Tiere im Garten
: Wie kommen Eichhörnchen durch Herbst und Winter?

AnzeigeWie kommen die kleinen Nager durch die kalte Jahreszeit? Und wie kann man ihnen im eigenen Garten helfen?
Von
leane
Stuttgart
Um ganzjährig Futter zur Verfügung zu haben, müssen Eichhörnchen Vorräte anlegen.

Um ganzjährig Futter zur Verfügung zu haben, müssen Eichhörnchen Vorräte anlegen.

Shutterstock/Luke Donockley

Im Herbst und Winter sind Eichhörnchen weiterhin im Garten unterwegs. Viele Gartenbesitzer fragen sich, wie die Tiere die kalte Jahreszeit überstehen und ob sie Unterstützung brauchen. Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, was für Eichhörnchen in dieser Zeit wichtig ist und wie man den eigenen Garten tierfreundlich gestalten kann.

Welche Nahrung suchen Eichhörnchen im Herbst und Winter?

Im Winter gehen Eichhörnchen auf die Suche nach ihren Vorräten. Diese haben sie im Boden oder in Baumhöhlen, Baumstümpfen oder Wurzeln versteckt. Täglich verlassen sie ihren Kobel, wie das Netz genannt wird, um Samen oder Nüsse zu fressen. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Haselnüsse, Walnüsse, Esskastanien oder Bucheckern. Ebenfalls beliebt sind Samen von Fichten, Kiefern, Tannen oder Lärchen. Auch getrocknete Beeren, Pilze, Rinde oder Knospen werden nicht verschmäht. Gelegentlich bedienen sich die kleinen Tiere auch an Insekten, Larven oder Vogeleiern.

Warum verstecken Eichhörnchen Futter an verschiedenen Stellen?

Im späten Sommer und Herbst beginnen Eichhörnchen fleißig Vorräte zu verstecken. Das hat einen einfachen Grund. Die kleinen Tiere halten im Winter keinen Winterschlaf, sondern lediglich Winterruhe. Das bedeutet, sie benötigen trotzdem Futter, um durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Deshalb stehen sie täglich ein bis zwei Stunden auf und suchen ihre Vorräte auf. Um Nahrungsengpässe zu überbrücken, legen sie große Mengen an Vorräten an, auf die sie bis zum Frühjahr zurückgreifen können.

Dabei legen Eichhörnchen kein einzelnen Vorratsläger an, sondern zahlreiche kleinere Vorräte. So schützen sie sich vor einem Totalverlust, sofern das Vorratslager von einem anderen Tier entdeckt wird. Laut NABU legen Eichhörnchen bis zu 10.000 Nüsse in verschiedenen Verstecken ab. Viele dieser Lagerorte merken sie sich und finden sie mittels ihres feinen Geruchsinns selbst unter einer Schneedecke wieder.

Über welche Pflanzen freuen sich Eichhörnchen?

Ein eichhörnchenfreundlicher Garten bietet den kleinen Tieren nicht nur Nahrungsquellen sondern auch Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Diese Bäume, Sträucher und Hecken eignen sich gut für den Garten:

  • Walnussbaum
  • Haselnussstrauch
  • Eiche
  • Rotbuche
  • Kastanienbaum
  • Nadelbäume wie Kiefer, Lärche oder Fichte
  • Ahorn
  • Kornelkirsche
  • Schwarzer Holunder
  • Weißdorn
  • Vogelbeere
  • Gemeiner Wacholder
  • Sanddorn
  • Apfelbaum oder Birnbaum
  • Beerensträucher

Kann man Eichhörnchen füttern?

Gesunde Eichhörnchen brauchen in der Natur in der Regel keine Fütterung durch den Menschen. Wer den Tieren dennoch eine Unterstützung anbieten möchte, kann im eigenen Garten Futter auslegen und Wasser bereitstellen. Zur Fütterung eignen sich Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Bucheckern sowie kleine Stücke Apfel oder Karotte. Damit die Eichhörnchen die ausgelegten Vorräte verstecken können, eignen sich Nüsse mit Schale am besten.

Wichtig ist, dass sich Mandeln oder Erdnüsse sowie jegliche Art von gesalzenen Nüssen nicht eignen. Auch Essensreste wie Brot oder Milchprodukte sollten nicht an Eichhörnchen verfüttert werden.