Untergang der Titanic
: Goldschatz neben Titanic-Wrack entdeckt

Am 15. April 1912 sank die als unsinkbare geltende Titanic im Nordatlantik. Forscher haben jetzt in dem Wrack eine sensationelle Entdeckung gemacht: einen Goldschatz mit dem Zahn eines Urzeit-Hais.
Von
Markus Brauer
Stuttgart
  • Diese von Atlantic/Magellan Ende Mai veröffentlichte Aufnahme eines digitalen Scans, der mit Hilfe von Tiefseekartierungen erstellt wurde, zeigt den Bug der Titanic in knapp 4000 Metern Tiefe auf dem Grund des Atlantiks.

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  • Mai 2023: Die hochauflösenden 3D-Bilder könnten neue Erkenntnisse darüber liefern . . .

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  • . . . wie es zu dem verhängnisvollen Untergang des berühmten Passagierschiffs vor mehr als 100 Jahren kommen konnte.

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  • Am 15. April gegen 2.20 Uhr sank die Titanic, nachdem sie am 14. April um 23.40 Uhr im Nordatlantik – etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland – einen Eisberg gerammt hatte. 1514 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben.

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  • Bug der „Titanic“ im Jahr 2004: Am 15. April gegen 2.20 Uhr sank die Titanic, nachdem sie am 14. April um 23.40 Uhr im Nordatlantik – etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland – einen Eisberg gerammt hatte. 1514 der über 2200 an Bord befindlichen Menschen kamen dabei ums Leben.

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  • Am 31. März 1909 wurde die „Titanic“ als Baunummer 401 der Werft Harland & Wolff Ltd. in Belfast (seinerzeit Provinz Ulster im Vereinigten Königreich) auf Kiel gelegt.

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  • Am 31. Mai 1911 fand dann der Stapellauf der Titanic statt, wie bei White Star üblich ohne Schiffstaufe. Direkt im Anschluss wurde die fertig ausgerüstete Olympic der Reederei übergeben.

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  • Fertigstellung der Aufbauten.

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  • Besonderes Interesse galt der Sicherheitsausstattung der beiden Schwesterschiffe. Sie galten als Wunder der Technik und wurden aufgrund der automatisch schließenden Wasserschutztüren zwischen den 16 wasserdicht abschottbaren Abteilungen im Juni 1911 in der Zeitschrift „The Shipbuilder“ als „praktisch unsinkbar“ bezeichnet.

    Wikipedia commons/Boris Lux/Lux’s Type Collection, Ocean liners - Titanic/CC BY-SA 3.0
  • Querschnitt des Schiffs: Die Titanic war 269,04 Meter lang, 28,19 Meter breit, 53,33 Meter hoch (Unterkante Kiel bis Oberkante Schornstein), hatte 10,54 Meter Tiefgang, eine Vermessung von 46.329 Bruttoregistertonnen, 39.380 Tonnen Leermasse und 13.767 Tonnen Tragfähigkeit.

    Wikipedia commons/White Star Line publicity material
  • Die Titanic auf Jungfernfahrt im Hafen von Southampton am 10. April 1912.

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  • Die Titanic verlässt am 2. April 1912 Belfast, wo sie gebaut wurde.

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  • Das Bild vermittelt aber auch einen Eindruck vom Auslaufen aus Southampton. Im Vergleich zu den umgebenden Schleppern wird die enorme Größe des Schiffes deutlich.

    Wikipedia commons/europapress.es National Archives and Records Administration National Archives and Records
  • Eines der letzten Bilder der Titanic: Aufgenommen am Hafen von Queenstown (Cork Harbour) am 11. April 1912.

    Wikipeda commons/Cobh Heritage Centre, museum in Cobh, Ireland Imgur
  • Die Titanic besaß drei Schiffsschrauben (Propeller) und konnte 23 bis 24 Knoten Höchstgeschwindigkeit und 21 Knoten Reisegeschwindigkeit erreichen. Die äußeren Propeller mit 7 m Durchmesser und je 38 Tonnen wurden von Vierzylinder-Kolbendampfmaschinen mit Dreifachexpansion und einer indizierten Leistung von jeweils 15 000 PS (11 MW) angetrieben.

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  • Geachtet wurde in erster Linie auf Luxus in der Ersten Klasse und weniger auf die Reisegeschwindigkeit.

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  • Die Ausstattung der Ersten Klasse erhielt elegante Suiten, prächtige Rauchsalons und Speisesäle und ein großes, für die Erste Klasse reserviertes Promenadendeck.

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  • Edward Smith, Kapitän der Titanic,

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  • Bildaufnahme (anderer Blickwinkel) des Eisbergs am Morgen des 15. April 1912, wenige Stunden nach dem Untergang der „Titanic“.

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  • Die Titanic kurz nach der nächtlichen Kollision. (digital bearbeitetes Foto der Attrappe des Titanic-Museums in Branson, Missouri, USA).

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  • Untergang der Titanic Illustration von Willy Stöwer für die Zeitschrift „Die Gartenlaube“ 1912.

    Wikipedia cpommons/Willy Stöwer
  • 18. April 1912: Als die „Carpathia“, die die Überlebenden aufgenommen hatte, am Abend des 18. April in New York einlief, wurde die Anlegestelle weiträumig abgeschirmt. Die „Carpathia“ legte zuerst am Pier 59 der Chelsea Piers an, um die Rettungsboote der „Titanic“ hier zu entladen. Anschließend fuhr sie zum Pier 54, an dem etwa 30 000 Menschen in strömendem Regen warteten.

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  • Ein Londoner Zeitungsjunge mit dem Titelblatt der Zeitungen vom 16. April 1912.

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Der Untergang der Titanic ist die wohl bekannteste Katastrophe der Seefahrt. Am 10. April 1912 brach der als unsinkbar geltende Luxusliner auf seiner Jungfernfahrt vom britischen Southampton nach New York.

Noch immer – 111 Jahre nach der Katastrophe – werden Artefakte in eisigen Tiefen des Atlantischen Ozeans entdeckt. Diesmal haben Tiefseeroboter einen Goldschatz neben dem einst rund 260 Meter langen Schiff in 3821 Metern Tiefe entdeckt.

Der als unsinkbar geltende Luxusliner versinkt im Atlantik

Am 15. April gegen 2.20 Uhr sank die Titanic, nachdem sie am 14. April um 23.40 Uhr im Nordatlantik – etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland – einen Eisberg gerammt hatte. 1514 der mehr als 2200 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben.

3D-Bilder aus der Tiefe

Erst kürzlich veröffentlichten Forscher neue hochauflösende 3D-Bilder des in 3821 Meter Tiefe ruhenden Wracks. Erstellt worden waren die detailreichen Aufnahmen im Sommer 2022 des auf die Tiefsee spezialisierten Kartografie-Unternehmens Magellan und der Firma Atlantic Productions.

Mehr als 200 Stunden untersuchten U-Boote das Wrack und machten über 700.000 Bilder, die zu dem 3D-Scan zusammengesetzt wurden. Eine Produktionsfirma drehte einen Dokumentarfilm über das Projekt. Und nun die Entdeckung des Schatzes.

Goldener Anhänger direkt neben dem Wrack

Die Bilder der Unterwasserroboter zeigen mehrere Schmuckstücke direkt neben dem auseinandergebrochenen Wrack, darunter Kettenglieder und einen Anhänger, der aus einem in Gold gefassten Zahn eines Megalodon besteht.

Diese urzeitlichen Meeresräuber waren mit einer Länge von 16 bis 20 Metern die größte Haiart der Erdgeschichte. Sie lebten vor 3,6 oder 2,6 Millionen Jahren und hatten bis zu 18 Zentimeter lange Zähne.

Hier können Sie im Video in Echtzeit verfolgen, wie die Titanic sank und eine Legende geboren wurde:

Fund darf nicht geborgen werden

Richard Parkinson, der Chef des Unternehmens Magellan, nennt den Fund „atemberaubend“ und „unglaublich“.

Laut Magellan soll nun nach den Nachkommen der Besitzerin gesucht werden. Allerdings dürfen Gegenstände aus der Titanic nicht geborgen werden und müssen für immer auf dem Meeresgrund bleiben.

Info: Wrack der „Titanic“

Wrack
Schon in 15 bis 20 Jahren könnten die Überreste komplett verschwunden sein, schätzen Wissenschaftler des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung. „Das Wrack ist von Biofilmen und Rost überzogen“, erklärt AWI-Direktorin Antje Boetius.

Bakterien
Forscher entdeckten vor einigen Jahren in Rost-Flocken des Wracks eine Bakterienart, die nach ihrem Fundort „Halomonas titanicae“ genannt wurde. „Eigentlich wächst dieses Bakterium gerne im Warmen bei über 30 Grad“, erklärt Antje Boetius. „Aber dort, wo das Wrack liegt, sind es vier Grad.“

Tiefsee
In der kalten Tiefsee müssten die Schiffsüberreste geschützt sein. Tatsächlich aber zersetzen die Mikroben trotz der Kälte die Schiffswände. „Sie tragen dabei nicht langsam Millimeter für Millimeter die Oberfläche ab, sondern verursachen Lochfraß“, erläutert die Meeresbiologin. „Dadurch wird das Wrack instabil und fällt irgendwann zusammen.“ Auch den Grund für die Zersetzung des Unesco-Weltkulturerbes kennen die Wissenschaftler. „Die Bakterien entziehen dem Eisen Elektronen als Energiequelle, um wachsen zu können. Sie leben also direkt vom Metall.“