Fischer in Seenot: Kreuzfahrtschiff AIDAnova - Was ist passiert?

Was ist auf der AIDAnova passiert? Das Kreuzfahrtschiff rettete vier Fischer von einem brennenden Kutter auf dem Weg nach Norwegen aus Seenot.
Axel Heimken/dpaAm Sonntag, dem 18. Oktober 2026, kam es auf der Nordsee zu einem dramatischen Zwischenfall. Das Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ war auf dem Weg von Kiel ins norwegische Bergen, als die Besatzung einen Notruf aus dem Skagerrak empfing. Ein dänischer Fischkutter war in Brand geraten. Vier Fischer befanden sich in Seenot. Gegen 14:30 Uhr wurde die Schiffsführung auf den Notruf aufmerksam. Der Kapitän reagierte umgehend und änderte den Kurs des Kreuzfahrtschiffs, um die Unglücksstelle anzusteuern.
AIDAnova erreicht brennenden Fischkutter
Rund eine halbe Stunde nach dem Notruf erreichte die AIDAnova den Unglücksort. Zu diesem Zeitpunkt stand der Fischkutter bereits in Flammen. Eine weithin sichtbare Rauchsäule stieg über dem Schiff auf. Die vier Besatzungsmitglieder des Kutters hatten sich glücklicherweise rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Sie hatten das brennende Fischereifahrzeug verlassen und sich in eine Rettungsinsel gerettet. Die Crew der AIDAnova leitete daraufhin die Rettung ein. Alle vier Fischer konnten sicher an Bord des Kreuzfahrtschiffs gebracht werden.
Wie geht es den vier geretteten Fischern?
Nach der Rettung wurden die vier Männer im Bordhospital der AIDAnova medizinisch untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass alle vier den Vorfall unverletzt überstanden hatten. Die Geretteten wurden anschließend an Bord betreut und setzten ihre Reise gemeinsam mit den Kreuzfahrtpassagieren in Richtung Bergen fort. Dort traf die AIDAnova am Montag ein. Die Reederei AIDA Cruises bestätigte den Rettungseinsatz und bedankte sich bei der Besatzung sowie den weiteren beteiligten Einsatzkräften. Das Unternehmen betonte, dass seine Crew für solche Notfälle ausgebildet sei und unmittelbar die erforderlichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet habe.
Warum musste die AIDAnova ihren Kurs ändern?
Schiffe sind nach internationalem Seerecht grundsätzlich verpflichtet, Menschen in Seenot Hilfe zu leisten, sofern dies ohne ernsthafte Gefährdung des eigenen Schiffs und seiner Besatzung möglich ist. Deshalb änderte der Kapitän der AIDAnova nach Eingang des Notrufs die ursprünglich geplante Route nach Bergen. Die Rettung der vier Fischer hatte Vorrang. Nach dem erfolgreichen Einsatz konnte das Kreuzfahrtschiff seine Fahrt fortsetzen und erreichte am darauffolgenden Tag den norwegischen Hafen.
Was verursachte den Brand auf dem Fischkutter?
Warum der dänische Fischkutter in Brand geriet, ist bislang nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass die schnelle Reaktion der AIDAnova-Besatzung entscheidend dazu beitrug, die vier Fischer aus ihrer Notlage zu befreien. Der Vorfall zeigt, dass selbst große Kreuzfahrtschiffe auf hoher See unerwartet zu Rettungsschiffen werden können. Für die vier Fischer endete der gefährliche Zwischenfall glücklicherweise ohne Verletzungen.
