Nord Stream 1 und 2
: Wie tief liegen die Nord Stream Pipelines?

Die beiden Nord-Stream-Pipelines verlaufen quer durch die Ostsee. Wir zeigen Ihnen, in welchen Regionen und Tiefen die Röhren verlaufen – und in welche Meerestiefen Menschen vorgedrungen sind.
Von
Markus Brauer
Stuttgart
  • Nicht verbaute Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafen Mukran in Lubmin gelagert.

    dpa/Stefan Sauer
  • 40 Meter: Bis zu dieser Grenze gilt das Sporttauchen – Tauchen mit normaler Pressluft ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen – als sicher.

    Wikipedia commons/Soljaguar/CC BY-SA 3.0
  • 214 Meter: So viel schaffte der österreichische Apnoe-Taucher Herbert Nitsch 2007 – mit einem einzigen Atemzug, ohne zusätzliche Luftversorgung.

    Wikipedia commons/N00@flickr.com/CC BY 2.0
  • 332,35 Meter: Diesen Weltrekord für Gerätetauchen hat 2014 der ägyptische Kampfschwimmer Ahmed Gamal Gabr aufgestellt. In dieser Tiefe muss ein spezielles Gasgemisch geatmet werden, denn normale Luft wäre dort tödlich.

    Wikipedia commons/Civertan/CC BY-SA 2.5
  • 450 Meter: So tief können Menschen in speziellen Druckanzügen tauchen. Sie werden mit Kabeln von der Wasseroberfläche aus abgesenkt und wieder hochgezogen.

    Wikipedia commons/U.S Navy/Prince Hughes III
  • 1370 Meter: In diese Tiefe stießen die Tiefsee-Pioniere Otis Barton und William Beebe 1948 mit ihrer „Bathysphäre“ vor, einer an einem Kabel hängenden stählernen Kugel.

    Wikipedia commons/Ssericson/CC BY-SA 3.0
  • 4500 Meter: So tief kann das 1964 in Dienst gestellte US-Forschungs-Tauchboot „Alvin“ vordringen.

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  • 10.928 Meter: Lange Zeit hielten Jacques Piccard und Don Walsh mit dem Tauchboot „Trieste“ den Rekord. Am 23. Januar 1960 schafften sie es, 10912 Meter tief zu tauchen.

    Wikipedia commons/US. Navy
  • 10 928 Meter: Die größte Tiefe, in die Menschen jemals herabgetaucht sind. 2019 brach Victor Vescovo mit dem Spezialtauchboot „DSV Limiting Factor“ den Rekord von Piccard und Walsh. Der US-Abenteurer tauchte 16 Meter tiefer.

    Wikipedia commons/Richard Varcoe/Caladan Oceanic/CC BY-SA 4.0/
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Im Westen wächst die Überzeugung, dass die Lecks an den Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 auf einen Sabotageakt zurückzuführen sind. In der Nacht zum Montag war zunächst in einer der beiden Röhren der nicht genutzten Pipeline Nord Stream 2 ein starker Druckabfall festgestellt worden.

Später meldete der Nord-Stream-1-Betreiber einen Druckabfall auch in diesen beiden Röhren. Die Behörden haben bisher vier Lecks an den beiden Pipelines entdeckt.

Was ist Nord Stream?

Nord Stream ist ein System von Unterwasser-Gasleitungen, die von Russland nach Deutschland auf dem Boden der Ostsee verlaufen. Die maximale Tiefe des Binnenmeeres beträgt 459 Meter bei einer mittleren Tiefe von 52 Meter.

Nord Stream 1: Nord Stream 1 und Nord Stream 2 bestehen jeweils aus zwei Strängen von 1224 Kilometer Länge. Nord Stream 1 wurde im November 2011 in Betrieb genommen. Die Pipeline verläuft von der russischen Stadt Wyborg bei St. Petersburg nach Lubmin, einer Kleinstadt bei Greifswald.

Wo verlaufen die Pipelines?

Die Pipelines ziehen ihre Bahn von den russischen Verladestationen Wyborg und Ust-Luga durch den Finnischen Meerbusen, einer lang gestreckten Bucht der Ostsee, die sich zwischen Finnland und Estland in west-östlicher Richtung auf Russland zu erstreckt. Die durchschnittliche Tiefe, in der die Röhren hier auf dem Meeresboden liegen, beträgt 38 Meter.

Die nächste Region ist das Gotland Becken, eines der Hauptbecken der Ostsee, mit einer maximalen Tiefe von 249 Metern unter dem Meeresspiegel im westlichen Gotlandbecken. Nordstream verläuft hauptsächlich durch das weniger tiefe östliche Gotland Becken.

Weiter geht die Verlegung durch das Bornholm Becken mit einer maximalen Tiefe von 92 Metern.

Schließlich gelangen die Pipelines in das Arkona Becken vor der Insel Rügen mit einer maximalen Tiefe von 48 Metern. Dort erreichen die beiden Pipelines ihre Anladestation: den Hafen von Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern.

Bildergalerie: Tauchrekorde

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wie tief Menschen – mit und ohne technische Hilfsmittel – bisher getaucht sind.

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