Garten
: Wie man ein Gemüsebeet anlegt

AnzeigeGemüsebeet anlegen leicht gemacht: Mit den richtigen Tipps schaffen es auch Gartenbesitzer ohne grünen Daumen ein Gemüsebeet anzulegen und Tomaten, Gurken, Zucchini und mehr aus dem eigenen Beet zu ernten.
Von
leane
Stuttgart
Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten.

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten.

Shutterstock/Unai Huizi Photography

Nichts schmeckt so gut wie selbst angebautes Gemüse – frisch geerntet, ganz ohne lange Transportwege und mit dem guten Gefühl, es selbst großgezogen zu haben. Doch bevor die erste eigene Tomate reif ist, gibt es einiges zu beachten: Wo im Garten findet das Beet den besten Platz? Welcher Boden eignet sich, und wie bereitet man ihn richtig vor?

Idealerweise beginnt man bereits im Herbst damit, das Gemüsebeet fürs kommende Frühjahr anzulegen. Denn wer den Boden rechtzeitig vorbereitet, hat im Frühling deutlich weniger Arbeit und kann früher mit der Aussaat starten. In diesem Artikel erfahren Gartenbesitzer alles, was sie für ein gelingendes Gemüsebeet wissen müssen – vom richtigen Standort über die passende Bodenart bis hin zur Bepflanzung.

Den richtigen Standort wählen

Das Beet sollte am besten an einem sonnigen Ort im Garten angelegt werden. Denn die meisten Gemüsearten freuen sich über Sonne, um ihren Geschmack ausbilden zu können. Besonders danken werden es Gemüsesorten wie Tomate, Paprika, Zucchini oder Gurke. Idealerweise ist der Platz auch windgeschützt, aber nicht windstill, denn es ist wichtig, dass die Luft im Bett gut zirkulieren kann, damit feuchte Blätter schnell trocknen können und sich keine Schädlinge niederlassen. Auch die direkte Nachbarschaft zu Bäumen oder Hecken sollte vermieden werden. Denn diese spenden nicht nur Schatten, sondern entziehen dem Boden außerdem viel Feuchtigkeit.

Bevor das Beet angelegt wird, gilt es zu überprüfen, ob es einen Wasseranschluss in der Nähe gibt. Steht der Kompost in der Nähe des Beets ist das ebenfalls von Vorteil.

Der richtige Boden für das Gemüsebeet

Je nach Wohnort und Standort unterscheiden sich die Böden in Gärten. Die Beschaffenheit des Bodens kann das Anlegen eines Gemüsebeets entweder erleichtern oder verkomplizieren. Am besten eignet sich ein lockerer nährstoff- und humusreicher Boden zum Anlegen eines Gemüsebeets. In Gärten finden sich in der Regel dreierlei Bodenarten:

  • Leichter Sandboden
  • Mittelschwerer Lehmboden
  • Schwerer Tonboden

Wer nicht weiß, welche Art von Boden einen im Garten erwartet, kann die Bodenbeschaffenheit testen. Beim Handtest nimmt man eine Handvoll feuchte Erde und knetet sie. Fühlt sich der Boden grob und körnig an, lässt sich nur schwer zu einer Kugel formen und zerfällt sofort wieder, handelt es sich vermutlich um Sandboden. Fühlt sich die Erde glatt und schmierig an, lässt sich gut zu einer Kugel formen und bleibt formbar ohne stark zu kleben, hat man vermutlich Lehmboden im Garten. Fühlt sich die Erde sehr fein und klebrig an, lässt sich zu Würsten oder dünnen Bändern formen und schmiert zwischen den Händen, handelt es sich vermutlich um Tonboden.

Ein leichter Boden lässt sich einfach mit Kompost aufbereiten. Schwere Böden aufzubereiten ist meist arbeitsintensiver. Ein mittlerer Boden aus lehmigem Sand oder sandigem Lehm eignet sich ideal fürs Anlegen eines Gemüsebeets.

Freude an der Natur für die ganze Familie.

Freude an der Natur für die ganze Familie.

Shutterstock/PintoArt

Hügelbeet anlegen bei schweren Böden

Wer einen schweren Boden im Garten vorfindet, kann den Gemüseanbau nach oben verlegen. Dies ist entweder mit einem Hochbeet möglich oder mit einem sogenannten Hügelbeet. Der Hügel besteht dabei aus Gestrüpp, über dem umgedrehte Grassoden und eine Schicht Kompost ausgelegt werden. Auch dieses Bett sollte nord-südlich ausgerichtet werden. Zur Ernte muss man sich beim Hügelbeet weniger bücken und das Innere ist gut durchlüftet. Jedoch fehlt dem Gemüse auch das Wasser aus den tieferen Bodenschichten, weshalb das Hügelbeet intensiver gegossen werden muss.

Wie groß sollte das Gemüsebeet sein?

In der Gestaltung des Gemüsebeets sind Gartenbesitzern keine Grenzen gesetzt. Als besonders pflegefreundlich haben sich Reihenbeete hervorgetan. Das klassische Gemüsebeet ist nord-südlich ausgerichtet und ist etwa 1,20 Meter lang. Viel länger als fünf Meter sollte ein Beet nicht sein, denn dann neigt man als Gärtner dazu, Wege abzukürzen, indem man über das Beet steigt. Für absolute Beginner genügt ein kleines Beet mit einer Fläche zwischen zwei und zehn Quadratmetern. Wer sich mit seinem angebauten Gemüse selbstversorgen möchte, benötigt für eine Person etwa 30 bis 40 Quadratmeter Beet.

Gut zu wissen: Pflanzt man an einem Hang, sollte man die Beetreihen quer zum Gefälle anlegen, damit das Regenwasser abfließen kann.

Beeteinfassungen anlegen

Damit die Erde gut im Beet sitzt und Schädlingen der Zugang erschwert wird, sollte man sein Gemüsebeet einfassen. Wer den sicheren Weg wählen möchte, fertigt eine Beeteinfassung aus Beton oder Naturstein. Diese Variante ist jedoch kosten- und zeitaufwendig. Alternativ bieten sich Einfassungen aus Holz oder Weide an. Sie sollten mindestens 20 Zentimeter tief im Boden eingegraben werden.

Den Boden richtig vorbereiten

Wichtig ist, dass man auf trockenem Boden arbeiten sollte, um ihn adäquat vorzubereiten. Im ersten Schritt werden die Umrisse des Beets mit Holzstäben und Schnüren abgesteckt. Anschließend wird das Gras abgetragen und der Grund etwa 20 bis 30 Zentimeter tief aufgelockert. Anschließend wird Unkraut entfernt und die Oberfläche kann glattgerecht werden. Danach können mit einer Hacke Reihen gezogen werden.

Leichter Sandboden bekommt eine Hand Gesteinsmehl untergemischt, um ihn zu verbessern. Lehmboden wird mit Sand versetzt, was ihn lockerer und durchlässiger macht. Schwere Tonböden sollte man einmal jährlich im Herbst umgraben, lockern und mit Kompost anreichern.

Um das Gras ordentlich abzutragen, sollte es im ersten Schritt kurz gemäht werden. Dann sticht man mit einem Spaten senkrecht tief in die Erde und hebt dann flächige Schollen aus. Treten beim Umgraben Wurzelreste zu Tage, sollte man diese sorgfältig entfernen.

Wer sich beim Anlegen des Gemüsebeets Mühe gibt, wird mit reicher Ernte belohnt.

Wer sich beim Anlegen des Gemüsebeets Mühe gibt, wird mit reicher Ernte belohnt.

Shutterstock/Verbitskaya Svetlana

Alternative: Kompostbeete anlegen

Wer seinen Boden im Garten nicht umgraben möchte, kann auch Kompostbeete anlegen. Dafür legt man Pappe auf der Erde aus und schüttet darauf ein Beet aus Kompost auf.

Gemüsebeet bepflanzen: So funktioniert es

Das Gemüsebeet kann entweder mit Jungpflanzen bepflanzt werden oder man sät Saatgut aus. Bei einem sehr trockenen Boden sollte man die gezogenen Rillen vor der Aussaat gießen. Den geeigneten Zeitraum zur Aussaat entnehmen Gartenbesitzer den Angaben auf der Packung. Hier ist außerdem der benötigte Abstand zwischen den Pflanzen angegeben. Bevor man sich direkt mit vielen verschiedenen Pflanzen ins Getümmel stürzt, lohnt sich es, sich im ersten Anbaujahr auf einzelne anfängerfreundliche Pflanzen zu konzertieren. Dafür eignen sich beispielsweise Salat, Zwiebeln, Knoblauch, Mangold oder Zucchini.