Ratgeber: Schutz bei Waldbränden
: Im Haus bleiben und FFP2-Maske tragen

Bei Waldbränden entsteht giftiger Rauch, der die Atemwege und Lungen reizt und schädigt. Wir erklären, wie man sich schützen kann.
Von
Markus Brauer
Bordeaux/Paris
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Spanische Feuerwehrmänner mit Atemschutzmasken bekämpfen einen Waldbrand bei Nava del Rey nahe Madrid.

Spanische Feuerwehrmänner mit Atemschutzmasken bekämpfen einen Waldbrand bei Nava del Rey nahe Madrid.

Imago/Anadolu Agency
  • Behörden raten bei Waldbränden zum Zuhausebleiben und zum Abdichten der Räume.
  • FFP2-Masken schützen kurzzeitig vor Feinstaub – giftige Gase passieren die Maske.
  • Sport im Freien vermeiden, da mehr Rauch eingeatmet wird; Risikogruppen bleiben drin.
  • Asche nach Rückkehr nur mit Handschuhen und Wasser entfernen, Gartenobst abwaschen.
  • Bei Atemproblemen sollen Betroffene den Hausarzt kontaktieren – bei schweren den Notarzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Frankreich, Spanien und Italien breiten sich beispiellose Brände weiter aus. Und mit ihnen giftiger Rauch, der in die Städte und Urlaubsorte zieht. Alte Menschen, Asthmatiker, Kinder und Schwangere sind besonders gefährdet. Aber auch alle anderen Einwohner und Urlauber sollen laut Behörden im Ernstfall im Haus bleiben, die Räume abdichten und auf körperliche Aktivitäten verzichten. Was vor dem Rauch schützt - ein Überblick:

Drinnen bleiben

In Frankreich rufen die Behörden die Menschen in der Nähe der Brandgebiete auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Sie sollen Türen, Fenster und Rollläden geschlossen halten und elektrische Lüftungen ausschalten. Drinnen sind Zigaretten, Kerzen und Räucherstäbchen tabu. Das Auto soll stehen bleiben, es sei denn es dient zur Evakuierung.

„Der wichtigste Schutz besteht darin, sich dem Rauch gar nicht erst auszusetzen“, sagt der Lungenspezialist Mathieu Molimard von der Universitätsklinik Bordeaux. Westlich der Stadt breiten sich aktuell unkontrolliert die Flammen aus. „Wenn der Wind gedreht hat und die Luftqualität wieder besser ist, kann man die Wohnung wieder lüften“, erklärt Molimard.

FFP2-Maske tragen

Wer unbedingt das Haus verlassen muss, kann sich kurzzeitig mit einer FFP2-Maske schützen. Die Maske kann zwischen vier und acht Stunden vor den Feinstaubpartikeln schützen, lässt giftige Gase wie Stickstoffmonoxid oder das scharf riechende Acrolein aber durch.

„Eine FFP2-Maske ist besser als nichts, aber nicht die Lösung für alles“, warnt Molimard. Wer keine zur Hand hat, solle ein nasses Tuch über Mund und Nase halten. Andere Masken seien nutzlos.

Sport vermeiden

Joggen, Fußball oder Radfahren sind während der Waldbrände keine gute Idee. Sportlerinnen und Sportler atmen mehr giftigen Rauch ein, die Lunge ist stärker beansprucht. Wer unter Asthma oder chronischer Bronchitis leidet, sollte ohnehin zu Hause bleiben.

Asche abwaschen

Bei der Rückkehr nach einer Evakuierung gilt: Asche und Staub möglichst nicht anfassen und nur mit Handschuhen und Wasser abwaschen - nicht mit dem Besen, Staubsauger oder Hochdruckreiniger, weil sie die Asche zusätzlich aufwirbeln. Gemüse und Obst aus dem Garten sollten abgewaschen und geschält werden. Betroffenen wird zudem empfohlen, den Wasserhahn zwei Minuten laufen zu lassen, bevor sie daraus trinken.

Arzt rufen

Besonders gefährdete Menschen wie Asthmatiker, Menschen mit Herzerkrankungen, Schwangere, Kinder und alte Menschen sollten bei Atemproblemen ihren Hausarzt aufsuchen. Bei schweren Beschwerden wird Betroffenen geraten, den Notarzt zu rufen. (mit AFP-Agenturmaterial)