Plus 280 Prozent
: Warum ist die Moderna-Aktie gestiegen?

Die Moderna-Aktie steht nach einer außergewöhnlichen Kursbewegung im Fokus der Anleger. Der Biotechwert zeigt, wie stark neue Entwicklungen die Erwartungen am Markt verändern können.
Von
Matthias Kemter
Stuttgart
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Die Moderna-Aktie steht nach einer auffälligen Kursbewegung im Blickpunkt. Anleger verfolgen die weiteren Entwicklungen beim Biotechunternehmen genau.

Die Moderna-Aktie steht nach einer auffälligen Kursbewegung im Blickpunkt. Anleger verfolgen die weiteren Entwicklungen beim Biotechunternehmen genau.

Tada Images / Shutterstock

Die Moderna-Aktie steht nach einer außergewöhnlichen Kursbewegung im Fokus der Anleger. Der Biotechwert zeigt, wie stark neue Entwicklungen die Erwartungen am Markt verändern können. Am Donnerstag notiert die Moderna-Aktie bei 132,42 Euro. In der Spitze zum gestrigen Handelsschluss lag der der Kurs bei knapp 150 Euro um 280 Prozent höher als zum Handelsbeginn. Auslöser ist der Fortschritt bei einem individualisierten mRNA-Krebsimpfstoff, den Moderna gemeinsam mit Merck entwickelt.

Fortschritt in entscheidender Studienphase

Die Kombination aus Modernas Impfstoff Intismeran autogene und Mercks Immuntherapie Keytruda hat in einer Phase-3-Studie bei operierten Melanom-Patienten die Studienziele erreicht. Die Behandlung senkte das Risiko eines Rückfalls oder Todesfalls gegenüber einer alleinigen Behandlung mit Keytruda deutlich. An der Studie nahmen mehr als 1.100 Hochrisikopatienten teil. Vorläufige Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass die Therapie das Risiko einer Ausbreitung des Krebses verringern kann.

Neue Perspektive für Moderna

Für Anleger steht besonders die mögliche Erweiterung von Modernas Geschäft über Impfstoffe gegen Atemwegserkrankungen hinaus im Vordergrund. Die Krebstherapie gilt als wichtiges Projekt in der Forschungspipeline des Unternehmens. Die Behandlung wird für jeden Patienten individuell entwickelt. Grundlage ist die Analyse der Mutationen im jeweiligen Tumor, auf deren Basis der mRNA-Impfstoff das Immunsystem gezielt unterstützen soll.

Weitere Studien und Zulassungsgespräche

Moderna und Merck testen die Kombination nicht nur bei Melanomen, sondern auch bei weiteren Krebsarten. Dazu zählen Lungen-, Blasen-, Nieren-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Unternehmen wollen detaillierte Daten auf einem medizinischen Kongress vorstellen und diese den zuständigen Behörden zur Verfügung stellen. Der Impfstoff ist bislang nicht zugelassen, die Studie läuft weiter.