Ottmar Edenhofer im Interview: Klimaschutz als Entwicklungshilfe

Wie läuft’s mit den Verhandlungen zum Klimaschutz? Mit Kabinettsitzungen im Freien protestierten die Mongolei und die Malediven gegen den Stillstand.
Foto: apHerr Edenhofer, beim Klimaschutz fordern alle eine Reduzierung der Emissionen. Sie sprechen jetzt von "gefährlicher Emissionsreduzierung". Was ist das?
Beim Klimaschutz sollten aber alle mitmachen, sonst funktioniert er nicht.
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Das Neue an Ihrem Vorschlag ist, die Bedeutung der Entwicklungspolitik für die Klimapolitik zu betonen. Bis jetzt denken viele bei Entwicklungshilfe an Almosen.
Das klingt alles nicht mehr nach der Klimapolitik, die wir kennen.
De facto wäre das eine Enteignung der Länder, denen die Bodenschätze gehören.
Sie schreiben in Ihrem Bericht, für die erfolgreiche Klimapolitik sei "ein hohes Maß an internationaler Kooperation nötig". Gerade die sieht man aber nicht.
Aber im Gegensatz zur Finanzkrise hat in der Klimapolitik ein Land Vorteile, wenn es nicht mitmacht.
Im Buch ist viel von Ethik die Rede. Haben Sie den Eindruck, Ethik spielt bei den Klimaverhandlungen eine Rolle?
Kann man die Ethik nutzen, um den Stillstand zu beenden?