STZ+STZ+Stuttgarter Verlegerin von Mair Dumont
: Wie eine Frau den weltgrößten Reiseverlag auf Erfolgskurs steuert

Fast jeder hatte schon einmal einen Marco Polo, Baedeker oder Dumont im Gepäck. Dahinter stehen die Stuttgarterin Stephanie Mair-Huydts und eine abenteuerliche Familiengeschichte.
Von
Daniel Gräfe
Stuttgart
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  • Stephanie Mair-Huydts zeigt in ihrem Büro die bekannteste Marke im Reiseführer-Kosmos von Mair Dumont – den Marco Polo.

    Ines Rudel
  • Mit seiner Frau Hilde bereist Verlagsgründer Kurt Mair – der Großvater von Stephanie Mair-Huydts – im Standard Vanguard in den 1920er und 30er Jahren die Welt. Hier sind sie in der Sahara unterwegs.

    Isolde Jickeli und Volkmar Mair
  • Der Großvater von Stephanie Huydts-Mair, Kurt (rechts), lässt sich mit seiner Frau Hilde und ihrem Bruder Siegfried (links) ablichten.

    MairDumont
  • Auf ihren Alpenfahrten müssen Hilde und Kurt Mair die Fahrbahn manchmal erst von Geröll befreien.

    Isolde Jickeli und Volkmar Mair
  • Das Ehepaar war auch oft mit dem Motorrad auf Reisen.

    Isolde Jickeli
  • 1920 erscheint das erste Buch von Kurt Mair, „Die Hochstraßen der Alpen“. Es ist ein Autoführer über die Pass- und Gipfelstraßen.

    MairDumont
  • 1950 erscheint die Erstausgabe des „Shell Autoatlas“ für 8 Mark 50. Mair ist überzeugt, dass Autofahrer auf gute Karten angewiesen sind. Der „Shell Autoatlas“ wird zur Jahrzehnte währenden Erfolgsgeschichte.

    MairDumont
  • 1948, vor 75 Jahren, gründete Kurt Mair in Stuttgart in einem von Bomben beschädigten Büro das Kartographische Institut.

    Isolde Jickeli und Volkmar Mair
  • Als Kurt Mair 1957 unerwartet stirbt, übernimmt sein Sohn Volkmar den Verlag – mit gerade einmal 26 Jahren. 1989 verteilt er nach dem Mauerfall an der deutsch-deutschen Grenze Karten, die in der DDR Mangelware waren.

    privat
  • Auch seine Tochter Stephanie und sein Sohn Frank sind bei der Aktion an der Grenzkontrollstelle Rudolphstein mit dabei. Als Dank habe ihr ein Trabifahrer eine Sägearbeit – ein Männchen – geschenkt, sagt Stephanie Mair-Huydts.

    privat
  • 2010 übernahm Stephanie Mair-Huydts von ihren Vater Volkmar die Verlagsführung. In ihrem Büro im Ostfilderner Stadtteil Kemnat zeigt sie die bekanntesten Reihen des Verlags – Marco Polo, Baedeker und DuMont.

    Ines Rudel
  • Den Marco Polo hatte ihr Vater 1991 eingeführt. „Das war eine Sternstunde für den Verlag“, sagt Mair-Huydts. Marco Polo sei „der einzige Entdecker, der friedlich unterwegs war, der Ost und West verbunden hat“.

    MairDumont
  • Volkmar Mair besucht seine Tochter Stephanie Mair-Huydts meist dienstags in ihrem Büro. Noch immer sei er „brennend interessiert“ am Verlag, meint er, man freue sich sehr aufeinander.

    Ines Rudel
  • In ihrem Büro hat Stephanie Mair-Huydts einen Reiseführer mit ihrem Bild aufgehängt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihr im April dieses Jahres zu ihrem 60. Geburtstag einen eigenen Marco Polo entworfen.

    Ines Rudel
  • In der Pandemie hat Mair-Huydts ihre eigene Erfolgsgeschichte geschrieben. Die „Eskapaden“ erkunden das Reisen vor Ort. 60 Bücher mit jeweils „52 Ausflügen und Miniurlauben“ hat der Verlag inzwischen publiziert – ob über das Allgäu, Freiburg oder das ostwestfälische Lippe. „Wichtiger als der Marco Polo“ sei die Reihe in den Coronajahren gewesen, sagt Mair-Huydts.

    MairDumont
  • Mair-Huydts zeigt mit dem Eichenhain ihren Lieblingsort in der Nähe des Verlagshauses. Früher spielte sie hier oft mit den Kindern. Jetzt ist sie an manchen Wochenenden hier, zum Radfahren und Joggen.

    Daniel Gräfe
  • Die Adresse des Verlagssitzes in Ostfildern-Kemnat ist standesgemäß die Marco-Polo-Straße.

    Ines Rudel
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