Unter 1000-Euro-Marke
: Rheinmetall-Aktie sackt um 5 % ab

Die Rheinmetall-Aktie hat am Dienstag erneut deutlich nachgegeben. Trotz neuer Unternehmensmeldungen richtet sich der Blick des Marktes derzeit auf die Stimmung im Rüstungssektor.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Die Rheinmetall-Aktie steigt um 8 % auf 1.870 Euro. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kurs des deutschen Rüstungskonzerns antreiben und warum Analysten weiteres Potenzial sehen.

Die Aktie des Rüstungskonzerns Rheinmetall steht am Dienstag erneut unter Druck und notiert bei knapp 960 Euro.

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Die Aktie von Rheinmetall liegt am Dienstag bei 960 Euro und durchbricht damit erneut die 1000-Euro-Schallmauer. Damit setzt sich die jüngste Schwäche fort, nachdem das Papier bereits zuletzt wichtige Marken unterschritten hatte. Zwar meldete das Unternehmen weitere Aufträge, doch an der Börse dominieren derzeit andere Themen.

Schwache Kurslage trotz neuer Aufträge

Rheinmetall hat zuletzt mehrere neue Projekte und Aufträge eingesammelt. Unter anderem ein Auftrag für die kuwaitische Marine, ein gemeinsames Projekt mit MBDA Deutschland für Laserwaffensysteme der Deutschen Marine sowie ein Auftrag aus Großbritannien im Volumen von annähernd 1 Milliarde Euro. Diese Nachrichten stützen zwar das operative Bild, konnten den Kursrückgang aber nicht aufhalten.

Der Markt reagiert im Rüstungssektor derzeit kaum auf positiven Unternehmensmeldungen. Stattdessen steht die Frage im Vordergrund, ob die Erwartungen an die Aktie im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von über 400 Prozent zu weit gelaufen waren.

Diplomatie belastet Rüstungswerte

Ein weiterer jüngster Belastungsfaktor dürfte auch die veränderte Stimmung rund um den Ukraine-Krieg sein. Fortschritte in den Verhandlungen über einen möglichen Waffenstillstand drücken auf die Kurse von Rüstungswerten. Auch, wenn sich die von den USA geleiteten Gespräche als schwerfällig erweisen.

Gerade bei Rheinmetall zeigt sich, dass der Kurs stark auf solche Meldungen anspringt, obwohl der unmittelbare Umsatzanteil aus dem Ukraine-Geschäft als vergleichsweise gering beschrieben wird. Für Anleger ist daher entscheidend, ob der Markt künftig stärker zwischen dem direkten Ukraine-Bezug und der langfristigen NATO-Nachfrage unterscheidet.

Charttechnik verschlechtert das Bild

Hinzu kommt die charttechnische Lage. Die Aktie ist zuletzt mehrmals unter die Marke von 1.000 Euro gefallen, was den Widerstand der psychologisch wichtigen Marke schwächt. Aus technischer Sicht gibt es derzeit kaum Anzeichen für eine rasche Trendwende. Der Titel befindet sich nach dieser Lesart weiter in einem ausgeprägten Abwärtstrend.

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