Minus 3,5 %
: Warum fällt die Volkswagen-Aktie? - Das steckt dahinter

Die Volkswagen-Aktie steht am Donnerstagvormittag deutlich unter Druck. Anleger richten ihren Blick auf die jüngsten Unternehmenssignale und die weitere Entwicklung des Autobauers.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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VW: Eine Rote-Flagge weht vor dem VW-Logo in Emden. (zu dpa: «Kreise: VW und Arbeitnehmer treffen sich am 30. September»)

Die Volkswagen-Aktie fällt am Donnerstagvormittag auf 71,36 Euro. Was Anleger jetzt bei VW im Blick behalten.

Lars Penning/dpa

Die VW-Vorzugsaktie notiert bei 71,36 Euro und liegt damit rund 3,5 Prozent im Minus. Bereits am Vortag hatte das Papier auf Xetra deutlich nachgegeben. Im Mittelpunkt stehen eine gesenkte Renditeprognose und hohe Sonderbelastungen.

Abschreibung belastet Renditeziel

Volkswagen erwartet für 2026 nur noch eine operative Umsatzrendite von höchstens einem Prozent. Zuvor hatte der Konzern eine Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent angepeilt. Auslöser ist vor allem eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung auf die Porsche AG von rund sechs Milliarden Euro. Insgesamt beziffert Volkswagen die das operative Ergebnis belastenden Sondereffekte im laufenden Jahr auf etwa zehn Milliarden Euro.

Schwaches China-Geschäft im Fokus

Zusätzlich belasten anhaltend schwache Geschäfte in China die Renditen der Kernmarken Volkswagen Pkw und Audi. Auch der beschleunigte Wandel zur Elektromobilität wirkt sich auf die Ertragslage aus. Bereinigt um die Sondereffekte erwartet Volkswagen weiterhin eine operative Umsatzrendite von rund vier Prozent. Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen für 2026 mit rund 315 Milliarden Euro.

Tarifgespräche rücken näher

Neben den operativen Themen beobachten Marktteilnehmer die Tarifentwicklung. Die IG Metall fordert für die rund 130.000 VW-Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Am 30. September steht in Hannover ein Überprüfungsgespräch zum Zukunftstarifvertrag an. Zudem warten Anleger auf die Zahlen zum dritten Quartal, die Volkswagen am 29. Oktober vorlegen will.