Technologiekonzern in Stuttgart
: Stellenabbau bei Bosch könnte massiver ausfallen als angenommen

Der Stuttgarter Bosch-Konzern leidet massiv unter der schwachen Konjunktur und unter den hohen Vorleistungen für neue Technologien. Nun will er beim Sparen nachsteuern.
Von
Klaus Köster
Stuttgart

Graue Wolken über der Bosch-Firmenzentrale: Der Stellenabbau könnte noch massiver ausfallen als bisher kommuniziert.

Bernd Weißbrod/dpa

Der Stuttgarter Bosch-Konzern wird möglicherweise eine fünfstellige Zahl von Arbeitsplätzen abbauen und damit mehr als die bisher bekannten 9000 Stellen. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Informationen aus einem Interview, das die Bosch-Geschäftsführer Stefan Grosch und Markus Heyn vor einigen Tagen der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten gegeben haben.

Fünfstellige Größenordnung

Die Verantwortlichen für Personal und für die Kfz-Sparte hatten darin angekündigt, dass das Unternehmen seine Kosten um weitere 2,5 Milliarden Euro pro Jahr senken müsse. Dafür sei ein Abbau in fünfstelliger Größenordnung notwendig, berichtet das „Handelsblatt“ nun unter Berufung auf Branchenkreise.

Im Interview mit unserer Zeitung hatten Grosch und Heyn bereits erklärt, dass die Sparmaßnahmen über die bisher bekannten Schritte hinaus ausgeweitet werden müssen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, habe Bosch „wichtige erste Schritte gemacht, aber wir müssen weitere gehen“.

Das deutet darauf hin, dass der bisher geplante Abbau von 9000 Stellen eine fünfstellige Größenordnung erreichen wird. Der Bosch-Konzern wollte zu den Aussagen über den Personalabbau keine Stellungnahme abgeben.

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