Hochzeitsbräuche
: Strumpfband zur Hochzeit tragen: Woher kommt der Brauch?

AnzeigeWarum trägt die Braut eigentlich ein Strumpfband? Ein jahrhundertealter Brauch, der bis heute für Gesprächsstoff (und manchmal rote Köpfe) auf der Hochzeitsfeier sorgt.
Von
leane
Stuttgart
Hübsch verziert und gut versteckt unter dem Rock des Brautkleids.

Hübsch verziert und gut versteckt unter dem Rock des Brautkleids.

Shutterstock/DocPhotos

Der Ursprung dieses Brauchs liegt im 15. Jahrhundert. Denn früher benötigte man noch ein Strumpfband, um die Strümpfe an Ort und Stelle zu halten. Die Erfindung der Strumpfhose mache das Band zwar überflüssig, lies es jedoch nicht als Hochzeitsbrauch verschwinden. Das Strumpfband wurde weitergetragen und häufig am Morgen nach der Hochzeitsnacht der Familie übergeben als Beweis, dass die Ehe vollzogen wurde und der Wunsch nach Kindern da ist.

Tragen Bräute heute noch ein Strumpfband?

Noch heute tragen einige Bräute ein Strumpfband unter dem Brautkleid. Häufig trägt das Accessoire die Farbe Blau, um auch den Brauch, etwas Blaues bei der Hochzeit zu tragen, zu erfüllen.

Wer besorgt das Strumpfband?

Traditionell kauft die Trauzeugin das Strumpfband und schenkt es der Braut am Hochzeitstag.

Hochzeitsspiele rund um das Strumpfband

Häufig nimmt heute der Mann das Strumpfband mit den Händen oder Zähnen ab und wirft es, wie die Braut ihren Strauß, in die Menge der unverheirateten Junggesellen.

Alternativ kann das Strumpfband auch versteigert werden, um die Hochzeitskasse aufzubessern. Dafür sollte man im Voraus mit zwei bis vier Personen absprechen, dass sie kräftig mitbieten. Besonders der Brautvater bietet häufig rege mit, damit der Preis nach oben getrieben wird.

Wo kann man ein Strumpfband kaufen?

Strumpfbänder finden Bräute sowohl online als auch in nahezu jedem Brautmodengeschäft, das auch Brautaccessoires führt.