten nach 2030.

Ist die Trendwende geschafft?

Neben den langfristigen Geschäftsaussichten dürfte auch eine technische Gegenbewegung zum Kursanstieg beitragen. Nach dem Rückfall auf 928,20 € Anfang Oktober zeigen erste technische Indikatoren eine Entspannung. Mit der Rückeroberung der 1.000-€-Marke verbessert sich das kurzfristige Chartbild. Für eine nachhaltige Trendwende müsste sich der Kurs allerdings dauerhaft darüber behaupten. Entscheidend werden nun die Quartalszahlen am 5. November. Anleger dürften besonders auf neue Großaufträge, die Umsatzentwicklung und die Profitabilität achten.

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