Rasenpflege im Herbst: Wie man den Rasen im Herbst auf den Winter vorbereitet

Der Rasen freut sich im Herbst über richtige Pflege, damit er den Winter gut übersteht.
Shutterstock/PhoenixnsMit sinkenden Temperaturen denken viele Hobbygärtner, die Rasenpflege könne bis zum Frühjahr warten. Ein Trugschluss: Gerade die Wochen vor dem ersten Frost entscheiden darüber, wie gesund und widerstandsfähig der Rasen durch die kalte Jahreszeit kommt. Von der richtigen Mähtechnik über den Umgang mit Laub bis hin zu Düngung und Nachsaat – wer jetzt die passenden Maßnahmen ergreift, legt den Grundstein für einen dichten, kräftigen Rasen im nächsten Jahr.
Rasen auch im Herbst weiterhin mähen
Fallen die Temperaturen, wächst der Rasen langsamer. Trotzdem sollte man ihn so lange mähen, wie er sichtbar wächst. Ab etwa neun Grad Bodentemperatur hört der Rasen auf zu wachsen. Auch für die letzten Schnitte im Jahr wählt man eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern. Liegengebliebenes Schnittgut sollte man jedoch so gut wie möglich entfernen, da es nicht mehr so gut verrottet.
Laub vom Rasen entfernen
Laub, dass auf dem Rasen liegt, behindert die Gräser bei der Lichtaufnahme. Das fördert außerdem das Mooswachstum und kann Pilzkrankheiten im Rasen verursachen. Im Idealfall sollte man das Laub ein- bis zweimal in der Woche zusammenkehren. Um Igeln Unterschlupf zu bieten, kann man das Laub zu Haufen zusammenrechen.
Unkraut beseitigen
Besonders im Herbst sollte man darauf achten, dass man Unkrautnester von Löwenzahn oder Ähnlichem entfernt. Löwenzahn macht man im Idealfall in Garaus, indem man die Blattrosette mitsamt der langen Wurzel aussticht. Das kann man mithilfe eines alten Küchenmessers tun oder einen speziellen Rasen-Unkrautstecher kaufen.
Herbstdünger für den Rasen
Speziellen Herbst-Rasendünger kann man zwischen August und Anfang November ausbringen. Das darin enthaltene Eisen stärkt die Gräser und wirkt auf natürliche Weise gegen Moosbefall. Ist der Rasen vom heißen Sommer besonders mitgenommen, lohnt sich eine frühe Aussaat von Herbst-Dünger. Nach dem Düngen kann man den Rasen gießen, damit sich der Dünger gut verteilt.
Beim Düngen sollte man darauf achten, dass der Dünger kein Stickstoff enthält. Denn stickstoffhaltiger Dünger kann im Spätherbst und Winter dafür sorgen, dass die Grashalme erfrieren und der Rasen gelbe oder braune Stellen bekommt.
Rasen im Herbst vertikutieren
Bis Ende Oktober etwa kann man den Rasen vertikutieren. Damit holt man Moos sowie abgestorbene Rasenreste heraus, um dem Rasen den Platz zu verschaffen und Luft, Wasser und Nährstoffe an die Wurzeln zu bringen. Die gelösten Pflanzenreste sollte man anschließend von der Rasenfläche entfernen. Anschließend kann man Sand auf dem Rasen verteilen und ihn mit einem Rechen ausbreiten, damit er in den aufgelockerten Boden einsickern kann. Anschließend kann man den Rasen düngen.
Rasen nachsäen
Findet man im Rasen kahle Stellen vor, die im Durchmesser größer als zehn Zentimeter sind, kann man an diesen Stellen Rasen nachsäen. Denn füllt man diese Lücken nicht mit Rasen, breiten sich dort schnell Unkräuter aus. Es empfiehlt sich, den Boden mit Löchern mit einem Handvertikutierer aufzulockern, bevor man das Saatgut ausbringt. Nach dem Säen darf man den Boden nicht austrocknen lassen.