Wie man es richtig macht
: Saharastaub vom Auto waschen

Der Saharastaub hat auf vielen Autos seine Spuren hinterlassen. Worauf man beim Abwaschen achten sollte.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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So bekommt man den Staub am besten weg.

Mazur Travel / shutterstock.com

Bevor man das Auto wäscht, sollte man abwarten, bis der Saharastaub aus der Luft verschwunden ist. Aktuelle Vorhersagen zur Staubmenge in der Atmosphäre findet man zum Beispiel auf der Webseite der Universität von Athen. Schließlich will man das Auto nicht zweimal waschen. Sobald die Luft rein ist, kann man mit der Wäsche loslegen.

Wie man das Auto vom Saharastaub befreit

Hat sich Saharastaub auf dem Auto abgesetzt, ist bei der Reinigung Vorsicht geboten. Der feine gelblich-rötliche Staub sieht zwar harmlos aus, kann dem Lack aber schaden, wenn er falsch entfernt wird. Auf keinen Fall sollte der Staub trocken mit einem Tuch, Schwamm oder Handfeger abgewischt werden. Die winzigen Sand- und Staubpartikel wirken dabei wie Schleifpapier und können feine Kratzer im Lack hinterlassen.

Besser ist es, das Auto zunächst gründlich mit viel Wasser vorzuspülen. Ziel ist es, möglichst viele Staubpartikel zu lösen und abzuspülen, bevor Bürsten, Schwämme oder Tücher zum Einsatz kommen. Erst danach sollte die eigentliche Reinigung beginnen.

Allerdings ist die Autowäsche auf dem eigenen Grundstück nicht überall erlaubt. In den meisten Regionen Deutschlands ist sie nur auf versiegelten Flächen von Autowaschanlagen oder SB-Waschanlagen gestattet. Der Grund: Schmutzwasser, Reinigungsmittel, Ölreste oder andere Rückstände sollen nicht ungefiltert in den Boden oder die Kanalisation gelangen. Welche Regeln konkret in Ihrer Stadt oder Gemeinde gelten und ob gegebenenfalls eine Genehmigung nötig ist, lässt sich bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde erfragen.

Warum die Waschanlage die bessere Wahl ist

Um Kratzer im Lack und mögliche Probleme mit den örtlichen Vorschriften zu vermeiden, ist nach Saharastaub eine Waschanlage meist die sicherste Lösung. Dort wird das Schmutzwasser aufgefangen und fachgerecht behandelt. Außerdem wird das Auto vor der eigentlichen Wäsche in der Regel mit Wasser vorgereinigt.

Wer eine SB-Waschanlage nutzt, sollte besonders sorgfältig vorgehen. Wichtig ist, den Sand zunächst ausgiebig mit der Wasserdüse abzuspülen. Erst wenn keine sichtbaren Staub- oder Sandreste mehr auf dem Lack liegen, sollte Reinigungsmittel oder Schaum verwendet werden. Bleiben Körner auf der Oberfläche zurück, können sie beim Verteilen des Schaums oder beim späteren Trocknen Kratzer verursachen.

Nach der Außenwäsche lohnt sich außerdem ein Blick auf die weniger offensichtlichen Stellen: Staub kann sich auch an den Innenflächen der Türen, am Kofferraumdeckel, an Einstiegen, Dichtungen und in kleinen Spalten absetzen. Diese Bereiche lassen sich vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigen. Trockenes Reiben sollte auch hier vermieden werden.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, den Innenraumfilter prüfen zu lassen. Der ADAC weist darauf hin, dass sich durch den feinen Sand Staub im Filter sammeln kann. Ist der Filter stark belastet, kann dies die Luftqualität im Innenraum beeinträchtigen oder dazu führen, dass sich Staub später in den Fahrzeuginnenraum verteilt.