Sparpläne bei VW
: Audi-Werk auf der Kippe - OB aus Neckarsulm fordert Klartext

Kommt das Aus für das Audi-Werk Neckarsulm: OB Hertwig fordert von VW endlich klare Ansagen. Was eine mögliche Schließung für die Region und tausende Familien bedeuten könnte.
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red/dpa/lsw
Neckarsulm
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Steffen Hertwig (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Neckarsulm, fordert Klartext von Volkswagen in Sachen Audi-Werk Neckarsulm.

Bernd Weißbrod/dpa
  • VW soll Klarheit zur Zukunft des Audi-Standorts Neckarsulm liefern, fordert OB Hertwig.
  • Er warnt: Eine Schließung träfe Beschäftigte, Familien, Zulieferer und Dienstleister hart.
  • Berichte nennen mögliche Werksschließungen in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.
  • Aufsichtsrat beriet über neue Sparpläne – Beschlüsse gab es nicht.
  • Audi zählt 15.515 Beschäftigte in der Region; Protest vor dem Werk zog mehrere Hundert an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Oberbürgermeister von Neckarsulm, Steffen Hertwig (SPD), fordert vom Volkswagen-Konzern rasch Klarheit über die Zukunft des Audi-Standorts in seiner Stadt. „Es muss offen auf den Tisch, welche Überlegungen es gibt, welche Alternativen geprüft werden, und welche Rolle dieser Standort künftig im Konzern spielen kann“, teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. Man werde alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Standort zu retten und dabei zu unterstützen, ihn zukunftsfest zu machen.

Hertwig erklärte weiter, eine Schließung hätte massivste Auswirkungen auf die Stadt und die Region - nicht nur auf die Beschäftigten und ihre Familien, sondern auf Zulieferer, Dienstleister, Handwerker und viele andere Bereiche.

In Wolfsburg hatte der Aufsichtsrat von Volkswagen am Donnerstag über mögliche neue Sparpläne beraten. Beschlüsse gab es nicht. Laut „Manager Magazin“ könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut „Bild“ könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werke des VW-Konzerns in Deutschland könnten den Berichten zufolge geschlossen werden: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Audi-Werk mit über 15.000 Beschäftigten

Hertwig steht eigenen Angaben zufolge im Austausch mit Audi-Chef Gernot Döllner. Zudem werde es in wenigen Tagen ein Gespräch mit dem VW-Aufsichtsrat und dem Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen, Olaf Lies (SPD) geben. 

Gegen eine mögliche Schließung des Audi-Standorts hatten am Donnerstag mehrere hundert Menschen vor dem Werk protestiert. An der Veranstaltung, zu der die IG Metall aufgerufen hatte, nahm auch Oberbürgermeister Hertwig teil. Besonders bedrückend sei, dass es nach wie vor keine klare Äußerung von Aufsichtsrat und Vorstand des VW-Konzerns gebe, wie deren Planungen für Neckarsulm aussehen.

Der größte Arbeitgeber in der Region Heilbronn-Franken ist die Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) mit 23.105 Mitarbeitern in der Region, gefolgt von Audi mit 15.515, wie ein Sprecher der Kommune mitteilte. In Neckarsulm ist außerdem der IT-Dienstleister Bechtle ansässig.

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