Stuttgarter Autozulieferer
: Kommunikationschef Christof Ehrhart verlässt Bosch

Seit 2019 leitet Christof Ehrhart die Kommunikationsabteilung von Bosch. 2027 wird es an der Spitze zu einem Wechsel kommen.
Von
Rouven Spindler
Stuttgart
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Christof Ehrhart verlässt Bosch Ende des Jahres.

Christof Ehrhart verlässt Bosch Ende des Jahres.

Bosch, Bernd Weißbrod/dpa
  • Bosch-Kommunikationschef Christof Ehrhart geht zum 31. Dezember auf eigenen Wunsch.
  • Ein Nachfolger steht noch nicht fest – die Nachfolgeregelung ist laut Bosch eingeleitet.
  • Ehrhart dankt dem Team und will neue Projekte verfolgen, der Aufsichtsrat würdigt seine Arbeit.
  • Der Abschied hängt laut Bosch nicht mit dem Rücktritt von Stefan Hartung zusammen.
  • Ehrhart leitet seit 2019 die Kommunikation, erhielt 2017 und 2024 den Deutschen Image Award.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bosch-Kommunikationschef Christof Ehrhart verlässt den Stuttgarter Technologiekonzern zum 31. Dezember dieses Jahres. Er gehe „auf eigenen Wunsch, um Engagements und Projekte außerhalb des Unternehmens zu verfolgen“, teilt das Unternehmen mit, das noch keinen Nachfolger bekannt gegeben hat.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Staffelholzübergabe in der Kommunikationsleitung des Unternehmens einzuleiten. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen bei Bosch für das Vertrauen und freue mich darauf, meine neuen Freiräume zu nutzen“, wird der 60-Jährige in der Mitteilung zitiert.

Bosch-Chefaufseher Asenkerschbaumer dankt Ehrhart

„Das Unternehmen dankt Christof Ehrhart für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und die gelungene kommunikative Führung für Bosch in einer sehr herausfordernden Phase seiner Geschichte“, heißt es darin vom Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan Asenkerschbaumer. „Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine weiteren Schritte“, so der Chefaufseher weiter.

Erst Ende Juni verkündete Bosch den überraschenden Rücktritt von Konzernchef Stefan Hartung. Christian Fischer, zuvor Vize, übernahm am 1. Juli den Vorsitz der Geschäftsführung beim kriselnden Automobilzulieferer.

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Mit diesem Wechsel hat Ehrharts Entscheidung einer Bosch-Sprecherin zufolge nichts zu tun. „Ein Zusammenhang mit dem Abschied von Stefan Hartung besteht nicht. Christof Ehrhart und Christian Fischer haben auch in der Vergangenheit konstruktiv zusammengearbeitet“, teilt sie auf Nachfrage gegenüber unserer Zeitung mit.

07.12.2018, Baden-Württemberg, Gerlingen: Christian Fischer (l), zukünftiger Geschäftsführer bei Bosch für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology, steht neben Stefan Hartung, bisheriger Geschäftsführer bei Bosch für den Unternehmensbereich Energy and Building Technology, nach einer Pressekonferenz der Gebäudetechniksparte von Bosch. Der Bereich Energie- und Gebäudetechnik wird in diesem Jahr voraussichtlich ein Umsatzplus von zwei Prozent erwirtschaften. Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Christian Fischer (links) ist seit Juli Bosch-Chef. Er folgte auf Stefan Hartung, der das Amt im Januar 2022 übernommen hatte.

dpa

Ehrhart ist seit rund 30 Jahren in internationalen Kommunikationsverantwortungen. Nach fast zehn Jahren bei der Deutsche Post DHL Group kam er 2019 zu Bosch. Als Executive Vice President Corporate Communications & Governmental Affairs ist er dort seither weltweit für die interne und externe Kommunikation, die Beziehungen zu Politik, Verbänden und Interessengruppen sowie die strategische Markenführung verantwortlich, so der Konzern.

Der Kommunikationschef erhielt 2017 und 2024 den Deutschen Image Award. Bei dem renommierten Preis werden die herausragende Reputation von Unternehmensleitern basierend auf deren Managementleistung sowie die erfolgreiche Arbeit der Unternehmenskommunikation gewürdigt.

Bosch wird Nachfolger noch bekanntgeben

Ehrhart ist zudem seit 2013 als Honorarprofessor für Internationale Unternehmenskommunikation am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig tätig. Seit 2024 ist der 60-Jährige Vorstandsvorsitzender der Günter-Thiele-Stiftung für Kommunikation und Management.

Bei Bosch stehe er der Geschäftsführung „bis Ende des Jahres uneingeschränkt zur Verfügung. Das Unternehmen kann sich zudem auf ein erfahrenes und gut eingespieltes Kommunikationsteam verlassen“, so die Konzernsprecherin. Alle nötigen Schritte für die Nachfolgeregelung seien eingeleitet.