Klassiker-Rezept: Feuerzangenbowle selber machen – So geht’s

Wir erklären, wie Sie Feuerzangenbowle selber machen können.
Christian Fricke 750/ShutterstockEigentlich ist ihr Name etwas missverständlich, denn unter einer Bowle versteht man normalerweise kalte, fruchtige Mischgetränke. Die Feuerzangenbowle wird jedoch nicht kalt serviert – tatsächlich spielen Feuer und Hitze bei ihrer Zubereitung eine entscheidende Rolle. Daher handelt es sich bei der Feuerzangenbowle viel eher um einen Punsch als um eine Bowle.
Klassischerweise wird für die Feuerzangenbowle wie folgt zubereitet:
Viele verwenden für die Zubereitung fertige Sets für Feuerzangenbowle, Sie können aber beispielsweise auch einen Fondue-Topf dafür verwenden. Lediglich die Feuer- bzw. Zuckerzange benötigen Sie dann noch. Heutzutage gibt es sogar kleine Feuerzangenbowle-Sets für 1 Person, die aus einer Tasse mit Mini-Feuerzange bestehen.
Sie können Feuerzangenbowle auch ohne Set selber machen. In der Regel eignet sich jeder Topf, um den Punsch anzusetzen. Zum Warmhalten können Sie ein Tee-Stövchen, eine Warmhalteplatte oder ein Rechaud (z.B. vom Fondue) verwenden.
Etwas einfallsreicher müssen Sie allerdings werden, wenn es um einen Ersatz für die Zuckerzange geht. Online findet man beispielsweise Tipps, ein Kuchengitter oder eine Gemüsereibe zu verwenden. In jedem Fall sollte der verwendete Gegenstand aus Metall und hitzebeständig sein sowie Löcher/Schlitze haben, damit der Zucker hindurch tropfen kann. Sie sollten außerdem sichergehen, dass der brennende Zuckerhut nicht herunterrollt, um Verletzungen und Beschädigungen zu vermeiden. Zu empfehlen ist in jedem Fall der Kauf einer richtigen Zuckerzange, die einzeln bereits für wenig Geld zu haben sind. Wenn Sie keine eigene kaufen wollen, können Sie vielleicht auch von Freunden, Verwandten oder Nachbarn eine ausleihen.
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Rezept: Feuerzangenbowle selber machen
Die meisten Rezepte für Feuerzangenbowle folgen einem Grundrezept und enthalten die gleichen bzw. ähnliche Zutaten. Zum Teil gibt es aber regionale Unterschiede, was Gewürze und Zutaten der Feuerzangenbowle betrifft. Im Aachener Raum wird beispielsweise Printenlikör in den Punsch gegeben, in anderen Regionen Schwarztee. Wenn Sie den Punsch etwas stärker haben wollen, lassen Sie den Orangensaft einfach weg. Je nach Geschmack können Sie den Orangensaft auch durch Zitronen- oder anderen Fruchtsaft ersetzen.
Am Ende ist vor allem eines entscheidend: dass Ihnen die Feuerzangenbowle schmeckt. Wir stellen Ihnen hier ein klassisches Rezept vor, aber probieren Sie doch verschiedene Variationen aus, um Ihren Favoriten zu finden.
Zur Auswahl der Zutaten sehen Sie auch die Abschnitte:
Zutaten für Feuerzangenbowle:
Ansonsten benötigen Sie:
Feuerzangenbowle selber machen – So gehen Sie vor:
Servieren Sie die Feuerzangenbowle dann warm in geeigneten Tassen oder Gläsern. Und dazu? Für viele gehört es einfach zur Tradition, den Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann, eine Komödie von 1944, gemeinsam zu schauen, während man seine eigene heiße Bowle trinkt.
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Zuckerhut selber machen
Den Zuckerhut, den man auf jeden Fall für die Feuerzangenbowle benötigt, kann man in der Regel problemlos im Supermarkt kaufen oder online bestellen (ANZEIGE).
Sie können einen Zuckerhut aber auch selber machen, benötigen dafür aber etwas Geduld. Mischen Sie dafür 250 g feinen Zucker mit wenig Wasser – 1 bis 2 TL sollten bereits ausreichen! Vermengen Sie alles gut in einer Schüssel, bis der Zucker pappig und klebrig wird.
Füllen Sie dann 2-3 EL des feuchten Zuckers in ein kegelförmiges Bierglas und drücken Sie dies mit einem Stößel (ANZEIGE) fest. Rauen Sie die Oberfläche anschließend mit einer Gabel wieder an und füllen Sie weitere 2 EL Zucker in das Glas. Drücken Sie wieder alles gut fest und rauen Sie die Oberfläche an. Dies ist notwendig, damit der Zuckerhut am Ende stabil wird und sich die einzeln eingefüllten Schichten miteinander verbinden. Wiederholen Sie den Vorgang, bis der gesamte Zucker eingefüllt ist.
Der Zucker sollte dann etwa eine Woche an einem warmen, trockenen Platz trocknen. Anschließend kann das Glas umgedreht werden und der Zuckerkegel sollte hinausgleiten.
Wein für Feuerzangenbowle: Welcher ist der richtige?
Für den typischen, kräftigen Geschmack der Feuerzangenbowle sollten Sie einen trockenen Rotwein verwenden. Hauptsache ist hier natürlich auch, dass Ihnen der Wein schmeckt. Zu süß bzw. lieblich sollte der Wein jedoch nicht sein, da ja der Zuckerhut noch hineinfließt und dem Getränk so die Süße verleiht.
Der Wein für die Feuerzangenbowle muss aber nicht teuer sein. Vielmehr kommt es auf die Gewürze an und auf den karamellisierten Zucker.
Bewährte Weinsorten für Feuerzangenbowle sind ein trockener Spätburgunder (Pinot noir) oder trockener Dornfelder.
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Feuerzangenbowle: Welcher Rum eignet sich?
Fast noch wichtiger als der Wein ist für die Feuerzangenbowle der Rum. In vielen Rezepten wird ein Rum mit 54% Alkoholgehalt empfohlen. Das genügt durchaus, um den Zuckerhut in Brand zu setzen, allerdings enthält dieser eigentlich noch zu viel Wasser, sodass der Zucker nicht richtig karamellisiert und der typische Geschmack der Feuerzangenbowle nicht (vollständig) zustande kommt.
Damit der Zuckerhut gut brennt und der Zucker karamellisiert, verwenden Sie besser Rum mit mehr Alkohol. In der Regel kommt brauner Rum zum Einsatz, da dieser vom Aroma her besser zum Punch passt.
Feuerzangenbowle alkoholfrei – Geht das?
Für Kinder und all jene, die keinen Alkohol trinken, gibt es leider schlechte Nachrichten: Feuerzangenbowle ohne Alkohol gibt es nicht. Denn die Feuerzangenbowle hat ihren Namen ja vom typischen Abbrennen des Zuckerhuts – und das funktioniert nur, wenn dieser mit Alkohol getränkt wird.
Als Alternative gibt es aber diverse alkoholfreie Punsch-Rezepte, die zusätzlich zur Feuerzangenbowle gereicht werden können. Auch lecker: Alkoholfreier Eierpunsch.
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