Elektromobilität im Alltag
: Reichweite von Elektroautos: Worauf es wirklich ankommt

AnzeigeDie Reichweite gehört für viele zu den wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Elektroautos. Doch wie weit ein E-Auto tatsächlich fährt, hängt nicht allein von der Batteriegröße ab. Wer die wichtigsten Einflussfaktoren kennt, kann die Alltagstauglichkeit deutlich besser einschätzen.
Von
NPG Digital
Stuttgart
Lange Fahrten auch in den Urlaub sind mittlerweile mit Elektroautos wie dem smart #1 kein Problem mehr.

Lange Fahrten in den Urlaub sind mittlerweile mit Elektroautos wie dem smart #1 kein Problem mehr.

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Für viele Interessenten beginnt der Einstieg in die Elektromobilität mit einer einzigen Frage: Reicht die Akkuladung für den Alltag? Die Antwort fällt heute deutlich positiver aus als noch vor wenigen Jahren. Moderne Elektroautos bieten Reichweiten, die den täglichen Mobilitätsbedarf vieler Menschen problemlos abdecken.

Dass immer mehr Menschen von der Elektromobilität überzeugt sind, zeigen aktuelle Zahlen: Laut Kraftfahrt-Bundesamts waren Anfang 2026 erstmals mehr als zwei Millionen batterieelektrische Pkw in Deutschland zugelassen – rund 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Reichweitenangst verliert zunehmend an Bedeutung

Die Sorge, unterwegs mit leerem Akku liegen zu bleiben, zählt noch immer zu den häufigsten Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Tatsächlich hat sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich verändert.

Neben größeren Batterien trägt vor allem der Ausbau der Ladeinfrastruktur dazu bei. Nach Angaben der Bundesnetzagentur stehen in Deutschland inzwischen mehr als 200.000 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung, darunter über 52.000 Schnellladepunkte. Das Netz wächst kontinuierlich weiter und macht es so deutlich einfacher, auch längere Strecken elektrisch zurückzulegen.

Moderne Navigationssysteme planen Ladestopps mittlerweile automatisch ein und berücksichtigen dabei Streckenprofil, Batteriestand und verfügbare Ladepunkte. Ladepausen lassen sich dadurch oft problemlos mit einer kurzen Erholung oder einem Restaurantbesuch verbinden.

WLTP-Reichweite und Alltag: Warum die Werte teilweise stark voneinander abweichen

Trotzdem ist die Akkukapazität, die potenzielle Reichweite und die Frage, wie man das Maximum davon abruft, ein zentrales Thema bei der Kaufentscheidung.

Beim Fahrzeugvergleich stößt man dabei schnell auf die sogenannte WLTP-Reichweite (kurz für „Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure“). Das standardisierte Messverfahren WLTP schafft vergleichbare Bedingungen für alle Hersteller und erleichtert die Orientierung für Verbraucher beim Fahrzeugkauf.

Autobahn, Landstraße oder Stadtverkehr – auch das Streckenprofil wirkt sich auf die Reichweite von Elektroautos wie dem smart #3 aus.

Autobahn, Landstraße oder Stadtverkehr – auch das Streckenprofil wirkt sich auf die Reichweite von Elektroautos wie dem smart #3 aus.

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Im Alltag lässt sich dieser Wert jedoch nicht immer erreichen. Wie weit ein Elektroauto tatsächlich kommt, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Außentemperatur – bei niedrigen Temperaturen verliert der Akku kurzfristig an Reichweite, bei extrem hohen Temperaturen kann er sogar dauerhaft Kapazität verlieren
  • Fahrstil und Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Streckenprofil
  • Beladung – mehr Gewicht heißt auch, mehr Energie muss aufgewendet werden, um es zu bewegen
  • Nutzung von Heizung oder Klimaanlage, die den Stromverbrauch erhöhen

Gerade auf der Autobahn steigt der Energieverbrauch aufgrund des höheren Luftwiderstands bei größeren Geschwindigkeiten deutlich an. Im Stadtverkehr wiederum können Elektroautos ihre Stärken ausspielen: Beim Bremsen gewinnt das Fahrzeug durch die sogenannte Rekuperation einen Teil der Energie zurück und speist sie wieder in die Batterie ein.

Mit richtiger Fahrweise mehr Kilometer aus jeder Akkuladung herausholen

Unabhängig von Faktoren, die man als Fahrer nicht beeinflussen kann, hängt die Reichweite also auch stark vom eigenen Fahrverhalten ab.

Die folgenden Maßnahmen können dabei helfen, den Energieverbrauch zu senken und dadurch die Reichweite zu erhöhen:

  • gleichmäßig und vorausschauend fahren
  • starke Beschleunigungen vermeiden
  • auf der Autobahn moderat unterwegs sein
  • Rekuperation durch Bremsen konsequent nutzen
  • Reifendruck regelmäßig kontrollieren
  • unnötiges Gewicht vermeiden
  • den Innenraum während des Ladens vorheizen oder vorkühlen, um erhöhten Stromverbrauch während der Fahrt zu vermeiden

Gerade in der kalten Jahreszeit kann das Vorwärmen des Fahrzeugs noch an der Ladestation oder der heimischen Wallbox mehrere Kilometer zusätzlicher Reichweite bringen, weil die Energie für das Aufheizen des Innenraums nicht erst während der Fahrt aus dem Akku entnommen werden muss.

Tatsächliche Reichweite richtet sich nach eigenem Fahrprofil

Die maximale Reichweite allein sollte deshalb nicht das wichtigste Kaufkriterium sein. Entscheidend ist vielmehr, wie das Fahrzeug tatsächlich genutzt wird. Wer überwiegend pendelt oder Kurz- und Mittelstrecken fährt, benötigt häufig deutlich weniger Reichweite, als zunächst vermutet wird.

Wer zuhause oder im Büro sein Elektroauto – im Bild der smart #3 – lädt, ist noch mit Elektroautos noch flexibler unterwegs.

Wer zuhause oder im Büro sein Elektroauto – im Bild der smart #3 – lädt, ist noch flexibler unterwegs.

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Ebenso lohnt es sich, die Faktoren zu kennen, die den Stromverbrauch beeinflussen. Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchte, findet im Ratgeber von smart zur Reichweite von Elektroautos eine verständliche Übersicht darüber, wie Temperatur, Fahrweise, Geschwindigkeit oder Ladeverhalten die tatsächlich erreichbare Distanz beeinflussen.

So zeigt sich: Für die meisten Alltagsfahrten reicht die Reichweite moderner Elektroautos heute problemlos aus. Wer das eigene Fahrprofil realistisch einschätzt und einige grundlegende Zusammenhänge kennt, kann den Umstieg auf die Elektromobilität deutlich entspannter angehen – und mit Blick auf die aktuellen Spritpreise und dank der Förderungen für E-Autos damit auch noch bares Geld sparen.

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