Gesundheit: Lumbalpunktion: Wie lange wird man krankgeschrieben?

Erfahren Sie, wie lange man bei einer Lumbalpunktion krankgeschrieben wird und wann eine Verlängerung sinnvoll ist.
Witsarut Sakorn / Shutterstock.comBei einer Lumbalpunktion wird im Bereich der Lendenwirbel Nervenwasser (Liquor) aus dem Lumbalkanal entnommen. Durch die Untersuchung des Nervenwassers lassen sich anschließend zahlreiche Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks ausschließen. Häufig wird die Lumbalpunktion zum Beispiel bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen (etwa Multiple Sklerose), Entzündungen oder Blutungen des Gehirns oder Rückenmarks, Demenzerkrankungen usw. angewendet.
Wie lange wird man krankgeschrieben?
Die Lumbalpunktion gilt als ärztlicher Routine-Eingriff, welcher oft auch ambulant durchgeführt wird. In der Regel werden Patienten für den Tag der Punktion und/oder den Folgetag krankgeschrieben. Ernsthafte Komplikationen treten selten auf.
Allerdings kann es nach der Punktion bei etwa 3 bis 10 Prozent der Patienten (stark abhängig von Methode und Ablauf, daher teilweise auch häufiger) zum sogenannten postpunktionellen Kopfschmerz kommen (1). Dabei treten meist am Folgetag Kopfschmerzen auf, welche aber in der Regel von selbst wieder verschwinden. Ursache hierfür sind leichte Druckveränderungen im Nervenwasserraum, in welchem Gehirn und Rückenmark liegen. Ob und wie stark es nach der Punktion zu postpunktionellen Kopfschmerzen kommt, ist stark abhängig von der eingesetzten Methode und dem Ablauf der Lumbalpunktion.
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Längere Krankschreibung bei postpunktionellen Kopfschmerzen
Postpunktionelle Kopfschmerzen sind zwar harmlos und halten in der Regel nur wenige Tage an, allerdings werden sie nicht selten von weiteren Symptomen begleitet. Unter anderem kann es dann vor allem zu Schwindel, Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit oder gar Erbrechen kommen. In der Regel tritt im Liegen eine deutliche Besserung auf. Bei stärkeren Symptomen von postpunktionellen Kopfschmerzen wird die Krankschreibung entsprechend verlängert. Dann werden Betroffene meist für mehrere Tage krankgeschrieben. Die Schmerzen können mehrere Tage und bis zu einer Woche anhalten (2). Schmerzen über mehrere Wochen sind selten, aber nicht ausgeschlossen. Die Therapie erfolgt primär konservativ durch Bettruhe und ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
