Erste Bilanz zur E-Auto-Förderung: Tesla ist der große Gewinner

Die Förderung wurde am häufigsten für den Kauf von Teslas genutzt.
Harald Tittel/dpaGut zwei Monate nach dem Start der neuen E-Auto-Förderung zeichnet sich ein klarer Gewinner ab: Unter den einzelnen Automarken liegt Tesla deutlich vorn. Bis zum 1. August wurden für Fahrzeuge des US-Herstellers 4.590 Förderungen bewilligt. Dahinter folgen Skoda mit 2.636 und Cupra mit 1.617 Bewilligungen. Das geht aus der aktuellen Statistik des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hervor.
Die Zahlen sind allerdings nicht mit Verkaufs- oder Zulassungszahlen gleichzusetzen. Erfasst werden ausschließlich Fahrzeuge, für die im Rahmen des neuen Förderprogramms eine Bewilligung ausgesprochen wurde. Anträge können seit dem 19. Mai 2026 gestellt werden, die Statistik bildet den Stand vom 1. August ab.
Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 26.875 Förderungen bewilligt. Nach Angaben des BAFA wurden bislang 117 Millionen Euro Fördermittel ausgezahlt.
Tesla Model Y besonders gefragt
Teslas Vorsprung geht vor allem auf zwei Modelle zurück. Für das Model Y weist die Statistik 3.067 Bewilligungen aus, für das Model 3 weitere 1.517. Model S und Model X spielen mit vier beziehungsweise zwei Fällen dagegen praktisch keine Rolle.
Damit konzentriert sich Teslas Fördergeschäft nahezu vollständig auf Model Y und Model 3.
Auch bei anderen Herstellern zeigen sich klare Favoriten. Hyundai kommt allein mit dem kompakten Inster auf 1.092 Bewilligungen. Bei Renault erreicht der Renault 5 E-Tech Electric 524 Fälle, der Renault 4 E-Tech Electric 345.
Auffällig stark schneiden zudem chinesische Hersteller ab. Leapmotor kommt als Marke auf 1.456 Bewilligungen und liegt damit auf Platz sechs. BYD folgt mit 1.338 auf Platz acht. Beim Leapmotor T03 wurden allein 754 Förderungen bewilligt, beim BYD Dolphin Surf sind es 440.
VW-Konzern liegt vor Tesla
Ein anderes Bild ergibt sich allerdings, wenn nicht einzelne Marken, sondern ganze Autokonzerne betrachtet werden. Hier liegt die Volkswagen AG mit 6.239 Bewilligungen auf Platz eins. Tesla folgt mit 4.590 vor Stellantis mit 3.838 und der Hyundai Motor Group mit 2.973 Fällen.
Volkswagen profitiert dabei von mehreren Marken. Neben VW selbst mit 1.473 geförderten Fahrzeugen gehören unter anderem Skoda, Cupra und Audi zum Konzern. In der Markenrangliste liegt VW deshalb lediglich auf Rang fünf, obwohl der Gesamtkonzern die Statistik anführt.
Mehr als neun von zehn Förderungen gehen an reine E-Autos
Die Zahlen zeigen außerdem, dass die neue Förderung bislang vor allem für reine Elektroautos genutzt wird. Von den insgesamt 26.875 Bewilligungen entfielen 24.794 auf batterieelektrische Fahrzeuge. Plug-in-Hybride kommen lediglich auf 2.081 Fälle. Damit machen reine E-Autos rund 92 Prozent der bisherigen Bewilligungen aus.
Nahezu ausgeglichen ist dagegen das Verhältnis von Kauf und Leasing. 13.689 geförderte Fahrzeuge wurden gekauft, 13.186 geleast.
Bei den Einkommen entfällt die größte Gruppe auf Haushalte mit bis zu 45.000 Euro: Für sie wurden 13.064 Förderungen bewilligt. Weitere 6.043 Fälle betreffen Einkommen zwischen 45.001 und 60.000 Euro.
Die erste Bilanz zeigt damit zwei Dinge: Die Förderung wird bislang ganz überwiegend für reine Elektroautos genutzt – und Tesla profitiert unter den Einzelmarken am stärksten. Auf Konzernebene muss sich der US-Hersteller allerdings Volkswagen geschlagen geben.
