Campingausrüstung
: Was man beim Micro-Camping nicht vergessen sollte

AnzeigeWelche Ausrüstung ins Gepäck muss, wie man ohne Stromanschluss und fließendes Wasser entspannt durchkommt – und warum ein Spaten manchmal wichtiger ist als man denkt. Worauf es beim Micro-Camping ankommt.
Von
leane
Baden-Württemberg
Camping mitten in der Natur, abseits des Massentourismus will gut vorbereitet sein.

Camping mitten in der Natur, abseits des Massentourismus will gut vorbereitet sein.

Shutterstock/Miljan Zivkovic

Raus aus dem Trubel, rein in die Natur – aber ohne Kompromisse beim Komfort. Micro-Camping liegt im Trend: Immer mehr Outdoor-Fans entscheiden sich für stille Privatstellplätze auf Bauernhöfen, versteckten Wiesen oder mitten im Grünen – weit weg von überfüllten Campingplätzen und Sanitäranlagen-Warteschlangen. Damit der Traumurlaub abseits der ausgetretenen Pfade auch wirklich entspannt wird, kommt es auf die richtige Ausrüstung an.

Was ist Micro-Camping überhaupt und was macht es besonders?

Micro-Camping meint Campingurlaub abseits des Massentourismus. Keine überfüllten Campingplätze, langes Anstehen an den Sanitärräumen oder lautes Campingplatzgetümmel. Micro-Camping spielt sich auf keinen Plätzen, privaten Stellplätzen oder privaten Wiesen ab. Private Gastgeber bieten Campern Möglichkeiten auf ihren Grundstücken an. Häufig liegen diese Plätze in ländlichen Regionen, oft auch mitten in der Natur. Das bietet Urlaubern ein unverfälschtes Naturerlebnis und die Möglichkeit zu entschleunigen. Wieso Micro-Camping auch eine Chance für nachhaltiges Camping ist, steht in unserem Artikel:

Die wichtigste Grundausstattung fürs Micro-Camping

Wer mit dem Auto oder Van unterwegs ist und auf einem privaten Stellplatz stehen möchte, verzichtet gegebenenfalls auf gewisse Ausstattungen, die auf einem großen Campingplatz vermutlich verfügbar wären. Deshalb sollte man gut vorbereitet sein. Wer bequem schlafen möchte, sollte an Zelt, Dachzelt, Isomatte oder Luftmatratze denken. Je nach Jahreszeit sollte auch ein Schlafsack mit an Bord sein.

Um allzeit vor Wind und Wetter geschützt zu sein, empfiehlt sich ein Tarp, eine Plane oder ein Vorzelt für Zelt oder Camper mitzunehmen. Da vor allem beim Micro-Camping manchmal kein Stromanschluss am Stellplatz vorhanden ist, sollte man auf solarbetriebene Campinglaternen setzen und Taschenlampen beziehungsweise Stirnlampen dabeihaben. Auch Powerbanks sind nützlich, da man so verschiedene Geräte laden kann. Wer ein Solarpanel hat, kann sich gänzlich unabhängig mit Strom versorgen.

Kochen und Verpflegung beim Micro-Camping

Wer im Camper Urlaub macht und auf keine Gemeinschaftsküche auf dem großen Campingplatz setzen kann, braucht vor allem kompakte Kochlösungen. Dafür eignet sich beispielsweise ein Gaskocher. Gegessen wir von leichtem Kochgeschirr.

Wer mit einem Auto oder einem nicht-ausgebauten Van unterwegs ist, sollte außerdem eine Kühlbox mitnehmen. Wer vor Ort über keinen Wasseranschluss verfügt, darf Kanister nicht vergessen, um Wasser zu lagern, zu transportieren und aufzufüllen.

Wer in ländlichen Regionen campt, kann regional einkaufen. Beispielsweise regionale Produkte von Hofläden kaufen und sich von diesen ernähren.

Hygiene und Komfort auf kleinem Raum

Nicht alle Micro-Campingplätze verfügen über sanitäre Anlagen. Häufig handelt es sich lediglich um einen Stellplatz für den Camper. Dann ist eine mobile Toilettenlösung nötig. Hierfür gibt es extra Campingtoiletten. Auch an Spaten gehört zur nützlichen Ausstattung, um Hinterlassenschaften zu vergraben.

Für die Körperpflege während des Campingurlaubs gibt es allerlei nützliches Zubehör. Dazu gehören beispielsweise faltbare Waschschüsseln oder Campingduschen.

Um die Umwelt zu schonen und das Zuhause auf Rädern sowie die Umgebung sauber zu halten, sollten Camper Müllbeutel dabeihaben. Idealerweise achtet man auch im Urlaub auf die richtige Mülltrennung.

Für den extra Komfort kann platzsparendes Campingzubehör, wie Campingstuhl oder Hängematte mitgenommen werden. So kann man an lauen Sommerabenden im Freien sitzen und muss trotzdem nicht auf den gewünschten Komfort verzichten.

Nachhaltigkeit und Rücksichtnahme

Wer die Umwelt mit seinem Campingtrip nicht belasten möchte, orientiert sich am „Leave no trace“-Prinzip. Der Name bedeutet so viel wie „Hinterlasse keine Spuren“ und besagt, dass Camper bei ihrem Urlaub und ihren Outdoor-Aktivitäten die Natur so wenig wie möglich beeinflussen und beeinträchtigen sollten. Verlässt man den Ort wieder, sollten sich keinerlei Hinweise auf die Anwesenheit mehr zeigen. Dazu gehört, dass man die Natur nicht unnötig belastet und Rücksicht auf empfindliche Vegetation nimmt. Außerdem nimmt man alles wieder mit, was man mitgebracht hat – seien es Bananenschalen oder Toilettenpapier. Zusätzlich sollte man nichts mitnehmen, auch keine Steine, Pflanzen oder Federn. Man sollte auch auf die Errichtung von Feuerstellen verzichten.

Zusätzlich sollten Camper nachhaltig denken und Ressourcen wie Wasser schonen, indem sie den Verbrauch möglichst herunterfahren.

Sicherheit und Vorbereitung: Was darf man nicht vergessen?

Bevor man seinen Urlaub zum Micro-Camping antritt, sollte man seine Checkliste erneut kontrollieren und alle wichtigen Bestandteile der Campingausrüstung nochmals durchgehen. Auch ein Blick auf die Wetter-App empfiehlt sich, um sowohl in Punkto Campingausstattung als auch Kleidung richtig eingestellt zu sein. Zudem sollte man sich Offline-Karten besorgen und für abgelegene Regionen gegebenenfalls gesonderte Apps.

Für Notfälle sollten außerdem Notfallausstattung und ein Erste-Hilfe-Set dabei sein.

Wie findet man Stellplätze fürs Micro-Camping?

Die meisten Stellplätze für Micro-Camper findet man über einschlägige Webseiten und Apps. Oder man fragt direkt bei Bauernhöfen, Gasthöfen oder kleinen Pensionen an, ob sie über einen Stellplatz oder eine Wiese zum Zelten verfügen.

Weitere Infos sowie zahlreiche Portale: