Steigende Spritpreise
: Frankreich weitet Tankhilfen für Berufstätige und Firmen aus

Pflegekräfte, Fischer und Baugewerbe bekommen neue Unterstützung. Was steckt hinter dem 450-Millionen-Euro-Hilfspaket und wie hilft es auch einkommensschwachen Haushalten?
Von
dpa
Paris
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Frankreich verlängert seine Tankzuschüsse für Berufstätige und Firmen. (Archivbild)

Thomas Padilla/AP/dpa
  • Frankreich weitet wegen steigender Spritpreise Tankhilfen für Berufstätige und Branchen aus.
  • 100 Euro Zuschuss für Pendler wird für Oktober bis Dezember erneut gezahlt.
  • Einkommensgrenze steigt: Statt drei Millionen können 5,5 Millionen Menschen beantragen.
  • Pflegekräfte erhalten Unterstützung, ebenso Landwirtschaft, Baugewerbe und Fischer bis Jahresende.
  • Firmen dürfen bis zu 1000 Euro Tankprämie zahlen – der jährliche Energiescheck kommt im Januar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Angesichts der wegen der Spannungen im Nahen Osten stark steigenden Kraftstoffpreise weitet Frankreich seine Tankzuschüsse für Berufstätige und bestimmte Wirtschaftszweige aus. Der Zuschuss von 100 Euro für Berufstätige, die für die Fahrt zur Arbeit auf das Auto angewiesen sind, wird für die Monate Oktober bis Dezember erneut gezahlt, kündigte die Regierung in Paris an. Weil die Einkommensgrenze für die Inanspruchnahme des Zuschusses angehoben wird, können statt drei Millionen künftig 5,5 Millionen Menschen die Hilfe beantragen. Auch Pflegekräfte, die per Auto zu ihren Patienten fahren, erhalten einen Zuschuss. 

Firmen können Mitarbeitern eine steuerfreie Tankprämie zahlen

Wie zuvor bereits angekündigt, verlängert Frankreich außerdem die Tankzuschüsse für die Landwirtschaft, das Baugewerbe und Fischer bis zum Jahresende. Firmen können ihren Angestellten zudem eine steuerfreie Tankprämie von bis zu 1000 Euro pro Jahr zahlen, kündigte die Regierung an. Ebenfalls wird der an einkommensschwache Haushalte einmal im Jahr gezahlte Energiescheck im kommenden Jahr erneut gezahlt, und zwar nicht wie üblich im April, sondern bereits in der Heizperiode im Januar.

„Wir sind uns bewusst, dass die Situation für unsere Bürger sehr schwierig ist“, sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Roland Lescure. Die Tankzuschüsse sollten Menschen mit geringem Einkommen helfen, die Wirtschaft stützen und zugleich den Haushalt nicht vollkommen aus dem Gleichgewicht bringen. Insgesamt geht es um Hilfen im Umfang von 450 Millionen Euro.