Studium und Ausbildung
: Wirtschaftsingenieur – ein Beruf mit Zukunft?

AnzeigeWirtschaftsingenieure sind absolute Allrounder. Entsprechend vielfältig fallen auch die Stellenangebote für sie auf dem Arbeitsmarkt aus. Doch wie wird man Wirtschaftsingenieur, was sind die Inhalte des Studiums, wie die Berufsaussichten und Arbeitsfelder?
Von
MHSD
Stuttgart

Als Wirtschaftsingenieurs muss man technisch und betriebswirtschaftlich versiert sein.

Shutterstock/alphaspirit.it

Wirtschaftsingenieure sind Generalisten, denn sie schlagen eine Brücke zwischen Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften. Sie erlangen im Studium ausgeprägtes Business-Know-how und fundierte Engineering-Skills. Dabei können Studierende ihre Schwerpunkte frei wählen: Wer eher auf die betriebswirtschaftliche Seite des Studiums fokussiert, kann nach dem Studium etwa als Unternehmensberater arbeiten. Wer seinen Schwerpunkt mehr auf die technische Seite legt, für den sind Wirtschaftsingenieur-Jobs wie beispielsweise im Maschinenbau interessant. Das zeigt: So vielseitig wie das Studium sind auch die späteren Jobaussichten. Wir geben einen Überblick.

Daten und Fakten: Wissenswertes über den Beruf des Wirtschaftsingenieurs

Für wen ist das Studium zum Wirtschaftsingenieur geeignet?

Wer sich für wirtschaftliche und technische Themen interessiert, ein Verständnis für mathematisch-technische Aspekte mitbringt und über eine hohe Sozialkompetenz verfügt ist in einem Studium zum Wirtschaftsingenieur richtig.

Ist Wirtschaftsingenieurwesen schwer zu studieren?

Wer technisch interessiert ist und ein solides Grundverständnis in Fächern wie BWL oder Marketing mitbringt, für den ist das Studium relativ leicht machbar.

In welchen Schulfächern muss man gut sein, um Wirtschaftsingenieur zu werden?

Gute Noten in den Schulfächern Mathematik, Physik und Wirtschaft sind kein Nachteil.

Wie lange dauert das Studium zum Wirtschaftsingenieur?

An der Uni schließt man das Studium Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Titel Bachelor of Science ab. An Fachhochschulen ist durch den hohen Praxisanteil der Bachelor of Engineering üblich. Das Wirtschaftsingenieurwesen Studium an der Universität dauert meist sechs Semester.

Ist man als Wirtschaftsingenieur ein Ingenieur?

Während Ingenieure hauptsächlich planen, entwickeln und die Umsetzung überwachen, arbeiten Wirtschaftsingenieure stärker an Schnittstellen und betriebswirtschaftlichen Themen.

Auch in der Luft- und Raumfahrttechnik sind Wirtschaftsingenieure gefragt.

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In welchen Berufen arbeitet man nach dem Wirtschaftsingenieur-Studium?

Als angehender Wirtschaftsingenieur stehen einem nach deinem interdisziplinären Studium viele Branchen und Berufsfelder offen. Um etwas die Übersicht zu bekommen und eventuell die Berufswahl als Wirtschaftsingenieur zu erleichtern, stellen wir die wichtigsten Tätigkeitsfelder vor, in denen Wirtschaftsingenieure arbeiten.

Klassische Branchen für Jobs im Wirtschaftsingenieurwesen:

  • Automobilindustrie
  • Baubranche
  • Energieversorgung
  • Forschung und Entwicklung
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Logistik Luft- und Raumfahrzeugbau
  • Maschinenbau
  • Medizintechnik
  • Unternehmensbezogene Dienstleistungen
  • Dank des betriebswirtschaftlichen Know-hows übernehmen Wirtschaftsingenieure andere Jobs als Absolventen aus reinen Ingenieurstudiengängen. Deswegen stellen wir Jobs vor, die BWL-Kenntnisse sowie technisches Fachwissen voraussetzen.

    Wirtschaftsingenieur-Jobs im Controlling

    Im Controlling kalkuliert, überprüft und reduziert der Wirtschaftsingenieur die Kosten innerhalb eines Unternehmens. Dabei ist man in allen Bereichen des Unternehmens tätig, entwirft Controlling-Systeme, trifft Investitionsentscheidungen, analysiert Kostenstrukturen und prüft Projekte auf deren Wirtschaftlichkeit. Gerade in technischen Betrieben kann man als Wirtschaftsingenieur neben dem betriebswirtschaftlichen Wissen auch mit einem guten Verständnis für die betrieblichen Abläufe punkten.

    Wirtschaftsingenieur-Jobs in der Produktion

    Wirtschaftsingenieure, die in der Produktion tätig sind, übernehmen Aufgaben der Planung und Kontrolle sowie der Organisation und Durchsetzung von Fertigungsprozessen. Sie kümmern sich unter anderem um die Ermittlung und Entwicklung kostenoptimaler Produktionsprogramme, die Entwicklung von Modellen für den wirtschaftlichen Fertigungsablauf und achten allgemein darauf, Kosten zu minimieren.

    Auch als Einkäufer vor Ort sind Wirtschaftsingenieure im Einsatz.

    Shutterstock/RossHelen

    Wirtschaftsingenieur-Jobs im Einkauf

    Wirtschaftsingenieure können auch im Einkauf eines Unternehmens tätig werden. In diesem Bereich gehört es zu ihren Aufgaben, qualitativ hochwertige Rohstoffe und Materialien möglichst preisgünstig am Markt einzukaufen. Denn das kann maßgeblich den Gewinn oder Verlust eines Unternehmens beeinflussen. Das Studium der Ingenieurwissenschaften beinhaltet auch das Fach Materialwissenschaft, weshalb Wirtschaftsingenieure auch in diesem Bereich besonders gut ausgebildet sind. Internationale Geschäfte abwickeln, Verträge schließen und die Begutachtung der Produktionsstätten der Zulieferer gehören zu den Aufgaben im Einkauf.

    Wirtschaftsingenieur-Jobs in der Unternehmensberatung

    Als Wirtschaftsingenieur kann man auch in der Unternehmensberatung, insbesondere im Ingenieurwesen arbeiten. Man berät technisch-geprägte Firmen in Wirtschaftsfragen und leistet Rechtsberatung. In dieser Branche sind Wirtschaftsingenieure aufgrund ihres technischen Know-hows sehr gefragt, weil sie den ganzheitlichen Blick auf das Unternehmen haben. Als Berater muss der Wirtschaftsingenieur komplexe unternehmerische Fragestellungen überschauen. Dabei wird er in Fragen des Marketings, der Unternehmensstrategie, zu Arbeitsabläufen und auch hochkomplexen technischen Fragen zurate gezogen.

    Wirtschaftsingenieur-Jobs in Marketing und Vertrieb

    Als Wirtschaftsingenieur im Marketing und Vertrieb gehören vor allem die Marktanalyse sowie die Entwicklung und Anpassung von Vertriebs- und Marketingstrategien zu den Aufgaben. Darüber hinaus sind die Wirtschaftsingenieure mit der Produkt- und Sortimentsgestaltung, mit der Erschließung neuer Käuferschichten und der Marktforschung betraut.

    Je nach Branche können Wirtschaftsingenieure unterschiedlich viel verdienen.

    Shutterstock/kirill_makarov

    Was verdient man als Wirtschaftsingenieurin?

    Das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens zahlt sich aus. Denn bereits Berufseinsteiger können sich über ein hohes Einstiegsgehalt von durchschnittlich 52.832 Euro brutto im Jahr freuen.

    Wie hoch das Einstiegsgehalt tatsächlich ausfällt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

    Der akademische Abschluss

    Je höher die Qualifikation, desto höher das Gehalt. Mit einem Abschluss im Ingenieurwesen verdient man durchschnittlich:

  • Nach Promotion zirka 77.000 Euro
  • Mit Masterabschluss 58.378 Euro
  • Mit Bachelorabschluss rund 54.743 Euro
  • Der Standort des Unternehmens

    Die Top-Fünf-Städte für Berufe im Ingenieurwesen:

  • Stuttgart: 69.259 Euro
  • Düsseldorf: 68.631 Euro
  • Frankfurt: 67.199 Euro
  • Mannheim: 66.109 Euro
  • Köln: 66.009 Euro
  • Generell lässt sich auch bei Jobs für Wirtschaftsingenieure feststellen, dass die Gehälter im Westen des Landes immer noch höher ausfallen als die im Osten.

    Die Branche

    Wer einen gutbezahlten Job möchte, sollte auch auf die Branche achten, in der er nach dem Studium anheuert;

  • Pharmaindustrie: 69.682 Euro
  • Chemie- und Erdölindustrie: 68.798 Euro
  • Fahrzeugbau: 67.735 Euro
  • Metallindustrie: 64.529 Euro
  • Elektrotechnik: 64.100 Euro
  • Sind Wirtschaftsingenieure gefragt?

    Insgesamt ist die Zukunft der Wirtschaftsingenieure sehr vielversprechend. Unternehmen werden Experten benötigen, die in der Lage sind, komplexe Geschäftsprozesse und Technologien zu verwalten, um eine höhere Effizienz und Rentabilität zu erreichen.

    Fazit: Durch ihre Interdisziplinarität stehen Wirtschaftsingenieuren nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums viele unterschiedliche Branchen und Berufsfelder offen. Das ist generell sehr positiv und sorgt dafür, dass man sich im Laufe des Berufslebens immer wieder neuen Berufschancen stellen und sich umorientieren kann.

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