Stuttgarter Autobauer: Mercedes-Chef Ola Källenius zu jungen Leuten: „Wir brauchen euch“

War Gast bei einer Veranstaltung unserer Zeitungen: Mercedes-Chef Ola Källenius
Lichtgut/Max Kovalenko, www.imago-images.de- Mercedes-Chef Ola Källenius ermutigt junge Menschen und betont: „Wir brauchen euch.“
- Anlass war eine Veranstaltung unserer Zeitung in der Stuttgarter Sparkassenakademie.
- Er widerspricht der Sorge, die nächste Generation sei schlechter – die Evolution zeige anderes.
- Källenius berichtet von 25 Nachwuchsingenieuren, deren Ideen ihn antrieben, etwa weniger Bürokratie.
- Der Arbeitsmarkt sei „echt tough“, räumt er ein – dennoch habe er „allerhöchste Zuversicht“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es sind ernste Themen gewesen, zu denen sich Mercedes-Chef Ola Källenius bei einer Veranstaltung unserer Zeitung auf dem Podium kürzlich äußerte: die Kritik am verschärften Sparkurs des Stuttgarter Autoherstellers samt angestrebter 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich und weniger Homeoffice, die daraus resultierenden Ola-raus-Rufe der streikenden Mitarbeiter, der Standort Deutschland und die Produktion in Ungarn. Doch gegen Ende sorgte der Manager auch für heitere Stimmung in dem großen Saal der Sparkassenakademie.
Etwa beim zweiten Teil dieser Aussage: „Ich habe noch nie erlebt, dass die Generation, die danach kam, schlechter war als die davor – die ältere hat immer geglaubt, dass die, die danach kommt, verloren ist“, sagte der Konzernchef bei „StZ im Gespräch“ der Stuttgarter Zeitung und „Treffpunkt Foyer“ der Stuttgarter Nachrichten. Doch die Evolution zeige genau das Gegenteil, ergänzte Källenius vor rund 500 Gästen.
Mercedes-Chef Ola Källenius äußert sich zur jungen Generation
Zur Sprache kam das Thema Generationen aufgrund einer eingereichten Frage eines Lesers, der angesichts der aktuell düsteren wirtschaftlichen Entwicklungen und Prognosen von Källenius erfahren wollte, was dessen Ideen sind, um jungen Menschen Zuversicht und Mut für ihre berufliche Zukunft zu geben.
„Erste Ansage ist: Wir brauchen euch“, antwortete der 57-Jährige mit ernster Stimme. Anschließend ging er auf die Befürchtungen der älteren Generation ein, wonach die nachfolgende verloren sei. Dies hätte sich nicht bewahrheitet – womit er jungen Menschen Mut zusprach.
Zudem erwähnte Källenius einen Termin mit 25 Nachwuchsingenieuren, an dem er an jenem Tag teilgenommen habe. „Ich bin energiegeladen ohne Ende aus dem Raum gekommen. Die haben eher mich unter Druck gesetzt“, sagte der Konzernchef und bezog sich dabei auf Verbesserungsvorschläge, die von den jungen Leuten kamen – weniger Bürokratie in Prozessen nannte er als Beispiel.
Er habe „aller-, allerhöchste Zuversicht in die Menschen, die wir haben“, so Källenius. Dass die Zeit momentan herausfordernd ist, ließ der Chef des Autobauers, der sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befindet, dabei nicht außer Acht: „Ich sehe ein, dass momentan der Arbeitsmarkt nicht einfach ist.“ Dieser sei „echt tough“, so der Mercedes-CEO. „Aber was hat ein alter Chef von mir gesagt: ‚Ola, mach dir keine Sorgen über deine Karriere, die Biologie löst alle Probleme.‘“





