Stellenabbau bei VW
: Welche Standorte wären betroffen?

Medienberichten zufolge will Volkswagen insgesamt 100.000 Stellen abbauen und vier Werke schließen. Welche Standorte wären betroffen?
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Der VW-Konzern will seinen Sparkurs offenbar verschärfen. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte/dpa

Volkswagen steht offenbar vor einer weiteren, deutlich härteren Sparrunde. Nach einem Bericht des manager magazins, auf den sich mehrere Medien berufen, könnten im Konzern weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das wäre etwa doppelt so viel wie das bisher bekannte Abbauziel. Aktuell beschäftigt Volkswagen rund 657.000 Menschen. VW selbst bestätigt die Pläne nicht und verweist darauf, interne und vertrauliche Unterlagen nicht zu kommentieren.

Im Zentrum der Debatte stehen laut Bericht nicht nur Stellen in Verwaltung oder Entwicklung, sondern auch konkrete Produktionsstandorte in Deutschland. Genannt werden drei VW-Werke und ein Audi-Werk: Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm. Die Produktion würde demnach nicht sofort gestoppt, sondern mittelfristig mit dem Auslaufen der aktuell gefertigten Modelle beendet. Ein konkretes Datum ist bislang nicht genannt.

Noch keine beschlossene Schließung

Bislang handelt es sich um berichtete Pläne, nicht um eine offiziell beschlossene Liste von Werksschließungen. Der Aufsichtsrat soll nach Medienangaben am 9. Juli über das neue Zielbild beraten. Erst dort dürfte sich zeigen, wie weit Vorstandschef Oliver Blume mit seinen Plänen tatsächlich kommt.

Der bisherige VW-Kurs sah bereits einen massiven Personalabbau vor: An deutschen VW-Standorten wurde ein sozialverträglicher Abbau von mehr als 35.000 Stellen bis 2030 vereinbart, verbunden mit einer Beschäftigungssicherung bis 2030. Konzernweit war bislang von rund 50.000 Stellen die Rede. Die nun berichteten bis zu 100.000 Jobs würden diesen Rahmen deutlich übersteigen.

Unterm Strich wären nach der aktuellen Berichtslage vor allem Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm betroffen. Ob daraus tatsächliche Werksschließungen werden, ist offen. Klar ist aber: Sollte Volkswagen diesen Kurs weiterverfolgen, ginge es nicht mehr nur um Sparprogramme, sondern um eine grundlegende Neuordnung des Konzerns in Deutschland.

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