ÖPNV: Wo am Mittwoch gestreikt wird

Viele Bahnen und Busse werden am Mittwoch stehen bleiben.
Imago/Panama PicturesWer in dieser Woche zur Schule, auf die Arbeit oder zum Arzttermin muss, wartet vielerorts vergeblich an der Haltestelle. Der Grund ist – wie so oft – ein Streik im kommunalen Nahverkehr. Zu einer bundesweiten Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.
Laut der sind bis Samstag regional an unterschiedlichen Tagen Arbeitskämpfe geplant, mit dem Freitag (1. März) als Hauptstreiktag. Dann soll es gemeinsam mit Fridays for Future in vielen deutschen Städten auch Kundgebungen geben. Bayern ist das einzige Bundesland, in dem nicht gestreikt wird.
Wo wird heute gestreikt?
An diesem Mittwoch, 28. Februar, sind von der Arbeitsniederlegung folgende Bundesländer betroffen:
Wo wird in Baden-Württemberg gestreikt?
Am Montag teilte Verdi mit, dass sie in dieser Woche an zwei Tagen im Nahverkehr in Teilen Baden-Württemberg streiken will.
Von den ganztägigen Warnstreiks am Donnerstag und Freitag seien die kommunalen Nahverkehrsbetriebe in folgenden Städten betroffen:
Warum wird in Bayern nicht gestreikt?
Verdi verhandelt aktuell in allen Bundesländern über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe – abgesehen von Bayern. Hier ist der Tarifvertrag nicht gekündigt, wodurch hier nicht gestreikt werden kann.
Ist auch die Bahn vom Streik betroffen?
Nein. Fernzüge und auch die meisten S-Bahnen in Deutschland werden von der Deutschen Bahn (DB) betrieben. Diese verhandelt nicht mit Verdi, sondern mit der Lokführergewerkschaft GDL.
Was ist der Hintergrund des Wellen-Streiks von Verdi?
Regional gibt es große Unterschiede, was die Gewerkschaft für ihre Mitglieder erreichen möchte. Hauptsächlich gehe es „um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine Entlastung der Beschäftigten, beispielsweise durch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, Erhöhung des Urlaubsanspruches, zusätzliche Entlastungstage für Schicht- und Nachtarbeit sowie Begrenzung geteilter Dienste und unbezahlter Zeiten im Fahrdienst“, heißt es.
In Baden-Württemberg geht es auch um eine Absenkung der Arbeitszeit, außerdem pocht Verdi darauf, dass sich Arbeitnehmer Arbeitszeiten bei Verspätungen vollständig anrechnen lassen können. Auch eine Schichtzulage ist im Gespräch.