Nachthimmel: Perseiden 2025: Sternschnuppen im August

Wann und wo kann man die Perseiden im August 2025 beobachten?
Jan Garbers/ ShutterstockJedes Jahr im Hochsommer leuchten sie über unseren Köpfen: Die Perseiden sind der bekannteste Meteorstrom des Jahres – und im August 2025 wieder am Himmel sichtbar. Doch wer in diesem Jahr Sternschnuppen zählen will, braucht Geduld, eine Portion Glück und einen möglichst dunklen Himmel. Denn der Vollmond macht die Beobachtung dieses Jahr schwieriger als sonst.
Höhepunkt der Perseiden 2025: Nacht vom 12. auf den 13. August
Die Perseiden sind etwa vom 17. Juli bis zum 24. August aktiv. Ihren Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Die beste Zeit zur Beobachtung liegt in den frühen Morgenstunden zwischen 1 Uhr und 5 Uhr – kurz vor der Morgendämmerung.
Unter optimalen Bedingungen und fernab von Lichtverschmutzung sind dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. In der Realität sind es deutlich weniger: Wer einen guten, dunklen Standort wählt, kann alle paar Minuten eine Sternschnuppe am Himmel entdecken.
Im Jahr 2025 wird die Beobachtung allerdings erschwert. Der Vollmond am 9. August erhellt den Nachthimmel so stark, dass viele der schwächeren Meteore kaum zu sehen sein werden. Das Mondlicht überstrahlt große Teile des Himmels und lässt nur die helleren Sternschnuppen durchdringen.
Wo man die Perseiden am besten sieht
Um den besten Blick auf das Naturschauspiel der Perseiden zu bekommen, sollte man die Städte hinter sich lassen und gezielt dunkle Orte in der Natur aufsuchen. Besonders gut eignen sich Höhenlagen wie im Schwarzwald, Pfälzerwald, Hunsrück, in der Rhön oder im Bayerischen Wald. Auch offene Ebenen mit freiem Horizont und möglichst wenig künstlichem Licht bieten ideale Bedingungen.
Weniger geeignet sind hingegen städtische Gebiete, tief eingeschnittene Täler mit starker Lichtverschmutzung oder Wälder, in denen das Sichtfeld eingeschränkt ist. Entscheidend ist außerdem das Wetter: Selbst der beste Beobachtungsplatz bringt nichts, wenn der Himmel bewölkt oder dunstig ist – daher unbedingt vorher den Wetterbericht prüfen.
Tipps für die Sternschnuppennacht
Was sind die Perseiden überhaupt?
Die Perseiden bestehen aus winzigen Staubteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Dieser hinterlässt auf seiner Umlaufbahn um die Sonne eine Staubwolke. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde diese Spur – und die Teilchen rasen mit bis zu 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre. Durch die enorme Geschwindigkeit wird die Luft so stark verdichtet und erhitzt, dass sie leuchtet. Die Folge: Sternschnuppen.
Die Staubteilchen selbst sind winzig – oft nur so groß wie ein Sandkorn. Besonders große, helle Exemplare nennt man Feuerkugeln (Boliden). Nur äußerst selten überstehen größere Brocken den Flug durch die Atmosphäre und schlagen als Meteoriten auf der Erde ein.
Perseiden: Herkunft des Namens und Bedeutung
Der Name der Perseiden stammt vom Sternbild Perseus, in dessen Richtung der Radiant liegt. In der christlichen Tradition werden sie daher auch als „Tränen des Laurentius“ bezeichnet – benannt nach dem Märtyrer Laurentius, dessen Gedenktag am 10. August liegt. Die erste dokumentierte Beobachtung stammt aus China im Jahr 36 v. Chr. – in Europa wurden sie erst 1762 schriftlich erwähnt.
Lohnt sich der Blick in den Himmel 2025?
Ja – mit Einschränkungen. Der Vollmond stört, aber wer früh aufsteht, sich einen dunklen Platz sucht und bereit ist, den Blick geduldig in den Nachthimmel schweifen zu lassen, hat gute Chancen, einige Perseiden zu entdecken. Die Sternschnuppennacht eignet sich perfekt für einen nächtlichen Ausflug in die Natur – mit Decke, Tee und Wunschliste.
