STZ+STZ+Tipp-Kick-Chef Mathias Mieg
: „Die ganze Familie packt mit an“

Die Cousins Mathias und Jochen Mieg führen die kleine Firma hinter der großen Marke Tipp-Kick in dritter Generation. Im Interview verrät Mathias Mieg, worauf sich die Fangemeinde in diesem Jahr freuen darf.
Von
Thomas Thieme
Stuttgart
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  • Mit einem Knopfdruck wird beim Kultspiel Tipp-Kick seit 1924 der Ball bewegt – mit etwas Glück sogar in Richtung Tor.

    Tipp-Kick
  • Ein klassisches Tipp-Kick-Sortiment besteht aus Spielfeld (106 mal 70 Zentimenter), zwei Feldspielern und zwei Torhütern sowie zwei Toren und einem zwölfeckigen, zweifarbigen Ball.

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  • Die Farbe, die beim Ball oben liegt, zeigt den Spielbesitz an.

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  • Das Spiel ist schon fast 100 Jahre alt: Der Schwenninger Exportkaufmann Edwin Mieg kaufte Carl Mayer das Patent für Tipp-Kick 1924 ab. Der Stuttgarter Apothekenmöbelfabrikant und Tüftler hatte das Spiel erfunden und 1921 zum Patent angemeldet.

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  • Seine ersten Aufträge zog Edwin Mieg 1926 auf der Spielwarenmesse in Leipzig an Land.

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  • Nach dem Tod des Gründers 1948 übernahmen seine beiden Söhne Peter und Hansjörg die Leitung der Firma.

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  • Im Weltmeisterschaftsjahr 1954 kam es zum großen Durchbruch von Tipp-Kick. Das Spiel wurde in diesem Jahr 180 000 Mal verkauft – ein Rekord, der mehr als 50 Jahre Bestand haben sollte...

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  • ... erst im Jahr des Sommermärchens wurde die historische Bestmarke geknackt. 2006 verkauften die Schwenninger 200 000 Spiele.

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  • Da war bereits die dritte Generation der Familie am Steuer: die beiden Cousins Jochen (links) und Mathias Mieg (beide 56).

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  • Die Figuren werden in Handarbeit bemalt – kleine Stückzahlen nach wie vor in Schwenningen, größere mittlerweile in China.

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  • Die Tipp-Kicker werden seit rund 40 Jahren aus Feinzink gegossen. Ursprünglich waren sie aus Blei.

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  • Im nächsten Arbeitsschritt werden die beweglichen Schussbeine montiert.

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  • Die Torhüter erhalten eine kleine Haltestange.

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  • Vollkommen eckig sehen die „Bälle“ nur zu Beginn ihrer Lebenszeit aus. Die Miegs bekommen immer wieder Exemplare zugesandt, die von ihren Besitzern rundgespielt worden sind.

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  • Zur Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 wurden erstmals weibliche Figuren ins Sortiment aufgenommen. Durchsetzen konnten sich die Kickerinnen allerdings nicht wirklich.

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  • Dante (links) war die erste personalisierte Tipp-Kick-Figur. Seine unverwechselbare Wuschelfrisur ließ ihn aus der Masse der gleichförmigen Minikicker herausstechen.

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  • Die Weltmeister von 2014 in Brasilien.

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  • Das ist die neueste Innovation aus dem Hause Mieg: Ein Kicker mit dem deutschen Nationaltrikot für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Die Figuren sollen nach der Spielwarenmesse im Februar in den Handel kommen.

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