Gartenarbeit: Schädlinge im Garten mit Nützlingen bekämpfen

Marienkäfer sind nützliche Helfer im Garten.
Shutterstock/olko1975Wer seinen Garten liebt, investiert viel Zeit in die Pflege. Lästig wird es, wenn Schädlinge all die Arbeit zunichte machen, indem sie Pflanzen befallen und beschädigen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten Schädlingsbefall auf natürliche Weise zu reduzieren und gleichzeitig ein ökologisches Gartensystem zu fördern. Aufgrund des Verzichts auf Chemikalien wird außerdem die Umwelt geschont. Welche hilfreichen Nützlinge wahre Helden des Gartens sind.
Florfliegen zur Bekämpfung von Blattläusen
Die kleinen Fliegen sind die natürlichen Feinde von Blattläusen und anderen Schädlingen wie Thripsen, Spinnmilben und Raupen. Besonders großen Hunger haben die kleinen Larven der Florfliegen, denn jede von ihnen frisst etwa 450 Blattläuse. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch als Blattlauslöwen bezeichnet. Ergreifen sie ihre Beute, injizieren sie ihr ein Gift. Anschließend wird sie ausgesaugt. Ab September suchen Florfliegen nach Winterquartieren und nisten sich in Gärten ein.
Marienkäfer gegen Blattläuse ein setzen
Marienkäfer bringen nicht nur Glück, sondern arbeiten auch gegen ungebetene Gäste im Garten. Denn viele Marienkäferarten fressen Blattläuse. Je nach Art verspeisen die kleinen Käfer bis zu 150 Blattläuse pro Tag. Auch die Larven helfen beim Essen. Zwischen 400 und 600 Blattläuse können sie bis zur Verpuppung fressen. Zur Bekämpfung von Schädlingen ist der Einsatz von den Larven besonders hilfreich, denn finden die erwachsenen Käfer zu wenig Nahrung, fliegen sie einfach davon.
Wer sich Marienkäfer als Nützlinge in seinem Garten wünscht, kann diese mit naturnahen Wiesen, Wildkräutern und Wildblumen locken. Die kleinen roten Käfer freuen sich über Kornblume, Ringelblume, Schafgarbe oder Minze im Garten. Wer Marienkäfern ein Winterquartier in Form von Laubhaufen und altem Holz bietet, kann sich über hungrige Nützlinge im Frühjahr freuen.
Schlupfwespen als hilfreiche Nützlinge im Garten
Schlupfwespen sind wahre Wundertiere für Haus und Garten, denn sie machen verschiedensten Schädlingen den Garaus. Sie bekämpfen unter anderem Blattläuse, Minierfliegen oder auch Apfelwickler. Da sie ihre Beutetiere parasitieren, indem sie ihre Eier in die Schädlinge ablegen, kontrolliert sich deren Bestand. Ist der Schädlingsbefall sehr weit ausgebreitet, können Schlupfwespen sogar einzelne Beutetiere aufspüren, um sie anschließend zu parasitieren. Bietet man in seinem Garten ein reichhaltiges Blütenangebot, fühlen sich auch die nektartrinkenden Schlupfwespen wohl.
Laufkäfer für einen gesunden Garten
Die nachtaktiven Laufkäfer arbeiten in der Dunkelheit fleißig gegen lästiges Ungeziefer, das sich über die lieben Pflanzen hermachen möchte. Der kleine schwarz-braune Käfer frisst in der Nacht Milben, Läuse, die Larven des Kartoffelkäfers, Engerlinge oder auch Schneckeneier. Wer Laufkäfer gezielt fördern möchte, legt im Garten Mulch aus oder setzt auf bodendeckende Pflanzen als Schutz. Mit ruhigen Randbereichen, Laub und kleinen Ecken mit Holz schafft man dem Laubkäfer Lebensraum und Verstecke.
Hummeln als hilfreiche Bestäuber
Damit im eigenen Garten Obst gedeihen kann, sind wir auf Bestäuber angewiesen. Neben Bienen sorgen auch Hummeln für die Bestäubung von Pflanzen im heimischen Garten. Mit den langen Rüsseln erreichen sie auch tiefe Blüten. Wer den Start der Hummeln im Frühjahr nach dem Winter unterstützen möchte, kann dies mit Salweide oder Krokus tun. Hummeln nehmen auch gerne Nistkästen an.
Nützlinge kaufen
Die meisten Nützlinge kann man auch ganz einfach kaufen und im eigenen Garten aussetzen. So auch Florfliegenlarven, Marienkäfer, Schlupfwespen oder Laufkäfer.