Campingurlaub: Diese Fehler sollte man beim Wintercamping vermeiden

Kälte, Schnee und Eis: Beim Wintercamping ist die Vorbereitung die halbe Miete.
Shutterstock/Igor LinkWintercamping klingt nach romantischen Sonnenaufgängen im Schnee – kann aber schnell ungemütlich oder sogar gefährlich werden, wenn man unvorbereitet startet. In diesem Artikel geht es um die typischen Fehler, die vielen Wintercampern (vor allem Einsteigern) passieren – und wie man sie mit ein paar einfachen Vorkehrungen von Anfang an vermeiden kann.
Zu wenig Planung: Richtig vorbereitet in den Campingurlaub fahren
Wintercamper sollten allem voran bedenken, dass nur wenige Plätze im Winter tatsächlich geöffnet haben.
Viele Plätze, die Wintercamping anbieten, sind oft Monate im Voraus bereits ausgebucht. Camper sollten also frühzeitig recherchieren und sich ihren Stellplatz auf dem Campingplatz sichern.
Fehlende Vorbereitung: Fahrzeug ist nicht winterfit
Damit im Winterurlaub auch alles glatt läuft, sollten Camper ihr Wohnmobil oder den Wohnwagen vor der Abreise dringend auf frostige Temperaturen und Schnee vorbereiten. Dazu gehört auch die richtige Bereifung: Die situative Winterreifenpflicht gilt auch für Wohnmobile. Wer ohne die geeignete Bereifung unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Gleiches gilt für Schneeketten. In manchen Regionen gilt eine Schneekettenpflicht. Urlaubende sollten sich vor Reiseantritt informieren, ob in ihrer Reise- oder Zielregion eine solche Pflicht gilt, sich gegebenenfalls Schneeketten kaufen und wissen, wie sie anzubringen sind.
Wer mit seinem Camper im Winter verreisen möchte, kann so mancher bösen Überraschung vorbeugen, indem er seine Scheibenwaschanlage und sein Heizungssystem mit Frostschutzmittel versorgt.
Wegen fehlender Isolierung frieren
Oftmals wird die Kälte von Campern unterschätzt. Neuralgische Punkte, an denen die Kälte ins Wohnmobil eindringt, sind Fenster, Türen und der Boden. Wer sich vor eisiger Kälte schützen will, verschließt Fenster und Türen mit Thermoabdeckungen, legt den Boden mit einer dicken Isomatte oder Teppich aus und kann sich eine Isomatte unter die Matratze legen.
Schnee und Eis unterschätzen
Sammeln sich über die Standzeit auf dem Platz Schnee und Eis auf dem Dach des Wohnmobils, kann dies den Aufbau belasten. Fährt man außerdem mit Schnee oder Eisdecke auf dem Dach, kann diese Last bei der Fahrt vom Dach gleiten und auf die Straße fallen. Auch Lüftungsschächte und Kamine können zufrieren. Deshalb sollten Camper bei Schneefall regelmäßig Schnee und Eis vom Dach entfernen. Besitzt das eigene Wohnmobil einen Dachkamin, kann hierfür ein Verlängerungsrohr verwendet werden, damit kein Eis im Kamin hängenbleibt.
Wasserleitungen nicht winterfest machen
Wer seine Reise im Winter startet, nachdem das Zuhause auf vier Rädern vorher bereits in der Kälte stand, unterschätzt schnell die Auswirkungen auf Wasser und Leitungen. Denn Wasser im Abwassertank kann einfrieren. Deshalb sollte dieser regelmäßig geleert werden und nie bis zum Rand befüllt sein. Wer längere Zeit nicht heizt, sollte außerdem Frostschutzmittel in die Leitungen geben. Wer nach längerer Kältephase und Heizpause wieder ins Wohnmobil steigt, sollte erst langsam aufheizen, bevor man Wasser in die Leitungen gibt.