Feiertage: Muss man am Gründonnerstag arbeiten? - So ist die Regelung

Erfahren Sie, ob Sie an diesem Tag arbeiten müssen, welche Regelungen in Deutschland gelten und wie der Tag in anderen Ländern gehandhabt wird.
brajianni / Shutterstock.comGründonnerstag, der Donnerstag vor Ostern, hat eine besondere Bedeutung in der christlichen Tradition. Doch wie sieht es mit der Arbeitspflicht an diesem Tag aus? Ist er ein Feiertag oder ein ganz normaler Werktag? Wir klären die wichtigsten Fragen.
Gründonnerstag: Ein Tag mit religiöser Bedeutung
Gründonnerstag erinnert im Christentum an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Der Name leitet sich vermutlich vom mittelhochdeutschen „grinen“ (weinen) ab und steht für Buße und Besinnung. In vielen Regionen gibt es Bräuche wie das Essen grüner Speisen, die den Frühling symbolisieren.
Ist Gründonnerstag in Deutschland ein Feiertag?
In Deutschland ist Gründonnerstag kein gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet, dass grundsätzlich normale Arbeitspflicht besteht. Dennoch wird der Tag in einigen Bundesländern als „stiller Feiertag“ betrachtet, was Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wie Tanz- oder Musikdarbietungen mit sich bringt. In vielen Unternehmen, insbesondere im öffentlichen Dienst oder bei tarifgebundenen Arbeitgebern, ist es teilweise üblich, dass Beschäftigte früher Feierabend machen dürfen. Dies geschieht oft auf Grundlage von Betriebsvereinbarungen.
Gründonnerstag in Schulen und Kitas
Auch für Schulen und Kitas gilt: Gründonnerstag ist kein offizieller schulfreier Tag. Allerdings fällt er in vielen Bundesländern in die Osterferien, sodass Schüler und Lehrer häufig ohnehin frei haben.
Gründonnerstag in anderen Ländern
Während Gründonnerstag in Deutschland ein normaler Arbeitstag ist, sieht es in anderen Ländern anders aus. In Dänemark, Island und auf den Philippinen ist der Tag ein gesetzlicher Feiertag. Auch in Teilen Spaniens und Lateinamerikas, wie Kolumbien oder Venezuela, ist Gründonnerstag arbeitsfrei.
