Riesen-Bärenklau
: So erkennen Sie die giftige Pflanze

Wer Riesen-Bärenklau in seinem Garten entdeckt, sollte vorsichtig sein: Denn die Pflanze ist giftig und löst Verletzungen aus. Wir verraten, wie Sie das Gewächs erkennen und warum es so gefährlich ist.
Von
Annika Mayer
Stuttgart
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Der giftige Riesen-Bärenklau wächst auch ab und an in Gärten und kann für den Menschen sehr gefährlich sein.

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Mit seinen weißen Blüten wirkt der Riesen-Bärenklau wie ein harmloses Gewächs. Vor allem im Juni und Juli kann man die Pflanzen in voller Pracht sehen. Der Bärenklau breitet sich aktuell in Deutschland verstärkt aus – für den Menschen ist das allerdings nicht ungefährlich: Denn die Pflanze ist giftig und verursacht schon beim kleinsten Kontakt Schäden. Wir verraten Ihnen, was Sie über das Gewächs wissen müssen.

Ursprünglich stammt der Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus und kam im 19. Jahrhundert nach Europa. Mittlerweile ist das Gewächs auf dem Kontinent weit verbreitet, auch in Deutschland. Vor allem an Flüssen, Bächen und am Waldrand wächst der Riesen-Bärenklau. Aber auch in Gärten ist er zu finden.

Warum ist der Riesen-Bärenklau so gefährlich?

Riesen-Bärenklau zählt zu den gefährlichsten Gartenpflanzen. Denn der Pflanzensaft in dem Gewächs ist sehr giftig: Er setzt den natürlich Schutz der Haut gegen das UV-Licht aus. Bekommt man etwas von dem Pflanzensaft ab und geht anschließend in die Sonne, können auf der Haut schwere Verbrennungen entstehen.

Dazu kommen Juckreiz, Rötungen und Blasen. Oft bemerkt man diese Hautreaktionen erst 48 Stunden später. Die vom Riesen-Bärenklau ausgelösten Verletzungen verheilen nur sehr langsam. Häufig bleiben Narben oder Pigmentstörungen zurück. Besonders gefährlich kann der Riesen-Bärenklau für Kinder werden.

Beim Kontakt mit dem Pflanzensaft können Brandblasen und Verbrennungen auftreten.

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Wer in Kontakt mit dem Pflanzensaft des Gewächses kommt, sollte sofort aus dem Licht gehen und die Substanz mit Wasser abspülen. Falls danach keine Hautreaktionen sichtbar werden, reicht es oft aus, die Stelle beispielsweise mit einem kalten Waschlappen zu kühlen.

Treten allerdings Brandblasen und Verbrennungen auf, sollte man zum Arzt gehen. Bei zusätzlichen akuten Symptomen wie Fieber, Atemnot oder Schweißausbrüchen muss man den Notarzt rufen.

Wie erkennt man Riesen-Bärenklau?

Achtung, Verwechslungsgefahr: Der Riesen-Bärenklau hat einen Verwandten, der ihm sehr ähnlich sieht. Der sogenannte Wiesen-Bärenklau ist jedoch im Gegensatz zu der giftigen Pflanze völlig harmlos. Allerdings gibt es einige Merkmale, an denen man die zwei Gewächse unterscheiden kann.

Dazu gehört die Blütezeit: Der Riesen-Bärenklau trägt im Juni und Juli Blüten, der Wiesen-Bärenklau von Juni bis September. Auch anhand der Größe lässt sich leicht erkennen, um welches der beiden Gewächse es sich handelt. Denn der Wiesen-Bärenklau ist mit einer Höhe von 50 bis 150 Zentimeter deutlich kleiner als der Riesen-Bärenklau. Dieser kann bis zu drei Meter groß werden.

Der Riesen-Bärenklau kann bis zu drei Meter groß werden.

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Wer sich die beiden Pflanzen genauer anschaut, kann auch an deren Aussehen einige typische Erkennungsmerkmale finden. Der Stängel des giftigen Gewächses ist hohl, wenig gefurcht und hat vor allem am unteren Ende rötliche Flecken. Außerdem kann er einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern erreichen.

Beim Wiesen-Bärenklau ist der Stängel ebenfalls hohl, aber kantig gefurcht und weist keine rote Färbung auf. Auch die Blüten sehen anders aus: Bei der harmlosen Pflanze sind weiße bis cremefarbene Blüten zu sehen, die zu Doppeldolden mit bis zu 25 Zentimetern Durchmesser angeordnet sind.

Beim Riesen-Bärenklau ist die Farbe weiß bis zartrosa: Das Gewächs trägt Doppeldolden mit 30 bis 50 Zentimeter Durchmesser. Die Blätter sind bei der Giftpflanze außerdem drei- bis fünfteilig und bis zu drei Meter lang – beim Wiesen-Bärenklau ist dagegen vor allem die blau-grüne Blattfarbe und die leichte Behaarung auffällig.

Besteht eine Meldepflicht für Riesen-Bärenklau?

Für den Riesen-Bärenklau gibt es keine Meldepflicht. Das bedeutet: Wer das giftige Gewächs in seinem Garten findet, muss selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Laut der Webseite Gartenjournal sollte man allerdings Umwelt- oder Naturschutzbehörden Bescheid geben, wenn man die Pflanze in freier Natur entdeckt. Denn sie kann sonst eine Gefahr für Kinder oder Spaziergänger darstellen. Außerdem lässt sich so die weitere Verbreitung des Riesen-Bärenklau eindämmen.